Mit Kopfschmerzen aufgewacht. Der Staub in der Lager-Mansarde, aus der wir gestern den Herd holten, ist mir wieder in die Stirnhöhle gezogen. Den ganzen Tag nicht richtig fit gewesen.
Aufgestanden, mit dem Nachbarn Fernseher untergestellt, denn er zieht erstmal nur mit Bettzeug und Koffer um. Es stehen auch schon ein Sofa und eine Waschmaschine bei uns.
Die Katzen gefüttert, der Kater ging erst mal wieder streunen. Die Kleine hat das meiste Futter bekommen. Er kam, kurz bevor wir ins Auto stiegen, noch angerannt und aß due Reste.
Auf nach Berlin zum Dramameeting. Wir sind es so leid. Heute stellten dann die anderen Gesprächspartner die Fragen, die wir schon in Folge 1 stellten und dafür ausgelacht und verhöhnt wurden.
Kurz im Weinladen Wein und Öl gekauft, indisch gegessen und zurück gefahren. Jetzt reicht es erstmal mit rumfahren.
Nachtrag: gestern wurde das Lichtleitkabel durch die Leerrohre gepustet. Die Verkabelung ist fast fertig. Hoffentlich hat die Telebumm ihre Vermittlungsstelle schon eingerichtet.
27.11. 2019
Um 22:30 Uhr sagte ich mir: ich mache mal kurz die Augen zu, bevor ich mir die Zähne putze. Um 3 Uhr wachte ich wieder auf.
Dabei hatte ich nicht viel gemacht an diesem Tag. Mit dem Grafen Sperrmüll geräumt und einen widerlich dreckigen Elektroherd aus dem Obergeschoss nach unten getragen, Holz geholt, ein klein wenig Laub geharkt, die Blumentöpfe des Nachbarn ins Fenster gestellt, ein winziges bißchen geputzt und Nudeln mit Ketchup gemacht und gegessen. Hm. Stand wohl als Ausruhtag im Biorhythmus-Kalender.
Cat-News: Shawn läßt sich nun auch draußen und ohne Futtererwartungsanlass streicheln. Vor der Nachbarin hat er sich sogar auf den Rücken gelegt, sprang aber, erschrocken über sich selbst, sofort wieder auf. Mimi marschierte in die Wohnung vom Nachbarn und fand es super dort. Als sie nach einer Streicheleinheit in Katzendomizil zurückgeschickt wurde, beroch Shawn sie eingehend und leckte ihr dann gründlich das Gesicht ab. Kindheitserinnerungen gehabt. Angelecktes Taschentuch und so.
26.11. 2019
Vom Grafen nach Oranienburg gefahren worden, mit dem Enkelkind Weihnachtsplätzchen gebacken, vom Grafen zurück gefahren worden.
25.11. 2019
Es war den ganz Tag kalt und neblig. Trotzdem habe ich mittags anderthalb Stunden Laub geharkt.
Die Katzen rasten um mich herum, vielleicht bekommen sie von Tempo warme Pfoten. Beim Kater klingt das wie ein sehr kleines Pferd, das angaloppiert kommt. In den drei Wochen, seit er hier ist, hat er sich ordentlich rund gefuttert.
Die Nachbarin kam mit Eiern. Die sind gerade Mangelware, die Hühner sind in der Mauser und legen wenig.
(Ich bin so alt, ich kannte noch die Zeit, in der es im Frühjahr endlich wieder genug Eier im Laden gab, weil die Hühner wieder legten.)
Ich putzte die Küche und hing Wäsche auf. Dann machte ich schnell Eierkuchen, es gab Besuch. Der Nachbar kam auf den Abschied und brachte selbstgebackenen Kuchen mit, er wird diese Woche wegziehen, weil er in der alten Heimat eine Stelle angeboten bekam. Er geht ungern, weil es ihm hier so gefällt und hier lassen ihn auch alle ungern gehen.
Dann beschloss ich, alle weiteren Dinge von der Liste zu streichen und ging in die Badewanne. Danach strickte ich noch etwas.