Der Hexenschuss verschwand beruhigenderweise im Laufe des Tages. Ich hatte Gott sei dank noch Ibuprofen von den Halsschmerzen aus der Hölle da und so kam ich garnicht auf die Idee, in der Schutzstarre rumzuhocken, aus Angst, daß es gleich wieder weh tut.
Ich bewunderte heute den Grafen, der mit der Motorsäge hantierte. Um die Mittagszeit mähte ich den Rasen an der Terrasse und danach sammelte ich Holz aus der Senke, denn da wird am Wochenende die Oberfläche bearbeitet.
Am frühen Nachmittag ruhte ich mich etwas aus. Nochmal rausgehen wollte ich nicht. Deshalb ging es mit Büroarbeit bis in den Abend weiter.
Archiv der Kategorie: Leben
08.04.2019
Nach dem sonnigen, warmen und entspannten Sonntag folgte ein klassischer Montag.
Es heißt, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Nach Abspeichern des letzten Blogpost am Sonntag Abend stand ich noch mal aus dem Bett auf, bückte mich bei einer nebensächlichen Handlung leicht nach vorn und im Rücken gab es einen schrillen Schmerz.
Ich verbrachte die Nacht jammernd im Bett und den Tag mit steifem Rücken im Sessel auf dem Schafsfell.
Wir hatten ohnehin viel Bürokratie zu erledigen und der Wind draußen war eiskalt, auch wenn die Sonne schien.
Gegen Abend war auch meinem inneren Hypochonder klar, daß es sich lediglich um einen Hexenschuss gehandelt hatte. Ich kannte den nur unter Beteiligung des Ischiasnervs, das der auch über dem Becken sitzen kann, war diesem Körper neu.
Und so schlief ich gestern Abend ein und die Nacht machte es wieder einigermaßen heile.
An Holz holen (es wartet noch ein Viertel Schuppen auf uns), ist aber in den nächsten Tagen nicht zu denken.
07.04.2019
Oh Wunder, ein richtiger Sonntag. Es war warm, die Sonne schien und ich tat nichts. Ich weigerte mich sogar, meinen Hausfrauenpflichten nachzukommen und zu kochen.
Erst schlenderte ich durch den Park und blinzelte in die Sonne, dann saß ich etwas auf der Treppe vom kleinen Haus und blinzelte in die Sonne, während die Wäsche im Frühlingswind trocknete.
Dann fuhren wir an die Ostsee, schlenderten am Strand lang und blinzelten in die Sonne und später aßen wir in Ronnys Anglerheim zu Abend.
So müssen Sonntage sein.
06.04.2019
Ein warmer Sonnentag, der früh begann.
Im kleinen Haus wurden Löcher in die Dielen gesägt, um den Zustand darunter zu begutachten. Eine Wandverkleidung erwies sich als Fermacell und nicht als Asbest (Puh!).
Im Gartensalon wurde die Decke geprüft und die Beule sind nur kaputte Schalbretter und kein abgeknickter Balken. Der Graf holte hinter völlig locker sitzendem Putz eine weitere Wand aus dem 18. Jahrhundert hervor.
Ich fuhr Gestrüpp durch den Park, harkte Äste und mähte Rasen. Die ersten Lilien sind aufgegangen. Eine gute Nachricht kam: Mutter hat doch eine Unterkunft für die Katze und kommt zu Ostern.
Wir verbrachten einen angenehmen Abend mit einer Tischrunde, die holländisch sprach und jetzt bin ich müde.
Sinnspruch des Tages: Setz dich an den Fluss und warte ab, bis die Leichen deiner Feinde an dir vorüberziehen.