9.4.

Der letzte Osterfeiertag. Das Kind hatte sich mit Freund angesagt. Was macht Mutter? Steht zum Kampfkochen in der Küche. Sicher ein ganz universelles Phänomen. Ich glaube, selbst auf dem Mars stehen grüne Weibchen mit zehn Tentakeln am Kopf in der Nahrungsmittelbereitungszone herum und kochen ihre ganz besonders leckere, mit Liebe gemachte Schwefelsäure mit Schlackebröckchen.
Bei uns gab es so etwas ähnliches:
Feldsalat mit Avocado und Grapefruit
Chicken bzw. Tofu Bombay Style mit Blumenkohl und Süßkartoffel auf dem Blech gebacken
Schokokuchen mit flüssigem Kern und Orangencreme
Das war alles, bis auf den Schokokuchen, der schon recht durch war, furchtbar lecker. Natürlich habe ich mal wieder keine Fotos gemacht, ich war mit werkeln beschäftigt.

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8.4.

Ein Nachmittag mit FReunden im Qucina. Immer wieder frappierend, daß in der Tourimeile auf dem Gendarmenmarkt ein netter, gemütlicher Ort ist, der so gar keine Hofbräuhausatmosphäre ausstrahlt.

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7.4.

Im übrigen fand ich den Kurzabriß der Ereignisse der Osterwoche von Frau Novemberregen sehr hilfreich für mich Heidenkind, endlich habe ich es kapiert.
Gestern war also Sabbat, da war nix los. Wißter Bescheid.

Hier war Luftholen und Heimwerken II angesagt. Wobei ich im Moment etwas tatenlos bin. Ich mag am Wochenende nicht durch die Bude feudeln, zum draußen rumlungern war es zu kalt und drinnen zu gemütlich, Kisten weiter auspacken und Zierdeckchen veteilen geht auch nicht, weil alles noch nicht so weit ist… Sind das jetzt genug Gründe dafür, daß ich derzeit nichts Sinnvolles, Zielführendes tue?
In unserem Wohnungs-Einrichtungs-Parcours haben wir nun ein Problem in der Vergangenheit lokalisiert. Ich habe nämlich vor 1  1/4 Jahren diesen Tisch verkauft. Weil HeMan selbst einen neuen geliefert bekam, ich weder die Kraft  noch das Geld hatte, ihn in mein Randberliner Lager zu fahren, Geld brauchte, sowieso damit rechnete, nie wieder großzügig zu wohnen und der Tisch empfindlich wie eine Diva war. Er hatte schon zahlreiche Kratzspuren, dazu brauchte man nur mal eine Schere unsanft drauflegen. Alles, was hart, feucht oder warm war, brauchte eine Unterlage. Nun stehen wir vor einem Problem. Die Form ist einfach zeitlos schön, aber der Wiederkaufspreis liegt gebraucht oder als Restposten bei ca. anderthalbtausend Euro aufwärts, (ich habe ihn damals für Tausend gebraucht gekauft) und es gibt ihn nicht mehr. Er wird in der Massivholzvariante nicht mehr hergestellt, nur noch mit furnierter Platte. Blöd ist das.
Was ich daraus lerne ist: Schöne Edelschnäppchen sollte man nie, nie verkaufen, sondern einlagern, egal wie. Es ist zwar müßig, sich um verschüttete Milch zu grämen, aber es ärgert mich. Schließlich gibt es noch eine paßgenaue Bank aus französischem Nußbaum dazu. Gnaaa…

So, jenseits der Luxusprobleme gab es gestern im Rewe (btw. Goldhasen waren alle! Ich mußte auf Schmunzelhasen umsteigen!) eine Aktion des Bauer-Verlages. Jugendliche Menschen in grünen T-Shirts packten einem den Einkauf ein und ich trug zusätzlich dazu ein Neues Blatt, einen knietschegrünen Kugelschreiber, ein Osterei und Gummibärchen nach Hause. Am Küchentisch sitzend, lasen wir, daß Josef und Narumol nun ein Kind haben, es bei Königs mal wieder dramatisch zugeht, was man machen kann, damit Männe lange die Spannkraft behält, wie man Hackfleisch lecker zubereitet und wo man in Kärnten Urlaub machen kann. Heute kann ich dann das Kreuzworträtsel lösen.

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluß.

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6.4. – Karfreitag

Der Tag beginnt im „Alles fein“-Modus. Die obligatorischen morgendlichen zwei Stunden für mich, während der Graf noch schläft.
Dann gibt es eine Runde Wohnungsgebastel. Einmal die Küche cleanen, der Graf ist derweil am heimwerkern. Das Schöne ist, ich könnte zwar auch eine Menge von diesen Dingen, die der Graf macht, aber anders. Da kommt es auch mal zum Tine-Wittler-mäßigen Heißklebepistolen-Einsatz oder zur Verwendung von „Kleben statt Bohren“ wenn der Dübel nicht hält (was zum Ergebnis hat, daß man eher die Wand drumherum abreißt, statt jemals wieder den Dübel herauszubekommen). Da der Graf meine allzu pragmatischen Lösungen nicht mag, bin ich in der Regel von solchen Jobs beurlaubt.
Dafür lasse ich ihn nicht in die Küche. Er kann sowieso nur Wasser heißmachen.

Mal ein Themasprung: Pollenflug. Als Allergiker sollte man scheinbar so weit oben wie möglich wohnen. Bisher bekomme ich die Birken-, Hasel- und Erlenpollen nur am Rande mit. Früher war das schlimmer. Obwohl… in der Dachwohnung in C-Burg war es genauso schlimm. Da war zeitweise die ganze Wohnung gelb gepudert und ich habe gelitten wie Tier. Vielleicht liegt es daran, daß es nicht nur 12 Meter Haushöhe, sondern noch 23 m Berg (hoch für Berliner Innnenstadt-Verhältnisse) dazu sind, es hier verdammt windig ist und unten das Zeug wabert?

Am Abend ging es dann zum Karfreitags-Steakessen, zu dem der Besitzer der Ennomane einlud.
Eine schöne Gelegenheit, Real Life-Bekanntschaften zu machen oder zu erneuern. So habe ich endlich die Frau Stedtenhopp und Acid23, The Lord of the Flauschs und eine Menge anderer netter Menschen näher kennengelernt und den Herrn Beethoven und den Herrn Horax wiedergetroffen. Es herrschte hohe Nerd- und Piratendichte und da ich die Grünen damals verpaßt und auch nicht soo viele Dissidenten live erlebt habe, war das ein schöner Moment zu sehen, daß es Leute gibt, die aufbrechen, um Geschichte zu machen.
Was mich am meisten erfreut und gewundert hat, ist, daß der Herr Beethoven nicht nur ein Filmfreak, sondern sogar angehender Filmemacher war, aber dann doch eine andere Lebenskurve genommen hat. Hach!
Das nächste Mal werden wir uns alle auf der Republica über den Weg laufen und ich freue mich schon drauf.

Der Rückweg führte über drei Späties, die Pappelallee und die Kastanienallee entlang und wir erstanden einige lebensnotwendige Dinge: Chips, Kuhflecken-Milka, Haribo Colorado und Toblerone als Dessert, einen Kiloeimer Joghurt, Koriander und Minze und ein Fladenbrot.

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