Friseurtermin um 11.
Outfit funktioniert.
Make up ist klar.
Kein Streß droht für heute Abend.
Ich mag nicht.
Da ich schlecht ein leeres Kleid losschicken kann, wäre eine Zweitbesetzung ein guter Gedanke.
Friseurtermin um 11.
Outfit funktioniert.
Make up ist klar.
Kein Streß droht für heute Abend.
Ich mag nicht.
Da ich schlecht ein leeres Kleid losschicken kann, wäre eine Zweitbesetzung ein guter Gedanke.
Nix 4 Wochen Urlaub, nix Indian Summer und wandern auf dem Appalache Trail. In Deutschland ruft der Ernst des Lebens.
Und ich muß jetzt dringend die Bettwäsche wechseln, weil ich das doch schon längst getan haben wollte und der Kühlschrank ist auch leer.
*umschalt auf sturmfreivorbei*
Ich bin fasziniert davon, was am Ende dieses als langweilig gescholtenen Wahlkampfes passiert.
Angela Merkel steht vor den Fernsehkameras und wedelt impulsiv mit den Armen (Ellbogen natürlich wie immer am Körper), sie lächelt sogar.
Und dann kommt Super-Guido. Der, der schon zwei Mal vor den Augen der ganzen Nation am Zaun rüttelte und schrie: „Ich will hier rein.“ Der auch im siebten Jahr und im dritten Versuch auf der Außenseiterposition knapp hätte scheitern können. Er ist von Kopf bis Fuß Triumph, er platzt fast vor Freude und Energie. Endlich regieren!
Alle alle alle Visionen verwirklichen!
Der Mann ist in seinem Redesermon nicht zu unterbrechen, zwei Mal muß die Kanzlerin reingehen, bis er mitbekommt, daß gerade seine Chefin spricht und er jetzt anstandshalber mal die Klappe zu halten hätte.
In diesen drei Minuten hatten wir die Dynamik der zukünftigen Koalition in der Nußschale.
Merkel wird sich noch sehr nach der bräsigen SPD und ihren Akteuren zurücksehnen, nach Steinmeiers kooperativem Phlegma, Becks Neigung, bullerig Eigentore zu schießen und einem Müntefering, der durch junge Liebe altersmilde geworden ist.
Westerwelle scheint übermotiviert und die Kraftverteilung in der zukünftigen Koalition arbeitet ihm auch noch zu. Daß diese Stimmen, die die FDP zu diesem Wahlergebnis katapultierten, vor allem die SPD an der Macht hindern sollten, ist in der Politikpraxis nicht maßgeblich.
Merkel hat vier Jahre Schwerstarbeit hinter sich, das sieht man ihr auch an. ob sie dem, was sie jetzt erwartet, gewachsen ist, darauf bin ich sehr gespannt.
Schon einmal konnte ich beobachten, was passiert, wenn der dominante Partner einer dysfunktionalen Ehe plötzlich hilfsbedürftig wird.
Nämlich nichts. Das ewig unterlegene Opfer, das nie entschlossen aus dieser Rolle herausgetreten ist, verweigert Hilfe und Aktivität zwar nicht offen, aber es zieht sich erstmal zurück und genießt die Ruhe. „Vierzig Kilometer bis ins Krankenhaus fahren? Ich hab zu viel zu tun. Außerdem fahre ich nicht so gern Auto.“
Jetzt sehe ich es zum zweiten Mal. Der Mann im Krankenhaus, die Blutsverwandtschaft in heller Aufregung, die Ehefrau so gut wie nicht greifbar. Schwierigkeiten mit dem Handy, der Telefonanlage…