06.12. 2019

Es wurde den ganzen Tag nicht so richtig hell. Winterschlaf statt Aktivität wäre besser gewesen.
Der Graf blieb im Bett, er ist schrecklich erkältet und es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann ich es habe. Der Luxus eines Zweitbettes ist zwar auch hier vorhanden, würde aber bedeuten, dass man an die andere Seite vom Haus zieht, um der Ansteckung auszuweichen.
Ich sorgte schon einmal für alle Eventualitäten vor, stellte viel Holz in den Saal und heizte den Bullerjan neben dem Gästezimmer.
Des weiteren wusch ich Wäsche, harkte Laub (kein Tag ohne), legte die Hauswand an der Terrasse wieder ein Stück frei und putzte die Küche. Gegen 18 Uhr verließ mich der Elan und ich kochte nur noch Tee und machte mir etwas zu essen.
Der Abend verging mit Stricken und Hörbuch.

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WMDEDGT Dezember 2019

Immer am Monatsfünften fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Ich wurde um 8 von Sonnenschein geweckt und lümmelte noch etwas im Bett herum, weil aufstehen erst einmal 12 bis 14 Grad Raumtemperatur bedeutet.
Als ich mich überwunden hatte, zog ich mir die Arbeitssachen an, ging die Katzen füttern und holte Holz aus dem Lager. Es war wunderbar draußen. Das Gras war noch bereift, aber die Sonne warm.
Ich beeilte mich mit dem Frühstück und ging raus. Ich lud das gestern vom Grafen fertig gebaute Katzenhaus auf einen Wagen und fuhr es zum Seiteneingang. Neben der Treppe hatte ich schon die Blumenrabatte gerodet. (Es war nur Topinambur, ein Wühlmausmagnet.) Steine lagen auch schon bereit.
Ich planierte die Fläche und legte die Steine einigermaßen grade hin. Dann legte ich die weißen Kalksteine des ursprünglichen Belages, die zum Teil durch die Wühlmäuse schon eine Handbreit eingesunken waren, wieder richtig hin.
Die Katzen beschnupperten inzwischen das Haus und lugten mal rein.
Nachdem wir es hingestellt hatten, wurde es besichtigt. Mimi war am späteren Nachmittag eine Stunde drin. Shawn ist wie immer sehr vorsichtig.
Dee Graf hatte inzwischen die Flieder- und Holunderstämme zersägt, die er letztens abgemacht hatte. Ich schichtete nach einer halben Stunde Mittagspause daraus eine Rundmiete.
Als die Sonne weg war, kamen die Katzen wieder rein und ich holte bei den Nachbarn Stroh für die Isolierung des Häuschens.
Ich wollte dann immer drinnen weitermachen, aber im Winter bin ich einfach zu müde. Also heizte ich wieder an uNd aß erst einmal ein paar Stullen.
Nach dem
Duschen strickte ich und bekam freundlicherweise über Twitter Support für unser seit gestern Abend lahmende Internet. Was aber nichts brachte.
Ich kochte dem Grafen Tee, er hatte sich in Berlin in öffentlichen Verkehrsmitteln angesteckt. Am Abend krächzte und schniefte er gar fürchterlich.
Ich strickte noch etwas und hatte dabei ein Hörbuch auf den Ohren viertel vor 12 ging es ins Bett.
Jetzt muss ich sehen, daß ich diesen Blogpost zu Ende bekomme, ich war schon zweimal darüber eingeschlafen. Eine klare Nacht ist draußen, Orion schaut ins Fenster.

Hier sind die anderen Einträge.

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04.12. 2019

Laub geharkt, Brombeergestrüpp verschnitten, Hauswand an der Terrasse freigelegt (jeden Tag ein kleines Stück). Dem Grafen bei der Fertigstellung des Katzenhauses assistiert.
Ich finde es schön. Bin gespannt, ob die Zielgruppe es auch so sieht.
Dem Kater zugesehen, wie er auf vier Meter Höhe auf ziemlich dünnen Kastanienästen balancierte. Als ich ihm den Rücken zudrehte, um doch besser eine Leiter zu holen, muß er irgendwie runtergekommen sein.
Einkaufen gefahren. Den Rückweg über zwei Dörfer weiter genommen, weil die schmale Stichstraße zu uns von sieben Zwanzigtonnern versperrt war, die mit Zuckerrüben vom Feld beladen wurden. Ich hielt das erst für eine optische Täuschung, eine Kette Boote in der tiefen Dunkelheit.
Mit dem Kind wegen eines Vorstellungsgesprächs telefoniert.
Nudeln mit Ketchup warm gemacht, Pizza in den Ofen geschoben.

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03.12. 2019

Ein komischer Tag. Erst war er sonnig und frostig, dann kam Nebel und es wurde sehr kalt und am Abend schlug das Wetter um und die Temperatur stieg um 5 Grad. Was im ersten Stock nicht zu merken ist, weil das feuchte Mansarddach wie ein Kühlaggregat wirkt. Deshalb wurde den ganzen Tag ziemlich viel geheizt.
Der Schornsteinfeger kam und das war wirklich nötig, der kleine Bullerjan rauchte schon manchmal beim Öffnen ins Zimmer. Es gab noch eine Feuerstättenbegehung und ein weiterer Bullerjan wird demnächst angeschlossen.
Der Graf und ich korrigierten ein Schreiben, schauten, was am Katzenhaus noch zu machen war und dann ging ich raus in den inzwischen nebligen Park. Mimi leistete mir nur kurze Zeit Gesellschaft, es war ihr zu kalt. Der Kater hielt länger durch und raste die großen Lebensbäume rauf und runter. Bis auf vier Meter Höhe schafft er es spielend.
Ich ging bald verfroren rein, um Pause zu machen. Im Briefkasten lag ein leerer offener Umschlag, an den Grafen adressiert. Ich fragte ihn verwirrt, warum er ihn denn aufgemacht und wieder zurückgelegt hätte. Hatte er nicht. Der Brief war geöffnet, ausgeräumt und zugestellt worden. Nichts besonderes, ein Kalender. Aber die Zuverlässigkeit der Briefpost hierzulande gehörte bisher zu meinen Glaubenssätzen.
Ich suchte noch etwas nach Wasserrohren unter Gipskarton, an einer Stelle im Gästebad versagt das Gerät völlig und zeigt überall Leitungen an.
Gegen fünf Uhr begann ich zu kochen. Am Samstag hatte mir eine Verkäuferin am Fleischstand beim Aufräumen zugerufen, ob ich denn nicht noch etwas Wild kaufen wolle. Da waren wirklich tolle Sachen in der Auslage, ich nahm ohne Plan ein Stück Hirsch für Steaks.
Das briet ich heute an, legte es für eine Viertelstunde in Alufolie in den Ofen und machte derweil aus dem Bratfond eine Sauce mit Zwiebeln, Wacholder und Rotwein. Da das Fleischstück innen noch sehr blutig war, schnitt ich es in Scheiben, wendete sie in der heißen Pfanne in der Sauce und ließ sie noch etwas im Ofen stehen. Dazu gab es im Ofen geschmorte Karotten und Klöße. Das Fleisch war wirklich ein Gedicht. Ich habe in meinem Leben noch kein Wild zubereitet und auch nie viel gegessen, das ist wiederholenswert.
Abends strickte ich und heute Nacht wird wohl ein gewisser gestreifter Kater im Stall unterkriechen müssen, weil er ohne Nachtmahl abgehauen ist. Die Kleine rannte hinterher und wurde von mir grade noch eingesammelt. Gut, daß der Graf das Katzenhaus heute noch fertig gemacht hatte.

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