mußte ich mir dann mal einen kleinen Tapetenwechsel gönnen. Zwei Jahre Wu Wei-Theme (was im Taoismus so ungefähr das Nicht-Handeln, wenn es nicht angezeigt ist, bedeutet, eine wichtige Kulturtechnik, wie ich finde) reichen dann aber auch.
Statt delikater Leere sehen Sie jetzt mal wieder Selbstgestricktes.
Archiv der Kategorie: Leben
14 – Kachelmanns Rache?
Vielleicht hat er das ja mit denen da oben abgekaspert, dass wir Ostern mit Schnee und Schneeregen verbringen werden.
Oder das mit den Maya und dem Ende der Welt läuft wesentlich subtiler ab. Nix mit Riesenbumstrara und dann ist alles vorbei. Nein, die wollen uns langsam dem Gefrierbrand preisgeben.
Hier läuft die Inspirationsmühle im Schul-Ferienmodus. Wer Ostwind und Glatteis leid ist und keine Last-Mniute-Reise in den Süden mehr bekommen hat, kann sich ein warmes Herze an des Grafen ebook holen. Eine Madeira-und Kanaren-Reiseführer, als man dort noch zu Schiff hinfuhr.
13 – So wird das nichts!
Das Tagebuchloggen ist wirklich gerade ein Witz. Egal.
Twoday ist nicht mehr das, was es mal war. Die Struktur veraltet, es wird kaum noch gewartet und es schaut – auch gemessen am Support und den Downtimes – nur noch wenig in der Aufmerksamkeit von Knallgrau zu sein. Der Umzug von Herrn Lucky scheint gelungen, ein bisschen Finish und Politur braucht es noch, aber sonst ist alles fein. Und es ist schon sicher, einige werden folgen. Ich hab das jetzt einmal geübt, ich kann das auch noch öfter. – Falls jemand Bedarf hat, einfach eine Mail schicken.
Schade ist nur, daß die Kommentare zwar mitkommen, aber sich nicht von selbst sortieren, wenn es eine Antwort auf einen Kommentar gab. Das ist leider Handarbeit, weil Twoday die Daten, auf welchen Kommentar sich eine Antwort bezieht, nicht mitliefert. Ich schreibe die jetzt mal an, vielleicht packen die uns noch ein paar Daten dazu…
Ansonsten ist mein Körper ein einziges „Hä???“ ob des Wetters. Nachts hundekalt, die Sonne spiegelt sich im Schnee, Traufen machen Eispanzer… als wäre Berlin für zwei Wochen im Frühling Wintersportmetropole. Bei mir wechseln sich Hormon- und Aktivitätsschub mit Frühjahrsmüdigkeit und Winterschlaf, kurzum: Totalkonfusion.
Im Schwung der Veränderung werde ich wahrscheinlich demnächst auch mein Blogdesign umbauen. Zwei Jahre Wu Wei reichen. Und da der Herr Lucky so ein schönes Last-Year-Plugin entdeckt hat, kann ich sogar eine kleine Rubrik „Was macht eigentlich…“ eröffnen.
Was macht eigentlich das junge Paar aus dem Eintrag von 2008?
Sie haben zwei wunderbare Kinder bekommen. Aber er ist sehr, sehr krank geworden, Glioblastom, vernahm ich, ich hoffe, ich habe mich verhört. Ich denke oft an die beiden und ihre Lebensprüfungen.
Was passiert auf dem Berg am Meer auf Sardinien?
So weit ich weiß, genauso das, was auf der Barnimkante passiert. (abgesehen von Gartenarbeit) Matteo Tedesco und ich haben fast zeitgleich die Liebe gefunden.
Und das Junggesellenkochbuch steht immer noch im Regal und amüsiert mich. Wie kann man bei einem intimen Souper zu zweit weiße Bohnen anbieten! Andererseits sind die weißen Bohnen schon so eine Art Jungfrauenalarm. Das Fräulein wird schamhaft gehen und nicht über Nacht bleiben wollen.
12 – Na du alte Fregatte?
Ich hatte als junge Bohemienne eine sonderbare Angewohnheit. Bevor ich aus der Theaterkantine fiel und ins Bett ging (auf Grund von Fernbeziehung ging ich öfter allein ins Bett als zu zweit) stellte ich mich vor den Spiegel und beschimpfte mich eine Runde. Ich weiß bis heute nicht, warum ich das getan habe, aber es hatte einen erfrischenden Effekt. Vielleicht war mir das, was ich in diesen Jahren tat, selbst nicht so richtig geheuer, sah mein staatspolitisch vorgesehener Lebensplan und der meiner Eltern für mich doch wesentlich anders aus und bestand nicht darin, mit einer Schauspielerin, die heute mit Rants gegen junge Männer in Talksshows durchs Netz geht, nochn Bier zu kippen.
Irgendwann, als ich sicher war, dass das ganz ok. ist, was ich tat, verlor sich diese Gewohnheit. Aber das nur am Rande.
Männer und Klamotten kaufen. Es gibt im Leben des Grafen ganz kurze Timeslots, in denen es möglich ist, ihn mit einem Kleidungsstück zur Kasse zu bringen, die muss man dringend nutzen, bevor ihm der Altbestand in Fetzen vom Leib fällt („Aber das ist doch noch gut!“ „Das hab ich doch noch gar nicht so lange!“). Den Rest der Zeit probiert er an und hängt die Sachen kopfschüttelnd wieder weg, wenn er denn überhaupt so weit kommt, manchmal bricht er auch Einkaufstouren ab wg. „nicht in Stimmung“. Ein klamotten-uneitler Mann hat zwar den Vorteil, dass er im Gesamtverbrauch sehr effizient und Madame auch nicht so im Druck ist, sich aufzutakeln, damit sie nicht wie eine Praktikantin neben ihm herlatscht (hatte ich ja schon mal, war anstrengend), aber mehr als ein Fleece-Pullover und drölfzig Marathon-Finisher-Shirts dürfen es schon sein. Außerdem: Wenn der Herr an meiner Seite einen Anzug trägt, mag ich das, sehr sogar. Deshalb arbeiteten wir uns gestern unter reger Anteilname sämtlicher grauhaariger Berliner Herrenoberbekleidungsverkäufer durch Mientus, P&C und das gute alte KaDeWe und brachten tatsächlich Beute nach Hause. Der besondere Termin muss also doch nicht in Badehose und Gummistiefeln begangen werden.
Und sonst so? Meinen gestrigen Post habe ich dann nachts schamhaft verborgen. Schwäche zeigen geht ja nicht. Außerdem, wenn die Vermutung naheliegt, die BU-Versicherung wolle sich rausziehen, läge das ja wohl nicht an der Versicherung, sondern an mir. Heute habe ich mir dann im Spiegel selbst den Vogel gezeigt und ihn wieder online gestellt. Auch durchhängen will gelernt sein.