01.08. 2019

Der Tag war traurig.
Weil Tochter und Enkelkind eher nach Hause fuhren, denn der Inhalator und die Medikamente standen zu Hause (man kann ja nicht den ganzen Hausrat mitnehmen) und in der kleinen Lunge raschelte es.
Weil mein Vater heute vor einem Jahr gestorben ist. Weil wir ihn haben sterben lassen. So richtig wohl ist mir bei der Erinnerung daran immer noch nicht. Warum müssen Angehörige über Leben und Tod entscheiden? Warum müssen Ärzte immer weitermachen, bis so ein Körper nur noch mit Ersatzfunktionen lebt, die Seele von der Vorhölle Intensivstation schwerst traumatisiert ist und das Hirn im Trommelfeuer der Reserveantibiotika nur noch leise lallt?
Das wird hängen bleiben. Als Schuld, aber auch als Verdienst, die Würde eines Menschen gegen das „alles ist möglich“ verteidigt zu haben.

Wir machten noch einmal eine große Runde durchs Dorf mit Besuch bei Pferden, Hühnern, Kühen, Ziegen und Gänsen. Dann ging es zum Zug.
Mittags schlief ich ein Stündchen. Nachmittags wurde gewaschen und geräumt.
Ich durfte bei der Nachbarin Bohnen pflücken und bekam dazu noch Gurken, Rote Bete und eine Riesenzucchini. Dann putzte ich ziemlich intensiv, denn morgen kommen Gäste.

Gegen halb 10 war endlich Schluß, der Graf hatte essen gemacht. Jetzt wird geschlafen.

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31.07. 2019

Ein Tag zwischen Regen und Sonnenschein.
Nach dem Frühstück erstmal eine Matratze mit Zubehör ausgewählt. Dann mit dem Grafen die Werkstatt-Mansarde leergeräumt. Das war jetzt nicht so der Spaß, weil da uralter Kram lag und dazu noch der Dreck von 15 Jahren Sägen und Fliesen zurechtschneiden. Ungefähr 10 Balkenstücke runtergebracht, die irgendwo aus dem Fachwerk gesägt wurden.
Ein Drittel ist noch drin, wenn das erledigt ist, mache ich drei Kreuze.
Vom Enkelkind nicht viel gehabt, weil dreckig wie ein Schwein. (Also ich)Abends gab es Gewitter. Sehr müde.

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30.07. 2019

Familienfrühstück, dann einkaufen und Rasenmäherkanister auftanken gefahren.
Bohnen, Zucchini und Kartoffeln auf dem Backblech gemacht, dazu Buletten gebraten.
Der Graf mähte den Rasen, der Nachbar half, ihn aufzuharken.
Nachmittags mit dem kleinen roten Katzenmädchen zum Tierarzt gefahren zum Impfen. Sie zieht am Wochenende zu meinem Bruder um.
In einer der Linden in der Senke saß ein herumziehendes Bienenvolk. Es war irritierend, denn der Krach war so laut, als würde der Baum wieder blühen.
Den ganzen Tag gab es feinen Regen, abends dann einen kräftigen Guß.

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29.07. 2019

Morgens: Zwei Leuten Frühstück gemacht.
Vormittags drei Maschinen Wäsche, dreckstaubend mehrere Vogelnester aus der hinteren Dachrinne gepult und das große Rosenspalier beschnitten. Mausefallen weggeräumt wegen neugieriger Kinderfinger.
Mittags: Geduscht, Haare gewaschen, Gästezimmer und -bad fertiggemacht.
Nachmittags: Mit dem Grafen nach Grimmen gefahren, Kind und Enkelkind vom Zug abgeholt. Mit dem Enkelkind eine Runde durchs Dorf gemacht, Katzen, Schafe und Hühner begrüßt, die Kühe vermißt. Eis vom Eiswagen geholt und auf der Eingangstreppe sitzend aufgeschleckt.
Abends: Abendbrot gegessen, das Enkelkind gebadet, ein selbst ausgedachtes Zahnputzlied gesungen. Kurz nach 20 Uhr mit dem Enkelkind eingeschlafen. Mücke im Zimmer. Natürlich.
Um Mitternacht ein Viertelstündchen wach, jetzt weiterschlafen.

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