Glam wollte Fotos

Leider hat der Silikonvorrat nicht für weitere Bauarbeiten gereicht. Sonst würde mich der Bäcker morgen Melonie nennen…
Archiv des Monats: April 2007
Spin off
Bevor ich Lady BSC das blog mit Kommentaren zuschreibe, übernehme ich den Diskurs.
Bloggerlesungen. Ich rede wieder mal spekulativ über Sachen, die ich nicht kenne. (Hab auch mal mit 19 einen Roman geschrieben, der in Beirut spielte, da war ich bis heute noch nicht.)
Ist bloggen Literatur? Wenns gedruckt ist, kommt es allemal ein bißchen komisch daher. Zu persönlich, zu instant.
Als es anfing, hielt ich es für den Beginn einer neuen oralen Kultur. Schriftlich zwar aber wie gesprochen. Unglaublich flüchtig. – Links, die älter als ein Jahr sind, sind oft verschüttet. Persönliche Erlebnisse, bei deren Beschreibung alle Beteiligtenbeten, nicht identifiziert zu werden. Da ist Billers Esra ein Scheiß dagegen.
(Mal ganz am Rande, ich habe mir eines der letzten Exemplare gekauft. Und, Herr Biller, ich hätte es auch nicht gern, wenn ein verschmähter Liebhaber darüber schreibt, daß ich ihm meinen Hintern unter der Dusche angeboten habe. Noch dazu, wenn ich mit allen Angaben versehen mit drei Googleclicks zu identifizieren wäre.)
Eine Momentaufnahme der „urbanen Penner“, der von der New Economy freigesetzten Boheme, die auf diese billige Weise ihr Potential verwirklicht?
Der Reiz persönlichster Momente, Menschen, die sonst nie Öffentlichkeit suchen würden/bekämen. Profis jenseits des Berufes, Nichtprofis oder Schreiber, die das Profitum auf verschiedene Weise vermeiden.(Ich setze jetzt keine Links, jeder, der täglich liest, weiß, was gemeint ist.)
Und das mit der Schnellfickerei. Eine Begegnung zwischen Tür und Angel ist verdammt heiß. Aber wer mag ein Buch, in dem jedes Kapitel mit „ich drückte sie gegen die Wand, sie wurde weich in meinen Armen und wehrte sich nicht mehr“ beginnt?
Mitunter führen solche Sachen zur Ehe. Mitunter führt Schreiben zu gedruckten Büchern. Nur was bedeutet das alles? Ehe wie bedrucktes Papier. Ist Dauerhaftigkeit per se gut? Das fragt sich jeder, der das Bücherregal des Erbonkels ausräumen muß und die nach Staub riechenden Bände weder zu sich nach Hause nehmen noch wegwerfen will.
Und jetzt hab ich den Faden verloren…
Nee
Die Telefone schweigen, keine Mails nirgends. Ich haue ab. In den Biergarten.
Der Tag des kosmischen Orgasmus
Gestern nacht. HeMan und ich versuchen, auf der 1,40-Matratze zu schlafen, weil die 2,00-Matratze mittlerweile uns beiden Rückenschmerzen macht. Kein leichtes Unterfangen, wir kullern immer beide in der Mitte zusammen, weil sie durchhängt.
Ich kann mich mit meinen 60 Kilo irgendwann am linken Rand stabilisieren. HeMan mit seinen 20 Kilo mehr muß dafür ein Bein raushängen lassen. Wenn er einschläft und es reinnimmt, liegt er sofort wieder in der Mitte.
Ich schlafe schnell ein und werde immer wieder von lautem sexuellen Rambazamba irgendwo zwei Stockwerke über mir wach. Aha, die Live-Sex-Saison hat begonnen, in meiner Wohnanlage stehen wieder die Balkontüren offen.
So richtig ist es nicht entschieden, ob es der Lady Spaß macht, oder ob sie grade geschlachtet wird. Ausdauer hat sie (bzw. ihr Sozius) auf jeden Fall, erst nach zwei Stunden war endgültig Ruhe.
Und: Sie hat eine unangenehme Stimmlage. Letzten Sommer gab es eine Nacht, in der sie unter lautem Schreien und Weinen mehrfach vergewaltigt wurde. Es klang allerdings so theatral, daß keiner der drumherumwohnenden unfreiwilligen Zuhörer die Polizei rief… Man sollte solche Rollenspiele nicht stören, die Polizei hat ernsthaftere Aufgaben, als Hobbypeitscher zu kontrollieren.
Heute morgen schrie sie dann wieder. Diesmal schrie er zurück. Der Streit dauerte gut eine Stunde.