03.12. 2020

Papa wäre heute 77 geworden. In Nachdenken, was gewesen wäre, wenn er vor zweieinhalb Jahren überlebt hätte, komme ich immer wieder zu dem Schluß, daß es ihm wahrscheinlich dieses Jahr nicht gut ergangen wäre.
Der Tag war kalt und düster. Ich ging pflichtbewußt meine Dinge an, kam aber nicht so recht vorwärts. Holz holen, einen Geschirrspüler anschauen, der in die Gästewohnung soll, Wäsche aufhängen, Buchhaltung machen. (Eigentlich völlig ok.für die Jahreszeit, aber die Leistungskonditionierung sitzt tief.)
Der Graf sortierte Schrauben und räumte auf.
Abends strickte ich eine Maschenprobe für einen Patentmuster-Pullover.

02.12. 2020

Kalt und sonnig.
Der Fotograf für den Park, der sich für morgen, weil Sonne, angekündigt hatte, wird enttäuscht sein. Die Sonne fand schon heute statt.
Wir fuhren nach Rostock, um bei einem Holzhändler Dämmstoffplatten zu kaufen. Das Bad der Ostwohnung hat eine Türöffnung in der Wand, die nur von einer Schicht Gipskarton verschlossen ist. Das ist nun erbärmlich kalt. Der Graf will sie vom Flur aus schließen.
Nach der Rückkehr Laub geharkt. Eine hoch erfreute Mimi war bei mir. Sie schnappte sich den Rest meines Mittagessens, ein viertel Brötchen mit einer dicken Fleischkäsescheibe und versuchte, alles am Stück hinunterzuschlucken. Meine zwei Hungerkinder lernen es nie, manierlich zu essen.
Dann noch etwas geräumt und den Bullerjan im Gartensalon beheizt.
Das Zeitfenster für Arbeitsenergie auf den Baustellen ist gerade schmal. Es ist kalt und wird früh dunkel.
Außerdem spielte sich das Berlin-Drama mal wieder in den Vordergrund.
Den Rest des Abends verbrachte ich strickend vorm Fernseher.