21.06. 2021

Morgens gab es reichlich Regen, wenn auch viel zu kurze Zeit.
Wir gönnten uns einen Ausruhtag. Ich sortierte Geschirr und machte Mittagsschlaf.
Abends gingen wir mit einem Aperol Spritz zum Anleger, natürlich von den Katzen begleitet. Dann hatten wir die spontane Idee, doch noch ein kleines Sonnwendfeuer zu machen. Wir haben ja noch einen Feuerplatz, auf dem wir sammeln und der ist nicht im Park. Der Schlauch lag daneben und ich spritzte alles um die Feuerstelle naß und achtete auf den Funkenflug.
Mimi wollte natürlich wieder auf den Schoß, wie immer, wenn ich am Feuer sitze. Sie manikürte meine Hände, knabberte an den Fingern und leckte sie ab.
Das kleine Käuzchen saß quietschend auf der Spitze eines Birnbaumes.

19.06. 2021

Mittsommerremise erster Tag. Gott sei Dank regnete es nachmittags 10 Minuten stark. So kamen die Pollen aus der Luft und es kühlte sich etwas ab.
Es gab nicht ganz so viele Besucher wie letztes Jahr, vielleicht Fußball, vielleicht die Hitze. Damit war es gut zu bewältigen.
Abends fraßen die Katzen die Hälfte meiner Lammbratwurst, die ich kurz abgelegt hatte, um mich um etwas zu kümmern.
Dafür zerrte eine halbe Stunde später ein kläffender Terrier einen alten Herrn hinter sich her und jagte die beiden auf den Baum.

18.06. 2021

Ein knallheißer Tag ohne eine Wolke. Nachdem ich vormittags einiges draußen erledigt hatte, mußte ich mich erst einmal ein Viertelstunde zum Abkühlen aufs Bett legen.
Meine Freude darüber, daß ich nach der Impfung keine Allergieprobleme mehr hatte, ist vorbei. Es gibt hier zwei gewisse Herrschaften, die auf Gräser allergisch sind und es super fanden, sich in diesem Sommer mit Hochgraswiesen im Park und auf der Obstwiese zu umgeben… Ich habe heute das Dorf zusammengeniest und meine Augen tränten den ganzen Tag. Morgen trage ich freiwillig Maske.
Wir räumten intensiv im Haus herum, morgen wird es zumindest im Untergeschoß Hauserklärungen geben (für eine Führung ist eigentlich zu wenig zu sehen). Diese Veranstaltungen haben den großen Vorteil, daß man einmal im Jahr genötigt ist, Dinge anzufassen, die man gern vor sich herschiebt. einmal den Garten richtig schön. Einmal an Stellen, wo man alles gern abwirft, Material, Werkzeug, Möbel, das unterste zuoberst kehren, das macht schon ein gutes Gefühl hinterher. Mittendrin flucht man wie ein Bierkutscher. Oder niest und schnappt nach Luft.
Nachmittags gab es zu Motivation Vanilleeis mit Erdbeeren.
Abends war nach getaner Arbeit Fellpflege angesagt, damit ich morgen nicht wie ein Wurzelzwerg aussehe.
Ich kam erst in der Dämmerung mit ein paar geschmierten Broten und einem Mädchenbier auf die Terrasse. (Mimi setzte sich sofort unter meinen Stuhl und fiepte. Sie hatte schließlich eine Stunde nichts gegessen!)
Zwischen den großen Bäumen flogen die Käuze hin und her und verständigten sich mit lautem zwitschernden Pfeifen. Ich glaube, der Jungvogel, der Wochen in den Lebensbäumen saß, bekommt gerade das Jagen beigebracht. Die Frösche im 250 m entfernten Dorfteich quaken sehr laut und auch sonst ist hier gut was los, es ist fast Mitternacht und noch immer nicht richtig dunkel.