Ich wußte ja, dass diese Woche heftig wird. Montag und Dienstag waren Tage, an denen es swusch! machte und dann waren sie auch schon vorbei.
An der Kulturfront etwas Neues lernen und merken, dass eine Gruppen-Lernsituation für mich immer gleich ist. Ich werde zur Streberin, die alles begreifen will und nicht still zuhören kann. Es hieß schon in der Grundschule, dass ich mich nicht ins Lernkollektiv einordnen könnte.
Vorbereitungen auf einen großen Termin. Gästelistengekruschtel. Herrlich wenn Leute auf eine Job-Networking-Einladung hin antworten: „Was ich arbeite, geht niemanden was an und der Name meiner Begleitung hat Sie auch nicht zu interessieren!“ Kopf -> Tisch.
Bleiben wir doch gleich mal bei dieser dynamischen Bewegung. Ich habe gestern Abend dann endlich mal geschnallt, dass Vogue und Simplicity-Schnitte bereits 1,5 cm Nahtzugabe haben. Damit wundert es mich nicht mehr, dass der Stoff nicht reicht bzw. Klamotten viel zu groß sind. Ich Ostblockkind bin es halt gewöhnt, die Pramo-Schnitte* mit Nahtzugabe und noch etwas Sicherheit zuzuschneiden, damit Änderungen noch funktionieren, bei der ab und zu ergatterten Burda war es genau so.
Gut zu wissen. Gestern habe ich nämlich ein Kleid zugeschnitten.
Ich verstehe immer noch nicht, dass die Leute bei Mustafas Gemüsekebab in einer langen Schlange anstehen.
Da wir das gerade an anderer Stelle diskutierten: Es ist im Grunde egal, ob es die Wechseljahre und die Hormone, die Lebenssituation oder irgendwelchen ominösen schuldigen Anderen sind, die Frauen „um die“ grantig machen. Fakt ist, das mittlere Lebensalter macht etwas mit Einem. Männer tun plötzlich auch Dinge, die sie vorher nicht gemacht haben: Kaufen sich Motorräder oder liegen jungen Frauen zu Füßen. Frauen merken plötzlich, dass gar nichts passiert, wenn sie nicht nett sind. Das ist doch die gleiche Botschaft: Keine faulen Kompromisse. Dazu wird die Lebenszeit zu kurz und die Erfahrung sagt, dass die Nachteile nicht erwartungsgemäßen Verhaltens akzeptabel geworden sind. Wir sind eben endgültig keine Kinder mehr, die sich vor schlimmen Dingen, die passieren könnten, fürchten.
Viele Menschen schreiben gerade 20 wissenswerte Fakten über sich ins Netz. So viel fiele mir nicht ein, fürchte ich. Das jedenfalls, fand ich in Punk 1 und 2 hochinteressant, weil es die „über mich“-Ebene verläßt.
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*Fun Fact: Die meisten DDR-Models Frauen auf den Titelseiten habe ich im späteren Leben wieder getroffen. Eine davon hat sogar mit mir studiert. Als sie aufs Titelblatt kam, war sie 14, ihre Mutter die Fotografin, unter Zeitdruck und hatte keinen Bock auf Models. Das kam öfter vor und dann hat sie ihre beiden Töchter genommen.


