20.09. 2021

Ein Montag, aber ganz ok. 14 Grad. Nicht so ganz ok.
Sehr früh morgens stieg uns jemand aufs Dach. Der Graf schnitt Zinkblech zu. (Zweieinhalb Stunden Schlaf hatte er, ich würde am Tag vornüber kippen.) Ich war mit Hausarbeit beschäftigt. Wäsche machen, Einkaufen, Mittagessen kochen, Kuchen backen, Katzen flauschen.
Das mit dem Kuchen war komisch. Ich rührte minutenlang im fertigen Teig und wunderte mich, warum er bleich und dünnflüssig ist und einen Geschmack hat, der zwischen Marshmallow und Bisquit liegt. Ich kippte ihn schulterzuckend aufs Backpapier und in dem Moment fiel mein Blick auf das unversehrte Stück Butter. Gnarf. Ich kratzte ihn wieder vom Papier und mixte die flüssig gemachte Butter unter. Das ging schon.
Abends gab es Reste vom Mittagessen, einen warmen Ofen und später einen Besuch bei den Damen Crafteln und Nahtzugabe auf einen Mangohugo (Jo.) und einen Portwein.
Jetzt muß ich dringend ins Bett. Morgen müssen wir um 7 Uhr in Stralsund Edelstahl-Blindniete kaufen.

19.09. 2021

Sonntag. Es wurde über den Tag immer kälter.
Es gab noch ein Frühstück mit den Herren Spontiv und dann fuhren sie Richtung Heimat. Das war eine schöne Zeit, schade, daß sie schon vorbei ist.
Ich machte Wäsche und schaute nach Frau Crafteln und Frau Dr. Nahtzugabe. Wir sprachen über das Buch, das hier in Klausur vorangebracht wird.
Unterm Nußbaum lagen viele Nüsse, der Korb füllt sich langsam und die Katzen werden immer flauschiger.
Nachmittags fuhren wir nach drei Dörfer weiter. Es gab frisch gekochte Himbeermarmelade und drei Sorten Honig.
Wir sprachen über Hausrestaurierung und Biedermeier. Das winzige Töpfchen Pudergold, das wir eigentlich holen wollten, vergaßen wir mitzunehmen.
Abends gab es Reste von gestern zu essen (Feststellung: Sahneschnitzel wird durch Aufwärmen fast noch besser) und der Graf wollte sich unbedingt die politischen Fragerunden im Fernsehen ansehen. Ich ließ sie vorbeirauschen, denn ich hatte meinen Wahlbrief schon in der ersten Hälfte des Tages ausgefüllt und abgeschickt.
Ich saß noch etwas strickend herum und eigentlich muß ich längst im Bett sein. Der Graf kommt erst gegen Morgen zurück und morgen kommt recht früh jemand, der am Dach arbeiten will.

18.09. 2021

Himbeeren gepflückt, Nüsse gesammelt, mit dem Grafen zum Fluss spaziert.
Frau Crafteln und Frau Nahtzugabe als Gäste begrüßt.
Den Gatten des Herrn Spontiv beim Nähen unterstützt.
Abends zusammen gegessen.
Jetzt sehr müde.

17. September 2021

Ein ruhiger Tag mit viel Nieselregen.
Mit dem Gatten des Herrn Spontiv an seiner Nähmaschine gesessen. So eine Bernina der nächsten Generation (ich habe noch eine Aurora, die kein Touchdisplay hat) ist verdammt kompliziert zu bedienen. Die Software ist wenig intuitiv und die Bedienungsanleitung sagt wenig darüber. Aber sie näht fein.
Mittags gab ich auf und holte die Wäsche rein, die seit gestern zu trocknen versuchte. Sie war fast trocken und von oben wieder naßgeregnet.
Dann führten wir die Gäste durchs Haus.
Nachmittags gab es Torte. Aus Gründen.
Ich verpackte das Fürstenberg-Service und zwischendurch schaute ich auf die Näharbeiten.
Am Abend fuhren wir zum Griechen nach Grimmen. Sagen wir mal so: Wir wurden satt. Der Graf mußte hinterher sogar eine Runde durchs Dorf wandern und wir andern tranken einen Magenbitter.