27.02. 2021

Samstag und deshalb gab es nur Spaßarbeit. Wir harkten ein paar Reste Laub auf und verschnitten eine viel zu groß gewordene wilde Rose im Hof des kleinen Hauses.
Dann zündeten wir ein Feuer an, ich hatte in den letzten Monaten viel totes Holz aufgehäuft, die Zweige der gefällten Bäume kamen dazu.
Und so saßen wir, bis das Abendrot verblaßt war und der Vollmond am Himmel stand, auf einem Stapel Paletten am Feuer. Die Katzen blieben in respektvollem Abstand. Shawn hat Angst vor Feuer, er verkroch sich unter einem Ligusterstrauch und nur seine Augen waren noch zu sehen. Mimi saß sich zwischen uns und schaute mit in die Flammen. Zwischendurch machte ich Fischstäbchen mit Pommes und brachte sie mit einer Flasche Wein nach unten.
Die Füchse feiern gerade Hochzeit in den Wiesen und machen sehr komische Geräusche und auch die Käuzchen umfliegen sich und rufen.
Dann sah ich mir Pacific Rim an. Eigentlich nur, weil Guillermo del Toro Regie geführt hatte, aber ich merke, dieses Genre Filme in Comicästhetik gefällt mir sehr.

26.02. 2021

10 Grad kühler und strammer Wind. Deshalb fiel Laub harken aus, das hätte nur Umverteilung bedeutet.
Statt dessen räumten wir weiter die gefällten Bäume weg.
Die Wäsche knatterte waagerecht im Wind und die Miezekatzen jagten sich über die Obstwiese.
Abends kochte ich Sticky Rice Pudding mit Mango. Dann trennte ich – statt zu stricken – gut ein Viertel meiner Socke auf. Glatt stricken unterfordert mich so, daß ich automatisch anfange, blind zu stricken. Und dann erst nach Zentimetern merke, daß mir eine Masche heruntergefallen ist. Gnarf.

25.02. 2021

Noch ein warmer, sonniger Tag, an dessen Ende das Wetter aber langsam umschlug.
Mein Biorhythmus kommt mit der Frühlingswärme im Februar und wahrscheinlich auch diesem schnellen Umschwung von sehr kalt zu warm schlecht zurecht. Ich habe Kopfschmerzen, bin müde und habe extrem miese Laune. Das kenne ich sonst nicht von mir. Außerdem fliegen die Haselpollen gerade in gelben Wolken durch die Luft.
Wir fuhren morgens eine Runde wegen einer Autoreparatur und dann harkten wir den ganzen Tag Laub. So langsam sieht der Park wieder manierlich aus. Wir karrten das Laub kubikmeterweise hinter den Gartenschuppen. Dort wird es an einem kleinen Hang verkippt und soll zu Erde werden. Als ich einmal nach dem heruntergerutschten Gartensack angelte, kullerte ich mit ihm dort hinunter. Das war etwas peinlich, aber niemand hat es gesehen und weh getan habe ich mir auch nicht.
Die Katzen haben sich daran gewöhnt, daß das Haus wieder offen steht und laufen nur noch immer mal im Untergeschoß Patrouille und erinnerten sich auch wieder daran, daß das Obergeschoß tabu ist. Geht doch.
Abends kochte ich. Und da ich so schöne kurze, leichte Sockennadeln angeschafft habe, strickte ich Socken. (Endlich nicht mehr Omas schlimme Nachkriegsware benutzen, das war eine Überwindung, weil: Ist doch noch gut.)

24.02. 2021

Frühlingshaft. Wir wärmten das Haus und die Mimi kletterte wieder übers Dach überall dorthin, wo sie so sonst keinen Zutritt hat. Shawn sprang aus dem Fenster im Treppenflur, das gut drei Meter hoch liegt. Da muss ich mir was einfallen lassen. Die beiden sind hier als Hofkatzen angestellt.
Wir harkten Laub und sortierten das Holz einer jungen Esche, die der Nachbar an der gemeinsamen Grundstücksgrenze gefällt hatte. Ich hing Bettwäsche auf, die nach zwei Stunden trocken war.
Am Abend machte ich noch etwas Holz. Es dämmerte gerade, der Mond ging auf, die Vögel schwiegen und die Axt spaltete eine überirdische Stille.
(Ich bemühte mich, schnell fertig zu sein.)
Abends war ich sehr müde. Der Tag gestern war anstrengend.