WMDEDGT April 2019

Heute fragt Frau Brüllen wieder, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr, ich ließ mir Zeit und ging nach dem Frühstück gegen 8 Uhr aus dem Haus.
Ich fuhr nach Charlottenburg zu meiner Hausarztpraxis am Ku’damm zum Blutabnehmen für Schilddrüsenwerte und einen sonstigen Rundumschlag.
Dann hatte ich Zeit, denn der Optiker, der noch Teile meiner in der Kälte gerissenen Lesebrille vorrätig hatte, öffnete erst um 10. Ich bummelte ein paar Schaufenster ab, aber man schickte mich dann doch in die Filiale in Mitte.
Dort entschloss ich mich, statt die Bügel der Brille auswechseln zu lassen, gleich die ganze zu erneuern. Das ist ein mehr als 10 Jahre altes Modell und ich bekam einen guten Preis. – Auf das die Nächste wieder 12 Jahre hält.
Ich fuhr zurück an den Zionskirchplatz und wir putzten die Wohnung. Um 14 Uhr fuhren wir nach Oranienburg und ich holte das Enkelkind von der Kita ab. Der Graf fuhr zurück nach Berlin und hatte dort zu tun.
Wir fuhren wieder mit dem Bus und bewunderten vorher an der Haltestelle Bagger und Baggerfahrer auf einer Baustelle. Zu Hause klappten wir den Sandkasten auf und schippten Eimer voll und kippten sie wieder aus.
Um 17 Uhr kam das Kind, lud uns ins Auto und wir fuhren zum Einkaufen ins Kaufland. Mit einem Riesenwagen voll Zeug und einem immer wieder „Essen!“ schreienden und Brötchen in sich stopfenden Kleinkind kamen wir wieder raus.
Dann gab es Abendbrot und der Graf kam. Das satte Enkelkind sauste viele Runden um den Tisch, machte dabei eine Windel randvoll und wurde ins Bett verfrachtet.
Wir traten gegen halb 8 Uhr den Weg nach Norden an, vorsorglich trank ich ein Fläschchen Hipsterkaffee To Go. Obwohl wir beide von den Ereignissen der letzten Tage ziemlich erschöpft waren, redeten wir noch einmal länger über das große Drama-Meeting vor zwei Tagen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Das hinderte uns daran, zu müde zu werden.
Wir kamen vor Mitternacht unter dem Sternenhimmel an, packten das Auto aus und ich ging in die Badewanne.
Morgen würde der Handwerkstag früh beginnen.

Die anderen Texte sind hier zu lesen.

04.04.2019

Am frühen Morgen doch noch mit einer ziemlichen Wut im Bauch ob des dramatischen Meetings vom Abend zuvor aufgewacht.
Dafür länger geschlafen. Noch vor dem Anziehen mit den Gästen über Georgien geplaudert.
Dann Bahn, Regionalbahn und Bus gefahren, um das Enkelkind aus der Kita abzuholen.
Dem Enkelkind einen Herzenswunsch erfüllt, weil wir auch mit dem Bus nach Hause gefahren sind.
Dann spielte sie lange im Garten und ich saß daneben in der Sonne.
Als es später wurde, teilten wir uns, auf der Treppe ins Haus sitzend, zwei Käsebrote.
Sie ist grade wirklich goldig. Entspannt, freundlich und gerade sehr pflegeleicht.
Dann gab es Abendbrot und der Graf holte mich ab.
Jetzt Bett, weil todmüde.

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03.04.2019

Ein Tag der Kategorie „Mein lieber Scholli“.
Morgens für drei Tage Berlin in Folge ins Auto gestiegen. In Höhe Neubrandenburg prasselte es erst unter der Motorhaube und dann knallte es unter dem Fahrersitz. Drei Minuten später kochte der Motor und das Batteriezeichen leuchtete. Wir hatten einmal Abschleppen mit dem gelben Auto gewonnen.
Es ging dann mit dem Zug weiter und wir kamen gerade noch zu einem mehrstündigen Meeting zurecht, das Drama pur war.
Dann gingen wir Schnitzel essen, der Tag war ohnehin teuer genug.

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01.04.2019

Ein produktiver Tag trotz Ausschlafens, weil erst 2:30 Uhr im Bett. Es war knallig sonnig und kalt.
Das Auto abgeladen. Den Saal gefegt. Endlich die Küche geputzt. Ich nehme mir jeden Morgen vor, das abends zu machen und bin dann zu müde.
Wilder Wein nächstes Kapitel. Am Gutshaus nimmt er wieder Anlauf, um aufs Dach zu kommen, also muss er weg. 1/3 ist geschafft.
Nachmittags eine Besprechung gehabt, in der es um die nächsten Vorhaben ging, die der Graf geplant hatte.
Mit meiner Mutter telefoniert und das war leider eine Enttäuschung. Weil Kind, Schwiegersohn und Enkelkind zu Ostern kommen, hatten wir Mutter gefragt, ob sie auch kommen möchte und sie fand das gut. Jetzt wollte ich Einzelheiten mit ihr besprechen und es heißt plötzlich „nicht ohne meine Katze“. Blöd ist nur, daß in beiden Autos, die sie chauffieren könnten, ein Allergiker sitzt. Außerdem hatte ich gedacht, wir könnten die je 160 km zusätzlich, um ins Oderkaff zu fahren, sparen, wenn sie 1/3 der Strecke bequem ohne Umsteigen mit dem Zug fährt und aufgepickt wird. Was natürlich nicht geht, wenn Katzenbox und Katzenklo mit auf Reisen gehen. Alles blöd. Da ist jemand fast jeden Tag ehrenamtlich für die Katzensparte des Tierschutzvereins unterwegs und hat niemand, der die Katze versorgen könnte.
Naja, wer will findet Wege, wer nicht will, Gründe. Ich hatte mich so auf das Familientreffen gefreut.
Ach, und beim Nachbarssohn beim nächsten Angeln zwei Ukelei für die Regentonne erbeten.
Und dann die Herzschmelze des Tages. Das Kind schickte Fotos vom Enkelkind, das auf einer Familienparty mit dem kleinen Onkel, dem 8 Monate älteren Sohn ihres sozialen Vaters, ein Herz und eine Seele war.

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