Und sonst so?

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Google sagt, daß meine üblen Kopf- und Magenschmerzen definitiv nicht von zu viel Spargel herrühren. Ach Seelchen.
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Trotzdem, Entspannungsstufe: azurblau. Mit einem Lächeln.
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Ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Mein Körper bequemt sich immer noch nicht, weniger zu bunkern und mehr Aktivität zu mögen.
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Auf Sardinien ist es kalt, nix mit Walle-Walle-Sommerkleidern. Preßwurst in Fleece, der vor 3 Jahren noch sehr locker saß. Hat aber den Vorteil, daß ich mich nicht im Bikini blamieren muß.
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Am Donnerstag sitze ich im Flieger, wenn mir nicht der Vulkan dazwischenspuckt.
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Zwischenzeitlich randalieren die Vögel das Bad dreckig. Sie picken in der Dachbegrünung nach Würmchen und schmeißen ganze Fladen Erde mit Spinnen und Ameisen durch einen winzigen Spalt in der Dachluke. Wenn ich Glück habe, landen sie in der Badewanne. Die ersten Ameisen haben es aber auch schon in meinen Bademantel geschafft.

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Was macht die da eigentlich?

Herrschaften, dieser Beitrag sollte mit einer Menge Bildern garniert sein. Die werden auch nachgereicht. Derzeit schlafen sie ruhig auf dem Festspeicher der HeMan’schen Kleinkamera (schnarchen Bilder statt z-z-z viellleicht 0-1-0-1?) und ich finde die passende Strippe nicht, um sie aus der Kamera herauszuholen.
Die wochenlange Sanierung einer eigentlich ganz manierlich aussehenden 1-Zimmer-Aufbauprogramm-Kriegswitwenwohnung neigt sich dem Ende zu. Zwischendurch sah sie aus, als wollte ich sie abreißen. Nun hat der größte Teil der Wände eine aparte schneeweiße, bauphysiologisch angenehme Spachtelschicht. Außer an den Stellen, wo ich noch üben mußte, da muß ich noch eine Buckelpiste begradigen und wo die Makulatur durchschlug, die sich im Untergrund festgesaugt hatte, da gab es gelbe Flecken. In Anbetracht dessen, daß 4,80 m davon noch mit pigmentiertem Stucco, Seife und Wachs versehen werden* und ich den Rest ganz unprätentiös mit Leimfarbe überstreichen will, ist der weiße Spachtel wirklich Perlen vor die Säue.
Aber ich habe es einfach nicht hingekriegt, einen Sack Quarzsand und einen Sack Kalk in die Mitte des Zimmers zu legen und selbst anzumischen, das war to much Baustelle.
Das Bad ist über den pipigelben Einheitsfliesen spinelltürkis, das gibt fast ein bißchen Strandfeeling. Über den Bauarbeiten hat sich der eigentlich kaum beutzte Einhebelmischer an Waschbecken verabschiedet und tropft genasu an dieser fiesen Stelle, die sich tief unten im Waschbecken befindet. Da ich derzeit nur mit einem IKEA-Werkzeug-Set ausgestattet bin, meine kleine Werkstatt ist noch eingelagert, drehe ich einfach den Haupthahn ab, wenn ich gehe. Das fehlte noch, jetzt einen Wasserschaden beim Mieter unter mit regulieren zu müssen.
Vorsichtig geschätzt werde ich Ende Juni die Möbel und meinen Schreibtisch reistellen. Es gilt auch noch das Kunsttück zu vollbringen, meinen zweitürigen Kühlschrank in die 2,5 qm-Küche zu integrieren (wahrscheinlich paßt er nicht einmal durch die Tür), damit die Drinks kühl serviert werden können. Außerdem stehen schon ein Anzündkamin für Grillkohle und Buchenholzbriketts mit dem Aufkleber „Schneller, heißer, länger“ bereit.

*rund ums Bett gibt es pompeijanische Wände. Honi soit, qui mal y pense.

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Das Leben ist Logistik

DHL kommt heute mit einer Nachnahmesendung. Der Wagen arbeitet sich schon irgendwo durchs Viertel.
Den UPS-Mann für morgen, der mir die neue Mighty Mouse bringt und die alte sofort wieder mitnimmt, konnte ich Gott sei Dank auf die Baustelle umleiten.
Dann muß ich ein paar Kleinigkeiten für morgen kaufen. Schinken, Butter Milch, eine Flasche Wein, denn ich bekomme Besuch zum Spargel essen.
Dann brauche ich noch ein paar Großigkeiten: Noch einen Sack Feinputzmörtel, Kalkglätte und Marseiller Seife. Zum Postfach muß ich auch noch gehen und danach der Apotheke das Rezept für das schon vor Tagen erhaltene Medikament reinreichen.
Doch eigentlich will ich schon seit zwei Stunden auf der Leiter stehen, denn morgen ist Feiertag und ich weiß nicht, ob die Nachbarn Spachtelarbeiten am Feiertag goutieren. Zudem ist jeder Tag mit einem Abendtermin garniert, an dem ich koche bzw. Kuchen vorbereite.
Fazit: Wenn laut Hausordnung oder Tagesablauf Bauarbeiten möglich sind, muß ich andere Sachen erledigen (jetzt mal von Büroarbeit ganz zu schweigen).
Ich sollte mich klonen.

Und dann waren es drei

nein, eigentlich vier, die sich meiner annahmen.
Mal in meinen Kartoffelkeller hinabstiegen, hineinleuchteten und sagten: „Puh! Das sieht ja gräßlich aus. Aber sooo viele Zentner Kartoffeln brauchts garnicht.“
Ich hock bedrippst da, weil ich die ganzen Jahre meinte, ein ziemlich guter Bauer zu sein, nur das mit den Kartoffeln lief immer Scheiße. Zuletzt habe ich mich schon gar nicht mehr in den Keller getraut.
Die vier räumen jetzt meinen Kartoffelkeller auf und sortieren den Anbau neu. So groß wie nötig, damit es für den Eintopf reicht, mehr nicht. Meine Erleichterung kennt keine Grenzen.
Und ich werde mal nach den Hühnern schauen…

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