14.01. 2021

Ein dunkler, feuchtkalter Loser-Tag.
Nichts getan, außer 50 Shades of Berlin Drama diskutiert und ein Szenario gerechnet.
Holz geholt, die Wildkamera ausgelesen und einen Waschbären zu sehen bekommen.
Gekocht: Spinat- und Lachspastete.
Gestrickt und einen weiteren Parteivorsitz-Kandidaten in einer Talkshow begutachtet.
Auch wenn wir uns hier nichts auszustehen haben, mir schlägt die aktuelle Situation grade etwas auf die Seele. Zudem beschäftigt mich, daß ich nächste Woche ein siebenstündiges Onlineseminar halten muß. So ohne Routine mit der Anwendung, nur mit Vorahnungen, wie die Leute auf der anderen Seite agieren werden, bin ich verunsichert. Dazu sind 7 Stunden wirklich anstrengend.

13.01. 2021

Ein Drinnen-Tag, weil ich es verpeilt hatte, die Stunde Sonnenschein zu nutzen, um draußen etwas zu tun. Es hatte nachts etwas geschneit.

Der Graf und ich drehten Nachmittags eine Runde und schauten kurz am Fluß vorbei. Der Himmel war zwischen zwei Regen/Schneefronten sehr dramatisch.Ich heizte den alten Ortrand-Ofen im Saal mit Kohlen an, damit das Haus etwas wärmer wird. Wir holten auch noch einige Körbe Holz.
Die Katzen nutzten natürlich jede Gelegenheit, durch eine geöffnete Tür ins Haus zu schlüpfen, draußen ist es ihnen grade zu ungemütlich, auch wenn sie im Katzenhaus sitzen.
Ansonsten beschäftigte ich mich mit Buchhaltung. Quittungen scannen und in eine Excel-Tabelle eintragen. Nebenher machte ich endlich mal wieder ein WordPress-Update und fing mir diesen für meinen Bedarf völlig überfunktionalen Gutenberg-Editor ein, aber Gott sei Dank schuf ein Plugin schnell Abhilfe.
Der Mann aß Pizza, ich aß Reste und der Fernseher lief, wenn nicht gerade der Draußen fallende Schnee das Bild störte.

12.01. 2021

Das Aufstehen fiel mir schwer, wir waren erst lange nach Mitternacht im Bett. Mittags gab es Sonne, die Regentropfen blinkten auf den Ästen und ein Fotograf war da, um Bilder von Haus und Park zu machen.
Nachmittags fanden wir endlich die Spaltkeile. Allerdings überhaupt nicht dort, wo ich glaubte, daß sie sind.
Wir testeten sie natürlich sofort und nahmen eine große und zwei kleine Baumscheiben auseinander.
Als die Sonne unterging, wechselte ich in die Küche und machte unser verschobenes Sonntagsessen: Bratwürste mit Apfel-Malzbier-Sauce, Kartoffel-Kürbis-Pürree und Rotkohl. Das schmeckte fein.
Wir setzten uns für ein Stündchen an den Ofen und schalteten den Fernseher an und plötzlich hatte die Satellitenschüssel keinen Empfang mehr. Das heißt entweder starker Regen oder Schnee. Es schneite dicht und feucht. Eine gute Gelegenheit, noch ein paar Holzscheite aufzulegen und die Beine hochzulegen.
Wir hatten aber noch etwas vor, unser bestellter Einkauf wartete 30 km von uns entfernt auf Abholung.
Wir fuhren durch Schneematsch und auf dem Rückweg wurde es glatt. Aber irgendwie ging es.
Die Katzen erwarteten uns schon vor der Tür. Diese weiße kalte Zeug ist nichts für ihre Pfötchen.
Ich geh heute früh ins Bett, die letzte Nacht war kurz.

11.01. 2021

Ein ungeplanter Logistiktag. (Ansonsten grau und dunkel.)
Der Graf war mit dem einen Auto liegengeblieben und mußte es zur Reparatur geben und ich sammelte ihn mit dem anderen Auto ein. Beim Autofahren Radio gehört und sehr dankbar für ordentliche Popmusik gewesen. (Ich hasse diese Vocoderstimmen.)
Ich bemerkte große Klimaunterschiede. Bei uns kommt der angekündigte Schnee fast immer als Nieselregen runter. In der Schorfheide dagegen liegt eine dünne weiße Decke. Bei uns sieht es aus wie in Irland, so unnatürlich grün für diese Jahreszeit sind Moos und Gras.
Die Autobahn war leer und das ist auch gut so.
Am Abend übten wir noch mit Zoom, denn das Seminar rückt näher und ich möchte mir nicht die Blöße von Learning by Doing geben.
Spätabends dann noch im Regen die Papiermülltonnen an die Straße gefahren. Jetzt ist höchste Schlafenszeit.