Mal eben neue Musik aufs iPhone schieben…
Hey, da blinkt schon wieder die Aufforderung zum Firmwareupdate!
…recherchier…recherier…das wird schon gut gehen…
Firmwareupdate auf 2.0.
Telefon einschalten.
Nix geht mehr. Absolut nichts. Ich hatte die Hoffnung, hinterher im schlimmsten Fall einen iPod touch zu besitzen.
Sehr viel Google.
Ah, das mit der Firmware kann man schon irgendwie lösen. Aber nur mit Mac OS. Waaaah! Ein Königreich für einen Mac in meiner Reichweite! (Ich bin grad in C-Burg.)
Mit einem Bekannten für morgen früh in der Firma verabredet. Von HeMan ein altes Handy geborgt.
Das läßt mir keine Ruhe. Noch mehr Google. Aha, aha, ein Downgrade geht. Downloads. Subtiles Einschaltspielchen (press for *exactly 10 seconds*), mit Stoppuhr klappt es irgendwann, nur die Software spielt nicht mit. Mist!
Google. Alles dreimal lesen, mein schlechtes Englisch trifft auf schlechte Anwendungsbeschreibungen.
Und dann endlich! Ein kleines Genie hat das Einschaltspielchen mit einem Programm illustriert, das einen Countdown anzeigt. Erst beide Tasten, dann nur noch eine, die aber zwischendurch nicht loslassen und dann…
Nebenbei gekocht und gegessen und um halb eins nachts läuft das kleine Spielzeug wieder mit neuer Firmware und wiederhergestellten Daten.
Hab ja sonst nix zu tun. Nur die Steuer.
Herrschaftszeiten!
Und nun noch eine Einladung zum Leipziger Opernball.
War ja alles ganz anders
Mein Begleiter war zwar kein praktizierender Schaffetischist, aber er hatte seinen Hund im Schlepptau (ein schöner, großer, gut erzogener Jagdhund) und deshalb brauste er noch mitten in der Nacht zurück nach Berlin. Meine andere Betthälfte blieb leer, mein Ruf unbefleckt.
Vorher hat er mich noch auf die Veranstaltung begleitet, im Anzug, mir den Arm bietend, wenn die Steinstufen allzu steil wurden, schließlich trug ich 12 cm-Absätze und ein langes Abendkleid. Hach, Feministinnen, ihr wißt garnicht, was ihr da verdammt habt!
Es war ein prima Abend, der gute neue Bekanntschaften brachte und vor allem alte reaktivierte. Blöder Satz! Also, ich fange noch mal an: Für eine Jobparty, und die mag ich ja wegen Schüchternheit garnicht so, war es toll: locker, leicht, kuschlig, lustig, offen, herzlich und kein bißchen businessmäßig verlogen.
Zu sehr später Stunde wurde getanzt und ich stellte mich in in respektvollem Abstand zur Tanzfläche auf, denn ich hatte den Kunden entdeckt, der mich vor Jahren in Köln mal gnadenlos durch den ganzen Saal geschleift und geschleudert hatte. Und er sah nach einigem Alkohol schon wieder sehr unternehmungslustig aus… *
Doch Verstecken war sinnlos. Er entdeckte mich und schleppte mich auf die Tanzfläche. Da er mir seinen berüchtigten Discofox ersparte, hatte ich sogar Spaß, ließ mich von ihm beim Tanzen Herzen und Busseln, er ist schließlich schwul und ungefährlich für Mädchen…
Dachte ich, zusammen mit einigen anderen Damen. Bis uns beim Warten auf die Limousine ein Kollege aufklärte: „O. und schwul? Das war mal. Der ist mittlerwile verheiratet und hat ein Kind.“
Hallo!?!
*Es ist ein Phänomen, daß ich begnadete Nichttänzerin immer wieder von so Tanzfanatikern, die es richtig gut können, aufgefordert und weggewirbelt werde. Und wenn ich ihnen dann mit schreckgeweiteten Augen zuzische: „Aber ich kann doch überhaupt nicht tanzen!!!“ und sie erstaunt entgegenen: „Wie? So siehst du garnicht aus!“ haben wir uns auf der Tanzfläche schon so weit etabliert, daß sie zumindest drei Anstandstänze mit mir durchhalten – oder aber denken, sie kriegen das schon hin mit mir, da haben sie sich dann aber gewaltig geirrt.
Unglaublich
***Kind bitte nicht weiterlesen!****
welch schmutzige Phantasien Frauen jenseits der 40 entwickeln können.
Ich werde heute von einem sehr attraktiven Mann nach Leipzig chauffiert. Dort wartet ein Doppelzimmer in einem netten Hotel auf mich, das sorglich von anderer Stelle vorgebucht wurde. Ich habe dem attraktiven Mann natürlich gesagt, daß ich ihn gern auf die Veranstaltung mitnehme, aber um eine Übernachtung müsse er sich selber kümmern…
Der Rest ist Kopfkino.