Zehn Tage später

# Betr.: Kain no matsuei
Japaner sind machistische, sexbesessene, brutale Kinderf…, auch wenn das als Independent-Film rübergebracht wird. Verdammt gute Bilder und ein Kafka/Murakami-Plot verhindern diese ernüchternde Erkenntnis auch nicht.
# Betr.: Anna M.
Selten so viel Haß auf eine Hauptfigur gehabt. Selten so eine gute Hauptdarstellerin gesehen. Selten so lange mit HeMan über einen Film gestritten.
# Betr.: Dnevnoy Dozor Ein visueller Overkill wie schon vor zwei Jahren bei Notchnoy Dozor.
Entwaffnend offensichtliche und perfekt adaptierte Zitate (Matrix, Herr der Ringe, Minority Report und und und). Charmantes Product-Placement (Toy*ota und jede Menge Gesöff). Schöne und natürliche Frauen. Ein bescheidener und doch charismatischer Held. Und eine Mischung zwischen action und humor, die es zuzletzt bei Indiana Jones gab.
Und was sagt der Regisseur im vorhinein? Denken Sie nicht so viel, sehen Sie sich den Film an und amüsieren Sie sich. Und was sagt der Produzent im nachhinein? Glauben Sie nicht, daß Sie einen in Rußland spielenden Fantasy-Film gesehen haben. Dieser Film ist, was die Verhältnisse in Rußland betrifft, hyperrealistisch. Recht hat er.

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Sonntags-Spaziergang am Wannsee. Gläserne Luft, entsättigtes Himmelblau, kombiniert mit Schwarz und Braun. Alles umfassende Klarheit. Zum ersten Mal können wir miteinander schweigen.

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Woher kommt eigentlich diese Kombi: Mann rasierte Glatze, Frau rot gefärbtes Haar? (gesehen bei fünf Paaren bei ebenjenem Spaziergang) Alles deutet darauf hin, daß sich da zwei auf keinen Fall zu ihrem natürlichen Zustand bekennen wollen.

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Promihippen dizzen auf Berlinale? Im Grunde haben sie alle nur ihren Job gemacht. Die traumhaft angezogenen und gestylten Chinesinnen auf Jobsuche. Frau Ferres im Abendkleid und auf Dauerdiät. Die neue Oliver-Berben-Freundin immer brav bei Männe bei Fuß laufend. Tokio Hotel in vollem Wichs auf jeder Party (waren da lookalikes unterwegs?). Und JLo, gut aussehend, jeden Fuß tief in einem Fettnapf versenkt und bereits den nächsten anpeilend.

absurd

es schneit. und ich nehme das fahrrad, um 5 km durch die stadt zu fahren, weil ich mein auto schonen will.

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Fette Tage

Zehn Gäste. Mindestens sechs Stunden in der Küche gestanden dafür.
Aber ich mag es. Weniger das akkurate Arrangieren von Tischwäsche und Geschirr (es gab zwischendrin auch mal aus lauter Verlegenheit Pappteller), als das Kochen und Braten aus dem Vollen. Natürlich war es wieder zu viel. Wer Tupper tragen konnte, hat heute mittag noch eine Erinnerung an das Festmahl.
Und auch ich nasche heute hin und wieder von den Resten von
Ingwer-Karotten-Suppe
Lauwarmem Linsensalat
Mozarella Caprese
Tafelspitzbraten mit grobem Meerrettich-Apfel-Häcksel
Klarem Kartoffelsalat
Schoko-Mandelkuchen
Käsekuchen
Schwedischer Mandeltorte (als einziges Convinience-Produkt)
und
Roter Grütze mit Vanillesosse

Im Kühlschrank steht noch jede Menge Feldsalat, von mir schlicht vergessen.
Und eine Batterie leerer Weinflaschen dokumentiert, daß HeMan eine sehr gute Wahl getroffen hatte.

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Älter

Der Tag begann gestern bereits zur Mitternacht sehr gut. HeMan stand vor der Tür mit den allerschönsten rosa Blüten der Saison, einem kalten Champagner, einem Kühler, einem Wärmer drumherum, alternativ als Schal benutzbar und … einem neuen, angeblich sehr frauengerechten Korkenzieher. Weil er mit meinem nie zurechtgekommen ist.
Und es war ein Abend mit strahlendem Lachen und auch einigen Tränen. – Warum Tränen, Herrgott?
Heute habe ich mir endlich den Traumkörper geschenkt. Ich muß nur noch regelmäßig in die Muckibude gehen. Eine Konplot-Kette mit Perlen als Trost für die beim Autoeinbruch verlorene. Eines dieser wunderbar schlichten, aber raffinierten schwarzen strenesse blue-Hemden, wie sie auch Frau Strehle herself zu tragen pflegt. Und die vier letzten cherisettes der Saison aus dem italienischen Schokoladen am unteren Ausgang des Lafayette.
Jetzt noch der Rest Champagner, ein ruhiger Abend, viel Schlaf, denn morgen früh um 9 erwartet mich die erste Trainerstunde (hoffentlich ist er hübsch!).
Ein guter Tag.

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