Ein Herbstanfang wie aus dem Bilderbuch. Bis mittags hatte es fast 30 Grad. Dann kamen Wolken und Wind und plötzlich war der Sommer vorbei.
Letztes Jahr war es noch extremer, da begann ein Tag in der dritten Septemberwoche mit über 30 Grad und nachmittags, nach Sturm und Regen, ging das Thermometer bis Ostern nicht mehr über 20 Grad.
Es war trotz Sonntag einiges zu erledigen. Das Holz eines halben Pflaumenbaums mußte weggeräumt werden, das uns die Nachbarn gegeben hatten. Auf der Obstwiese lagen noch Rasenschnitthügel, nunmehr Heu. Es waren noch Pflaumen zum Verarbeiten zu entsteinen.
Am Nachmittag kamen die befreundeten Nachbarn aus dem Dorf zum Tee trinken.
Dann packten wir ein bißchen Kram und fuhren nach Berlin, wo wir hungrig in eine überhitzte Wohnung kamen. Wir gingen noch mal raus zu Rosenburger.
Die Straßen waren voller polnischer, russischer und englischer Touristen. Die Leute bretterten mit EScootern quer über die Straßen.
Es ist ja nur fürs Zimmer fertig machen und eine Nacht.
31.08. 2019
Ende August habe ich selten noch 32 Grad erlebt. Es war erschlagend heiß und außer dass wir noch immer an der Kaffeemaschine herumbastelten, habe ich nicht viel getan. Also ok. Wäsche aufgehängt und Pflaumencrumble gebacken.
Abends fuhren wir zum schwimmen an die Ostsee. Wir kamen, kurz nachdem die Sonne als himbeerfarbener Ball ins Wasser gefallen war, an und schwammen in bläuliches Abendlicht.
Im Meer schwimmen ist bei mir immer wieder problematisch. Jede kleine Unterströmung macht mir Angst. Wie sich Dinge ändern. Vor 16 Jahren bin ich in der Ostsee Mittelstrecke geschwommen.
Wir kamen im Dunkeln zurück und heizten noch den Grill an. Es war einer der wärmsten Abende dieses Sommers. Von links gackerten und riefen Nachbarn, die eine Party feierten und dahinter röhrten rundum die Hirsche.
Ach so, und bei der Autofahrt zum Einkauf habe ich endlich einen Schreiadler relativ nah sehen können. Die scheinen in dieser Senke mit hohen Bäumen, die von Feldern umgeben ist, ihre Nester zu haben.
30.08. 2019
Noch ein warmer Tag, aber die Sonne hat nicht mehr diese Kraft.
Den Übernachtungsgast verabschiedet. Wäsche aufgehängt.
Weil sie tropfte, die Kaffeemaschine auseinander genommen. In die tiefsten Tiefen der Gerätehölle geschaut. Und hätte der Graf nicht ein Spezialwerkzeug gebaut, hätten wir sie nicht mal auseinander bekommen, weil firmeneigenes Schraubenformat.
Innenraum gesäubert. (Wer kommt denn auf die Idee, daß eine seit 8 Jahren klaglos arbeitende Maschine innen so aussieht.)
In der Abendkühle Gras geharkt, bis es zu dunkel wurde.
Bis es zu kalt wurde, auf der Terrasse gesessen, ringsum röhrten die Hirsche.
29.08. 2019
Spät aufgestanden, lange gefrühstückt.
Der Graf mähte dann die Obstwiese, ich harkte Maulwurfshügel platt und sammelte die in den letzten Tagen zahlreich heruntergekommenen Äste auf. Da ich scheinbar nicht ausgelastet war, hackte ich noch einen Stubben kurz und klein. Dann war es schon wieder furchtbar heiß.
Dann pflanzte ich Asternbüsche in die gußeisernen Vasen am Eingang und faßte einen Kugelbuchsbaumbeschluß. Zwei einzelne Buchsbäume gibt es, die müssen nur beschnitten werden.
Der Graf besichtigte mit mir die Gemarkungen und fuhr dann an die Ostsee.
Ich fuhr mit dem Rad zu den Nachbarn ein Dorf weiter und pflückte Pflaumen.
Zurückgekommen, machte ich die letzten Handgriffe am großen Gästezimmer, es war eine Übernachtung angekündigt.
Der Übernachtungsgast kam spät und jetzt ist höchste Schlafenszeit.