25.09. 2019

Ich hatte schon wieder schlecht geschlafen. Keine Ahnung, was das grade ist. Vielleicht die Umstellung auf den Herbst.
Vormittags war es noch trocken und mild, mit etwas Dunst. Nachmittags kam der Regen.
Wir fuhren nach Rostock, der Graf hatte einen Arzttermin, der aber sehr schnell ging. Dann machten wir eine Einkaufskunde. Jeans und Socken und Unterwäsche, was grade so zu ersetzen war. Danach kam noch der große Vorratseinkauf bei Kaufland. ich mag solche riesigen Läden nicht bzw. Wenn, dann will ich immer nur in einem einkaufen gehen u d nicht durch labyrinthische Gänge irren, um Sauerkraut zu suchen.
Als wir zurückkehrten, war es sehr dunkel und die Luft war wunderbar.

Veröffentlicht unter Leben

24.09. 2019

Ein bewölkter, aber immer noch angenehmer Tag.
Am frühen Morgen noch ein Paniktraum aus dem Themenfeld Verantwortungsträume. Ich hatte mich nicht um meine Oma gekümmert, weshalb sie halb verhungert war und ich hatte nicht darauf geachtet, dass in der Wohnung vom Kind kleine Kätzchen mit Mama waren, die nichts zu essen und zu trinken hatten. Wann werde ich das endlich los?

Eigentlich wollten wir endlich die Kaffeemaschine zusammen bauen und uns ausruhen. Aber das neu gelieferte Brennholz sollte nicht sofort wieder bei Regen Feuchtigkeit ziehen. Deshalb montierte der Graf eine Bretterwand vor der Öffnung des Holzlagers, das früher ein Hundezwinger war. Ich assistierte ihm dabei. Nebenher lockerte ich die in die Wiese eingefahrenen Reifenspuren, grub eine große Baumwurzel aus und säte Gras auf kahle Stellen.
Am späten Nachmittag war ich von der langen Herumsteherei ziemlich platt.
Der Graf nahm mir noch Äpfel und Birnen ab und ging in die Werkstatt, etwas basteln. Ich plumpste in die Badewanne.

Veröffentlicht unter Leben

23.09. 2019

Nachdem ich realisiert hatte, daß mich die Agenten-Kollegin vor ein paar Tagen wahrscheinlich auch kontaktiert hatte, weil sie auf der Suche nach einer Aushilfe/Springerin ist, hatte ich heute einen Alptraum.
Ich war wieder im alten Beruf, das Kind ging wieder zur Schule und ich zog mit dem Büro um. Mitten im Umzug kommt die Nachricht einer Produktionsfirma, daß eine Schauspielerin für einen Dreh am nächsten Tag gebucht sei. Ich solle bitte schnell Flüge für sie buchen, man käme grade nicht dazu. Ich stand in mitten von Umzugskartons und wußte, für Flugbuchungen vier Stunden im voraus hatte ich nicht genug Geld auf dem Konto und auch keine Zeit. Ich wachte kurz auf und träumte sofort weiter, daß ich Versagerin nicht nur umzog, nicht genug Cash für die Flüge hatte, unter ungeheurem Zeitdruck litt sondern in so einem Moment auch noch schlief. Dann kam die nächste Nachricht. Die Schauspielerin solle so rechtzeitig anreisen, daß sie vor dem Dreh noch im Baumarkt Requisiten einkaufen könne. Es folgte ein Liste absurder, teurer Dinge, die ich ihr telefonisch durchsagen sollte. Sie sollte das Geld dafür verauslagen und die Dinge pfleglich behandeln, damit sie sie hinterher zurückgeben könne.
Dann wachte ich endgültig auf und begriff, daß ich längst in einem anderen Leben lebe. Gott sei dank.

Ansonsten war der Tag heute anstrengend und arbeitsreich. Wir machten weiter Platz für die Holzlieferung, ich schwang die Sense und den Rechen, der Graf den Rasenmäher und die Säge.
Das wunderbare Wetter, nicht zu kalt und nicht zu warm, ließ es leicht von der Hand gehen. Am Nachmittag heizte ich den Grill an und wir aßen Bratwürste, Pommes und Zucchinisalat, der aussah und schmeckte wie Krautsalat.
Danach zog ich alte Wurzeln aus der Erde und verschnitt vertrocknete Fliederbüsche. Dann kam das Holz und der Lieferant schaffte es tatsächlich, alles einen halben Meter vor dem Holzlager abzukippen, wofür er mit dem Hänger rückwärts um die Kurve rangieren musste.
Wir räumten das Holz ein, bis es fast dunkel war. Es ist sogar noch Platz für mehr.
Anschließend ging ich in die Badewanne, den Rücken entspannen.

Veröffentlicht unter Leben

22.09. 2019

Noch einmal ein Sommertag.
Am Montag kommt eine Holzlieferung und wir räumten die Gestrüppansammlung vor dem Holzlager weg, damit es so nah wie möglich abgeladen werden kann.
Mein Scheiterhaufen in der Senke ist jetzt ordentlich groß.
Nebenher hing ich Wäsche auf.
Den Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse, der Nachbar leistete uns Gesellschaft.
Kurzentschlossen fuhren wir abends nach Ribnitz-Damgarten zu Ronnys Anglerheim zum Essen. Es war alles wie gewohnt, aber man merkt an Kleinigkeiten, wenn der Chef nicht im Haus ist und das nicht zum ersten Mal. Mal kommt das Ketchup zu den Pommes erst nach der dritten Nachfrage, ein Bierdeckel fehlt, einer ist da oder, wie heute, die Bratkartoffeln sind nicht knusprig wie sonst, sondern schlaffen weich im Fett rum.
Hm. Cheffe mal drauf hinweisen? Wahrscheinlich weiß oder ahnt er es und ändern wird er es nicht können, gutes Personal wächst nicht auf den Bäumen. Nur noch an Tagen kommen, wenn er da ist? Hm.
Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher und fuhren den gesamten Darß entlang, mit kurzem Stop am Stammstrand und Himmelsbetrachtung. Dann begegnete uns auf einer einsamen Straße durch die Felder an einer Stelle Getier. Zuerst lief ein Fuchs über die Straße, wie ein Vorbote. Dann kam ein Hirsch, ihm unmittelbar folgend ein zweiter. Sie waren langsam, wie in Trance. Ob sie sich auf dem Acker mit den Geweihen berannten, anröhrten oder schlafen gingen, war nicht zu sehen, dazu war es zu dunkel. (Die Brunft soll wohl recht anstrengend für die Herren sein.)
Also ein guter Tag.

Veröffentlicht unter Leben