09.05. 2021

Endlich Wärme! Die Natur hat gute Laune und der Kater hat auch wieder strahlende Augen.
Die kleinen Raben hinten im Park passen fast nicht mehr ins Nest und spektakeln, die Schwalben sind wieder zurück, nachdem sie der Sturm noch einmal weggetragen hatte, die Birnbäume sind aufgeblüht, die Magnolie wagt sich auch hervor und die Wiesen stehen voller Löwenzahn.
Ich machte heute nichts außer Hobbygärtnern. Das Gemüse einpflanzen – viel ist es ja nicht, Zwergrosen in die gußeisernen Vasen vorm Haus setzen. Und bevor ich alle anderen Stauden pflanzen konnte, mußte ich erst einmal das Beet weiter jäten.
Der Graf war mit Tischlerarbeiten beschäftigt.
Nachmittags gab es Kuchen, am frühen Abend Sekt mit Waldmeisterund Zitrone, abends kochte ich noch und dann war der Tag schon vorbei.
Was bin ich müde.

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07.05. 2021

Es ist immer noch kalt und auch heute gab es ein paar Minuten Eisregen.
Wie räumten den Saal auf und holten die Sachen aus der Fewo1, die eigentlich in die Treppenkammer gehörten.
Das war auch viel zu sichten und sortieren Werkzeugs und Material, das aus der Gartenlaube vom Kind kam. Es gehörte einem pensionierten Fliesenleger, der alles aufgehoben hatte. Die eine oder andere Kleinigkeit hat uns schon sehr weitergeholfen. Der Graf hat sein eigenes System von beschrifteten Eurobehältern, die zu einer großen Wand gestapelt werden.
Die Katzen kamen durch die offene Seitentür rein und waren so mittel amüsiert, daß ihr Abenteuerschlafplatz aufgeräumt wurde.
Wir leerten viele Kartons, legten sie zusammen und warfen sie in den Müll. Stummes Entsetzen in Katzenaugen. Kartons! Wegwerfen!
Wir hörten relativ früh auf und ich duschte und kochte. Nach dem Essen schlief ich im Sessel ein. Der Graf weckte mich, weil wir noch kurz vor Ladenschluss einkaufen wollten.
Auf dem Weg zur Autobahn sahen wir eine riesige rabenschwarze Regenwolke, die sich übers Land wälzte. Als wir im Supermarkt waren, kam der Himmel runter.
Wir fuhren im Regenguß zurück, in Bassendorf hatte es schon aufgehört, in den Lebensbäumen bettelte der kleine Kauz jetzt richtig laut um Futter. (Die Tagschicht haben die kleinen Raben – nicht Krähen – in dem Nest hinten im Park. Sobald und solange es hell ist, machen sie ungeheuer laut Randale.) Ich räumte nur noch ein bißchen, brachte den Ofen wieder in Gang und der Restabend fand im Sessel statt.

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06.05. 2021

Heute stürmte es noch einmal bis zum frühen Nachmittag, aber es regnete nicht mehr.
Ich putzte drinnen ein Gaskochfeld, so richtig gründlich mit Auseinanderschrauben. Das dauerte einige Zeit.
Nachmittags, als die Sonne schien, schaute ich im Park nach den neu eingesetzten Pflanzen. Nebenher markierte ich ein paar Hasenglöckchen mit Holzpflöcken, denn das Gras wächst schon ganz gut, so langsam ist es Zeit zum Rasenmähen.
Die Katzen sind etwas unterschmust, Mimi klebte mir intensiv an den Hacken. Shawn ist grade wieder etwas unpässlich. Entweder, weil er unmögliche Sachen frißt und sich nachts rumtreibt oder weil er doch die Krankheit seiner Brüder hat, an der sie gestorben sind. Dann hätte er wieder einen Schub. Er ist ernst und etwas spitz ums Schnäuzchen und seine Augen sind klein. Außerdem schläft er viel und ist nicht ganz so fit wie sonst. Was heißt, er rennt nur, wenn es etwas zu futtern gibt und mag nicht mit Mimi spielen. Das Fell glänzt aber wie sonst auch. Ich muß mit ihm zum Tierarzt fahren.
Abends kochte ich mit Hähnchenbrust, Auberginen, Hummus und Granatapfelkernen.
Der Rest des Abends bestand aus Strickpullover und Ofensitzen.

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