25.10. 2020

Ein schöner, bedeckter und leicht melancholischer Herbsttag.
Lange geschlafen und nach dem Frühstück nach draußen gegangen und Gras und Laub geharkt.
Die Katzen freute es ungemein. Shawn sprang auf Bäume und Mimi schreckte Grashüpfer auf, um sie zu fressen.
In der Dämmerung saßen wir unten auf den Stühlen und schauten ins Tal, wo die Kühe weideten. Mimi durfte auf meinen Schoß und wurde geflauscht.
Der Abend verging mit Stricken und Fernsehen.

23.10. 2020

Kurze Zäsur, um etwas lange aufgeschobenes zu tun. Auf dem Dachboden liegt ein halbes Dutzend Koaxialkabel, die von der Satellitenschüssel kommen, an diversen Balken nach unten verschwinden und an den absurdesten Stellen im Haus wieder auftauchen. Wir beschäftigten uns einige Stunden damit, zu prüfen, welches Kabel zu welchem Zimmer führt. In den oberen Räumen könnte jetzt überall ein Fernseher betrieben werden.
Außerdem zum ersten Mal im Leben getan: Eine Satellitenschüssel gewaschen.
Dann konnte endlich der Fernseher getestet werden. Zuerst bekam ich einen Schreck wegen der furchtbaren Farben. Doch dann merkte ich, daß das wohl nur bestimmte Produktionen sind, die aussehen wie aus der Software gezaubert.
Dann gingen wir raus und harkten Gras und Laub und zündeten endlich mal das Sonnwendfeuer an, das zu Mittsommer im Dauerregen versunken war. (Igelfrei natürlich.)
Wir saßen noch im Dunkeln an den letzten Flammen und Mimi ließ sich kraulen.

22.10. 2020

Was für ein Tag. Warm und mit Sonnenschein, so daß alle Fenster aufgemacht wurden, um das Haus warmzulüften.
Ich stand früh auf, weil ich Bettwäsche, Decken und Schutzlaken waschen wollte, es wird nicht mehr viel Gelegenheit geben, so große Stücke zu trocknen.
Der Graf änderte das Programm und wir arbeiteten nicht drinnen sondern mähten zum letzten Mal in diesem Jahr den Rasen. Der Graf am Rasenmäher, ich harkte.
Jetzt weiß ich, daß Herbstgras ganz anders ist. Fein, kompakt und sehr schwer. Ich hatte mit der Hälfte der Schubkarrenfüllung so viel Gewicht wie im Sommer.
Die Tiere waren heute völlig durchgedreht. Heute morgen versuchte der schwarze Kater der Nachbarn auf der anderen Seite schon wieder, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Vor drei Tagen hatte er das schon einmal geschafft und er wurde dann irgendwann von seiner Besitzerin abgeholt (O-Ton: Der ist ja sooooo lieb! Jaja, vor allem markiert der liebe Kerl überall.), weil er nicht mehr unter einem Sofa im Lager hervor kam. Heute morgen bekam er ansatzlos Dresche von Mimi, bis er blutend rannte. Ich hoffe, die Ansage reicht ihm.
Danach patrouillierte die Katzenschaft immer mal durchs Erdgeschoss, um ihn zu suchen. Wenn sie das nicht taten, waren sie heute sehr schmusebedürftig.

Kühe aus der Nähe gab es auch und überhaupt war es heute sehr schön und Bewegung an frischer Luft macht sehr müde.