18.12. 2020

Warm und sonnig. Die Sonne weckte mich, ich war noch mal eingeschlafen.
Ich ging gleich nach dem Frühstück raus und harkte Laub. Dann schnitt ich noch ein kleines Sichtfenster aus den Büschen am Eiskeller aus, jetzt kann man von der Terrasse über zwei Gärten und den Hohlweg ein Stück der Weide sehen, auf der im Sommer ab und zu ein Schaf oder ein Pony zu sehen ist.

Der Nachmittag hatte wunderbares Licht.
Als es dämmerte, ging ich rein und begann den gemütlichen Teil des Tages: Kochen, essen, duschen, stricken.

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17.12. 2020

Es ist gerade warm, das tut gut.
Wir fuhren heute Mittag zur Poststelle, die im 9 km entfernten Dorfkonsum ist. Dort war vor einigen Tagen ein Paket gelandet, was erstaunlich ist, denn alle anderen Pakete wurden problemlos an unserer Abwurfstelle gelassen.
Wir tauschten unsere drei Pakete gegen das eine hinterlegte Und freuten uns darüber, daß es aus Dresden vom Herrn Spontiv und seinem geschätzten Gatten kam. Die beiden begleiten unser Projekt von Anfang an und wußten, was derzeit Not tut: Konfitüre, Glühwein, Marzipan, gebrannte Mandeln und ein Bräter für die Ente zu Weihnachten. Das war eine große Freude.
Wir hielten kurz in Nehringen am Fluß und schauten in die Landschaft.
Übrigens zieht der Dorfkonsum mit der Poststelle demnächst noch ein Dorf weiter und ist dann 12 km entfernt.
Der Rest des Tages war Mittagsschlaf und stricken. Vor Weihnachten machen wir nur noch Kleinigkeiten. Ein bißchen das warme Wetter nutzen und draußen sein, ein bisschen räumen und basteln, aber keine Großbaustelle mehr. Die Erholung haben wir auch nötig.

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16.12. 2020

ES war mild und sonnig.
Morgens fuhr mir der Schreck in die Glieder: Die Geschäfte sind zu, wir wollten auch nicht mehr einkaufen fahren, die Geschenke fürs Enkelkind verspäten sich mit der Post und wir haben keine Geschenke, die wir zur Familie schicken können.
Beim Frühstück schaute ich, ob die Kunsthandwerker, die mir die Freundin von drei Dörfer weiter empfohlen hatte, noch vor Weihnachten liefern können. Nun ja, sie haben keine Webshops. Von Websites ganz zu schweigen. Ich wollte nicht anrufen, um dumm zu fragen, wie sehen die Sachen aussehen, die angeboten werden (die eine Künstlerin, die wenigstens eine Website hatte, hatte nur ein Foto darauf, wo ihre Arbeiten im Hintergrund stehen), wie teuer sie sind Oder ob man mir Fotos per WhatsApp senden könne. Ich wollte nicht womöglich gesagt bekommen, ich solle doch vorbei kommen, man hätte die Krankheit doch nicht und überhaupt sei das nicht so schlimm, ob ich denn Angst hätte. (Und selbst dann, wenn ich erst einmal dagewesen wäre und mir gefallen die Sachen nicht oder sind zu teuer und das Gespräch hätte sich vorher um die finanziellen Verluste des Jahres gedreht…) Diese Situation wäre mir nicht lieb gewesen.
Digitalisierung ist hier nicht einfach. Wer nichts davon versteht, wird mit dem uns umgebenden lausigen Internet aus der Luft kaum einen Shop administrieren.
Es ist kompliziert.
Ich harkte Laub und blinzelte in die Sonne.

Im Schnellkomposter saß ein großer Tigerschnegel. Es gibt dort zu essen und warm ist es auch.

Die Geschenk fürs Enkelkind lagen doch schon in der Zustellerkiste, was für eine Erleichterung.
Am Nachmittag erinnerte ich mich daran, daß ich schon Weihnachtsgeschenke hatte. Ich hatte sie in den letzten Wochen bereits besorgt. Der Klassiker. Monate nach Weihnachten finde ich vergessene Kleinigkeiten.
Der Graf und ich kochten und nach dem Essen packte ich drei Pakete. Weihnachten kann kommen.
Abends strickte ich. Beziehungsweise zuerst trennte ich auf. Ich war gestern zu müde für die letzten drei Reihen und hatte Fehler eingebaut.

Ein Phänomen: Jetzt kommen die Nachrichten der Leute, denen die Kontrolle über ihre Freiheit über alles geht. (Ganz unironisch und wertfrei.) Was wir denn Weihnachten machen würden. Ob man sich denn treffen wolle. Scheinbar sagen alle anderen ab, die sonst Weihnachten da sind.
Das sind Leute, die wir schätzen. Die wir in normalen Zeiten gern treffen würden. Aber wir sagen doch nicht aus Sicherheitsgründen die Familienfeier ab, um dann Leute zu treffen.

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15.12. 2020

Es ist wieder warm geworden und die Sonne schien ein, zwei Stunden lang.
Ich harkte ziemlich lange Laub und genoß die (relative) Wärme. Die Katze waren mit dabei. Mimi ist derzeit sehr schmusig und mag ins Haus. Sie läßt sich auch mit Futter nicht locken und am liebsten soll ich sie tragen. Das mag war heißen.
Nachmittags ging ich in die Badewanne und hielt hinterher ein Schläfchen.
Die Lockdown-Ankündigung und die völlige veränderte Weihnachtszeit macht auch mit uns was. Ein Gefühl zwischen eingeschneit und einkuscheln und bloß nicht hängenlassen und weitermachen, weil sich für uns kaum etwas ändert.
Aber zumindest komme ich mit meinem Pullover weiter, an dem ich stricke.

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