„Irgendwann möchte ich auch Kinder“
TW: Realität. In vielen Fällen. Nicht nett.
Und auf niemanden bezogen, keine Nonmention, das geht mir schon ewig im Kopf rum.
- Frauen sind auch ohne Kinder glücklich.
- Kinder beamen frau in eine andere Galaxis. Genau wie das Kind bei der Geburt in eine andere Welt rutscht, ist die Mutter danach in einer anderen Welt, wenn sie die Rolle als Mutter annimmt. Auch wenn frau phasenweise da wieder raus will.
- Natürlich können Mütter Kinder bei anderen Menschen lassen. Väter tun das doch auch.
- Menschen verändern sich mit akzeptierter Elternschaft. Ich finde, in den meisten Fällen zu ihrem Vorteil. Sie rutschen aus dem Zentrum ihres kleinen Universums in die Verantwortung für ein größer gewordenes Universum. Das macht reif und kompetent.
- Eltern wachsen mit den Aufgaben. Ein Kind ist kein Atomkraftwerk.
- Mit Anfang 30 ist es sicher ok., den Kinderwunsch noch aufzuschieben, einen Plan davon zu haben, ist trotzdem nicht verkehrt. Das ist nicht mehr das Alter für „irgendwann“. Dafür ist das Kinderbekommen von zu vielen Faktoren abhängig, die mittlerweile die Entscheidung für ein Kind bestimmen.
- „Ab 35 muss frau jeden Eisprung nutzen.“ Sagte der Arzt einer Freundin. Ich fürchte, er hat recht.
- Wechseljahre, Pflege der Eltern und Pubertät der Kinder zugleich ist schlechtes Timing.
- Wenn er sagt „Ich möchte jetzt noch nicht“ bedeutet das für eine Frau in den 30ern auch „Gegebenenfalls mit einer anderen, wenn ich Lust darauf habe und der Zug bei dir abgefahren ist.“ Das konsequenzenlos zu akzeptieren, kann für die Frau in den 30ern sehr unangenehm werden.
- Es ist verdammt unsexy, als Mann von einer Frau Ende 30 nach ein paar Wochen Bekanntschaft die Pistole umgehende Kinderzeugung auf die Brust gesetzt zu bekommen. So als letzte Gelegenheit.
- Es ist auch unsexy, von der ewigen Pubertät in die Midlifecrisis zu fallen und plötzlich bei jüngeren Frauen den Starbefruchter zu machen. Welches Kind möchte gleich nach dem Studium den Vater pflegen?
- Keine Frau ist gezwungen, aktiv zu verhüten, wenn sie eigentlich ein Kind möchte. Wenn ihr Bettgefährte das anders sieht, liegt die Verhütung in seinem Verantwortungsbereich. Sex und Zeugung hängen nun einmal zusammen, auch wenn das gern ignoriert wird.
- Das Gedöns um Social Freezing und das damit erweckte Gefühl, mindestens 15 Jahre gewonnen zu haben, ist meiner Meinung nach blauäugig.
- Ich habe in meiner Umgebung mehr jahrelange Tragödien um spätes Kindermachen erlebt als coole und entspannte späte Eltern. Das war selten allein abhängig vom Vorhandensein einer intakten Eizelle.
- Mit Mitte 30 ist nicht nur die Fruchtbarkeit auf dem absteigenden Ast, sondern auch andere körperliche Voraussetzungen für das Kinderkriegen. Ich hätte mit 37 nicht mehr ohne Gefahr schwanger werden können, mit 40 1/2 war es ganz vorbei. Bei vielen Freundinnen war das auch so.
- Fruchtbarkeitsbehandlungen können sehr teuer werden. Frau sollte nach Abzahlung von Studienkredit und Bafög unbedingt Geld im Wert eines Kleinwagens dafür zurücklegen.
- Mit 40 geht im Beruf der Run auf die oberen Sprossen der Karriereleiter los. Auch keine Zeit, um mit Riesenaufwand schwanger zu werden.
- Wir kaufen bio und versuchen gesund und natürlich zu leben, gehen aber per Fruchtbarkeitsmedizin auf einen medikamentösen Hormonparforceritt. Wie geht das zusammen?
- Machen wir uns nichts vor. Eizellspenden und Leihmutterschaft sind eine neue Form der Ausbeutung von Frauen in armen Ländern.
- Edit: Zwischen Ende 20 und Anfang 30 Kinder zu bekommen, bedeutet in 80% der Fälle weniger Party und kopfloses rumhühnern, mehr nicht. Das lässt sich 20 Jahre später nachholen.
- Die Verantwortung für das Kinderbekommen zur rechten Zeit kann nicht allein bei den Frauen liegen.