Der erstmal letzte warme Sonnentag für die nächste Zeit.
Wäsche gewaschen und aufgehängt. Mit dem Grafen in Scheune und Stall stundenlang intensiv geräumt. Eklig, weil voller Schwalbendreck und altem Stroh.
Dann lange geduscht und ausgeruht.
Es tut sich etwas. Die Erdarbeiten für das Breitbandkabel haben begonnen.
11.08. 2019
Ein schöner Spätsommersonntag. Mein Immunsystem hatte sich wieder beruhigt, ich durfte raus.
Ich stand früh auf, um ein Auge auf die Gäste zu haben und bastelte an den Vorhängen weiter. Aber keiner brauchte etwas, bis auf den Umstand, daß ich die Frau mit Baby zum Nachbargrundstück führte. Am späten Vormittag waren fünf von sieben Leuten abgereist.
Ich frühstückte lange und wusch den ersten Schwung Bettwäsche, bei dem Wind und der Sonne könnte man dabei stehenbleiben wie sie trocknet. In ein paar Tagen wird sich das Wetter ändern, da sollte die Wäsche abgearbeitet sein.
Mittags versuchte ich eine kleine Siesta, aber wir hatten, weil uns Ringe zum Aufhängen fehlten, kurzerhand unsere Gardinenstange mitsamt Vorhängen in ein Gästezimmer gehängt, deshalb war es im Schlafzimmer zu hell und zu heiß.
Das Kind sendete uns einen Schrank, den sie auf ebk entdeckt hatte und der war dann auch fix unserer.
Später ging ich mit einem Kürbis zu den Nachbarn und kam mit Gurken zurück.
Der Graf war inzwischen nach Berlin aufgebrochen.
Ich schnitt die diesjährigen Brombeerranken am Zaun vom Obstgarten zurück und zog übermannshohe Brennnesseln heraus, damit ich an die reifen Brombeeren komme. Verfressenheit ist eine gute Triebkraft für solche Arbeit. – Und Lederhandschuhe mit langen Stulpen, die ich mir letztens gegönnt hatte.
Am frühen Abend machte ich mir Schmorgurken mit Pellkartoffeln und trank zwei Gläser Wein zum Essen. Zusammen mit etwas Eierlikör auf dem Eis zum Dessert hatte ich dann einen kleinen sitzen.
Ich blieb noch eine ganze Weile auf der Terrasse. Es war so still, warm und friedlich. Das Käuzchen flog irgendwann zur Arbeit in den Park. Es kommt immer bei einem bestimmten Grad von Dämmerung. Als die Mücken zu aufdringlich wurden, ging ich in die Badewanne. Wenn man abends die Füße nicht mehr richtig sauber bekommt, ist mal die große Fellpflege fällig.
Und jetzt ist Zeit fürs Bett. Ich bin vom Wochenende so erholt, dass ich noch garnicht müde bin. Das ist selten, aber gut.
10.08. 2019
Ein schöner warmer Tag. Aber mein Immunsystem war in Kriegslaune. ich hatte nach der Aktion mit dem Schlegelmulcher so viele Beifußpollen intus und abends noch eine stark knoblauchhaltige Marinade gegessen (Hallo Kreuzreaktion!), daß ich keine zehn Minuten draußen sein konnte, ohne daß es wieder losging mit Niesen, Augentränen, kribbelnder Haut und pfeifenden Bronchien.
Also blieb ich drin, abgesehen davon, dass ich mit der Freundin von ein Dorf weiter Opernkarten in noch ein Dorf weiter kaufte (Jaha! Mir ham hier Kunst!) und Wäsche aufhing.
Ich arbeitete an der Nähmaschine. Zwei lädierte Arbeitshosen waren zu reparieren, eine davon in eine kurze Hose zu verwandeln. Und die 8 Vorhänge waren noch nicht fertig. Pro bahn 4,40 Laufmeter einfach umgenäht und 3,60 m Laufmeter auf Maß gesäumt. Ganz zum Schluß brauchen sie noch 16 Meter Bindeband. Aber diese Arbeit zieht sich noch.
Zwischendurch gab es Zeit für ein halbstündiges Nickerchen, dann ging es weiter. Gäste trudelten auch noch ein.
Abends fuhren wir unter wunderschön dramatischem Himmel zum Einkauf nach Grimmen und auf dem Rückweg sollten wir bei den Freunden von ein Dorf weiter Überhangkürbis abholen. Wer einen Haufen Pferdemist hat, kann mit einer Kürbislawine rechnen.
Wir haben dann mal eine Kiste mit 10 Hokkaido-Kürbissen im Saal stehen…
09.08. 2019
Eigentlich wollte ich darüber schreiben, daß das Internet wieder besser funktioniert. Aber selbst jetzt, mitten in der Nacht, lahmt das Netz.
Dabei hatte jemand, der ebenfalls fürs Onlinebanking zwischen Netz für die mTan und wlan im Haus hin- und herspringen mußte, erzählt, er hätte sich beschwert und erfahren, die Telebumm hätte ihre Antennenausrichtung geändert, um einen gewerblichen Kunden zu bevorzugen. Das wollten sie aber wieder beheben und ein paar Tage (2?) war es auch erstaunlich gut.
In Sachen Breitband tut sich zumindest was. Ein Auto von der Telekom fuhr langsam ums Rondell und der Fahrer hatte irgendwelche Pläne auf dem Lenkrad liegen.
Ansonsten heute die drei Gästezimmer endgültig fertig gemacht. Die Küche, das Gästebad und den Flur geputzt.
Dem Freund vom nächsten Dorf beim Plattmachen der Obstwiese mit dem Schlegelmulcher zugesehen. Mit dem Rasenmäher kamen wir nicht mehr durch. Jetzt kommt man wieder an die Brombeersträucher ran, die voller Früchte hängen.
Gegrillt, Gäste empfangen, eine Vorrichtung zur Entkalkung des Warmwasserboilers diskutiert.
Nun endgültig den Entschluss gefasst, auf einen gebrauchten Kleintraktor zu sparen (der kostet leider einiges, Servolenkung sollte er haben).
Nicht mal das WordPress aufrufen ging gestern Nacht. Es wird wirklich Zeit für das Breitbandkabel.