28.05. 2020

Zurück in der grünen Hölle.
Wir hätten etwas mehr Zeit für Berlin eingeplant, weil wir noch einen Amtstermin wahrnehmen wollten. Aber wir warteten vergeblich auf die kurzfristige Zuteilung desselben. Dit is Berlin.
Als wir nachmittags ankamen, erwarteten uns die Katzen, die ob der guten Fütterung der Nachbarin ja schon immer halb versöhnt sind. Aber Mimi mußte ganz dringend ganz doll mit mir schmusen.
Der Graf mähte noch Rasen (Oh schreck, Shawns Versteck im hohen Gras ist weg!) und ich harkte das Gras weg.
Der Abend war ruhig.

27.05. 2020

Huch, da ist der gestrige Beitrag irgendwo im Nirvana der Verpennten verschwunden.
Es gab auch nichts Berichtenswertes, außer, daß der Zahnarzt wieder gute Arbeit geleistet hat und die Krone auf Anhieb paßte.
Ansonsten ist Berlin wieder voller und draußen sein im öffentlichen Raum heißt Suche nach einem Platz mit Abstand.
Wir schliefen das frühe Aufstehen aus, bestellten indisch und gingen danach wieder ins Bett.
Ich sah mit Stuhlflecht-Videos an und fluchte, daß das nun ausgerechnet kein Wiener Geflecht ist (das bei genauem Hinsehen simpel und materialsparend ist), sondern ein dichtes, großrapportiges Diamantmuster. Was heißt, ich zeichne es erst einmal auf Karopapier auf, um es dann nachzubauen.
Danach schlief ich schnell wieder ein.

26.05. 2020

Es ist wieder warm und sonnig.
Ich machte heute weiter damit, die kaputte Linde „freizustellen“ vier übervolle Schubkarren mit Schöllkraut, Brombeerranken, Brennnesseln und verfaultem Kleinholz waren das noch einmal.
Eine Erdkröte war über meine Arbeit nicht so amüsiert, ich trug sie unter die Blutbuche.
Dann pflanzte ich zwei Clematis ein. Der Stamm soll später von Wildrosen und Clematis bewachsen werden.
Zwischendurch pausierte ich. Mimi hatte großes Schmusebedürfnis.
Heute geht es früh ins Bett, morgen ist Berlin-Tag mit Zahnarztbesuch.

25.05. 2020

Noch ein Drin-Tag, es war draußen zu nass.
Der Tag lief zäh an, mit Mails und kleineren Räumereien. Dann war es schon wieder Mittag und der Graf hatte sich an diesem Tag Mittagsessen gewünscht. Ich hatte den Schweinebraten nebenher schon warm gemacht.
Dann endlich ging ich an die Arbeit. Ich putzte einen schon seit mehr als einer Woche mit Backofenspray behandelten Backofen. Es ist ja nun nicht so, daß ich mit großer Begeisterung putze. Aber da mußte ich durch. Das beschäftigte mich dann auch die nächsten Stunden.
Am frühen Abend kam die Sonne raus und ich war fertig.
Eine Antwort auf eine Mail war schon da. Das Geflecht der Lambert-Stühle ist keine Meterware, sondern auf dem Stuhl geflochten. Man könne mir gerne das Material besorgen. Hm. Dann lerne ich mal was Neues. Zwei Stühle sind nämlich durchgesessen.
Ich rupfte noch ein paar Brennnesseln raus und die Katzen freuten sich, daß sie mich wieder in der Nähe hatten. Ich arbeitete unter der großen kaputten Linde. Shawn kletterte hinauf – das sind sicher 5 Meter – und beschnüffelte ausgiebig die große Baumhöhle.

Irgendwann stieg er vorsichtig wieder herunter und wurde von mir gelobt. Mittags hatten wir ihn in ähnlicher Höhe in der Blutpflaume vorm Haus gesehen.
Mimi wollte dem nicht nachstehen und war ein paar Minuten später auch auf den großen Stumpf gestiegen. Nur runter ging es nicht mehr, sie fand den Einstieg nicht und maunzte tonlos zu mir herunter. So holte ich mir kurz vor Sonnenuntergang die Leiter und stieg zu ihr hoch. Sie kletterte mir auf die Schulter und wirkte recht froh, wieder auf dem Boden zu sein.
Der Abend war geruhsam und sowieso schon halb vorbei. Wir arbeiten derzeit lange, weil es spät dunkel wird.
Schade ist: Seit gestern wird wieder geheizt. Ein paar Scheite nur, aber es ist kalt abends. Es ist der erste richtig vorpommersche Sommer, dem wir hier erleben, scheints.