17.08. 2020

Ein heißer Tag mit einem großen Durchhänger, der dummerweise in die Zeit der höchsten Aktivität fiel.
Wir standen früh auf und fuhren nach Greifswald in die Metro.
Das ist im Moment eine kleine Weltreise. Weil unsere Zubringerstraße zur Autobahn immer noch gesperrt ist und die Abfahrt nach Greifswald ebenfalls.
Auf dem Rückweg hatte ich einen Riesenhänger, weil es sehr heiß war und ich nicht richtig gefrühstückt hatte. Ich ruhte mich eine Viertelstunde aus, nachdem wir zurückgekehrt waren und ging an die letzten Dinge vor dem Eintreffen der Gäste – und dann kamen die zwei Stunden zu früh.
Ich begrüßte die Panik, die mich durchschüttelte, ohne daß ich etwas dagegen tun konnte, wie einen alten Bekannten, während ich die Gardinennupsis einfädelte und das Reihband kräuselte, um noch schnell die Gardinen aufzuhängen. Der Graf half, wo er konnte.
Dann wurde es entspannter. Ich machte Kartoffelsalat und bereitete einen Grillabend vor.
Geschafft.

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16.08. 2020

Noch so ein irre heißer Tag, an dem man selbst im sonst kühlen Haus im eigenen Schweiß marinierte.
Ich goß morgens die Rosen, den Kräuterkasten und Tomaten und Kürbisse. Dann hing ich die gewaschenen Vorhänge auf. Ikea behauptet zwar, der Stoff sei 100% Baumwolle, aber wenn er trocken ist, hat er keinen Stand und wenn er feucht ist, ist er steif. Da wird wohl einiges an Viskose drin sein.
Ach, und das Katzenrudel wartete auch schon hungrig auf mein Erscheinen.
Dann ging ich es langsamer an, ging noch mal zum Grafen ins Bett und frühstückte später in Ruhe. Schließlich ist Sonntag.
Gegen 13 Uhr begann ich, die Gästewohnung zu putzen, der Graf war wieder Richtung Hamburg gefahren. Als Putzfrau könnte ich meinen Lebensunterhalt nicht verdienen. Ich bin zu langsam. (Habe ich trotzdem immer mal. Zum ersten Mal mit 14 und als Studentin auch.)
Zwischendurch machte ich mal eine halbe Stunde Pause und ging zur Nachbarin, einen Eimer zurück bringen und die kleinen Kätzchen ansehen. (Zwei sind schon abgeholt, die drei anderen waren grade im Freßkoma und träumten vor sich hin.)
Dann putzte ich noch die Fensterscheiben von außen und wischte die Dielen und den oberen Flur feucht. Da ich grade so gut im Schwung war, machte ich noch unser Bad sauber.
Um acht Uhr war ich fertig und mit Duschen, Haare waschen, Essen aufwärmen und Aperol Spritz mixen kam ich pünktlich zum Sonnenuntergang auf die Terrasse.
Der Graf kam, als es dunkel wurde und brachte einen neuen Rasenmäher mit. Beim alten konnte er letzte Woche nur noch den Heldentod an der Schwerarbeiterfront feststellen.
Er bekam noch eine Schüssel Pommes wir saßen noch etwas draußen, bevor es zu kühl wurde.
Der erste Hirsch röhrte weit hinten im Sumpf (der eigentlich ein Moor ist). Ein Zeichen, daß der Sommer langsam zu Ende geht.

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15.08. 2020

Es war wieder fürchterlich heiß. Die Tomaten bekamen erstmals am Morgen Wasser.
Wir fuhren morgens auf die andere Seite vom Sumpf, Deko und Nettigkeiten für die Gästewohnung besorgen. Der Graf findet es etwas kahl. Ich finde, es sieht klar und aufgeräumt aus. Solange es Kerzen und Kissen und Decken auf Sofa und Sessel gibt, fehlt mir nichts.
Dann machte ich die Vorhänge fertig und packte eine gerade angelieferte große Flasche 4711 aus. Die Wärme verlangt nach Kölnisch Wasser.
Dann fuhren wir nach drei Dörfer weiter und saßen plaudernd im Garten, bis es kühl und dunkel wurde.

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14.08. 2020

Wieder ein irre heißer Tag.
Der Graf hatte was zu erledigen und fuhr früh vom Hof.
Ich wollte noch etwas entspannt im Bett rumliegen und nach Dekokram recherchieren.
Entspannt im Bett liegen bekommt mir nicht. Ich stand auf und hatte Rückenschmerzen aus der Hölle. Schmerzmittel brachten mich über den Tag. ES wurde besser, wenn ich mich bewegte, aber ausgerechnet heute begann der Tag mit vier Stunden rumsitzen und Nähte auftrennen unter Katzenassistenz.
Dann bügelte ich die Säume in die Vorhänge und wechselte die Baustelle.
Ich putzte in der Gästewohnung dreieinhalb Fenster bis auf die Scheiben außen, die morgen noch poliert werden.
Dann duschte ich schnell und schmierte dem Grafen ein Brötchen. Er hatte mehrmals im Stau gestanden und war sicher hungrig.
Um sieben Uhr abends kam der Graf dann zurück. Das, was er wollte, hat er leider nicht bekommen.
Ich stieg mit ins Auto und wir fuhren bis kurz vor Stralsund, einen Gasgrill kaufen, nichts besonderes, aber fast nicht benutzt.
Auf dem Rückweg drehten wir noch eine Runde im Rewe in Grimmen und zu Hause servierte ich dann Matjes mit Bratkartoffeln bzw. Pommes.
Der Kater schnürte ständig um uns herum. Mimi war unterwegs und zeigte sich nicht. Diese Konstellation ist sehr ungewöhnlich.
Wir saßen auf der Terrasse, der Abend war sehr mild und es war sternenklar. Ich war nur so unglaublich müde.

(Damit ich mich daran erinnere: Nach einigen Wochen Geruchsblindheit wegen heftiger Pollenallergie fange ich wieder an zu riechen. Zunächst nur fragmentarisch. Es blitzt Geruch auf, aber zu kurz und zu unvollständig, als daß ich ihn klassifizieren könnte. Ich hoffe, das wird wieder.)

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