Der Schritt von innovativer Ausbildung von Rekruten zu Misshandlung ist kurz gewesen. Sehr kurz.
In der Besetzungsliste die üblichen Protagonisten: rationale Verwaltungsvorgänge, streberischer Diensteifer, Unteroffiziersdumpfheit und Machoattitüden. Auf Seiten der Opfer wie auf Seiten der Täter.
Der Tagesspiegel schreibt, es wäre ein Codewort vereinbart gewesen, im Grunde wie das Stop-Wort der SM-Akteure. Nur: keiner hat es benutzt. Keiner wollte als Schwächling dastehen.
Im Grunde mußte dieses Arragement eskalieren. Schütte eine paar Zutaten zusammen und du hast eine Bombe. Und du kannst hinterher nicht sagen, du hast das nicht gewollt. Wer kann eigentlich in dieser Gruppendynamik verantwortlich gemacht werden? Ein Unteroffizier oder ausführender Soldat ist nicht umsonst in diesem Dienstrang, er ist der ausführende, nicht denken sollende Depp. Die Befehlsgebenden geben eine Richtung vor, nicht die Praktik an sich.
Im Krieg sagt einem Soldaten auch keiner wie er kämpfen (töten) und was er womöglich dabei empfinden soll. In einer Kriegssimulation ist das nicht anders.
Es geht um etwas anderes. Darum, Offiziere aus ihrem Beamtentum mental herauszuholen. Ihr Bewußtsein dafür zu schulen, welches Gewaltpotential sie „verwalten“. Ihnen darzustellen, welche Verantwortung sie im Sinne emotionaler Intelligenz haben.
Archiv des Monats: März 2007
Formel Eins
ohne Michael Schumacher ist langweilig.
Sagt HeMan und verschwindet muffelnd in der Küche um sich ein Salamibrot und mir einen Kaffee zu machen. Wozu ist also der Wecker um 8 Uhr losgegangen?
Verstehen
Grade lese ich in der Zeit, pflaumenmusbrotkauend. Ein Artikel von Lebert Vater und Sohn über die Vater-Sohn-Beziehung. (Leider nicht zu verlinken.)
Manchmal passiert es noch, daß es über mich hereinbricht, so wie gerade eben. Daß mir das Pflaumenmusbrot auf den Teller zurückfällt und die Buchstaben verschwimmen.
Ich bin dankbar für die Tochter. Diese kleine, spröde, zarte und doch so geerdete Elfe mit ihren Honiglocken. Die mich immer wieder beschämt, weil sie viel natürlicher, grader, achtsamer und selbstverständlicher in die Welt geht als ich damals.
Und dann schwebt irgendwo da draußen der Sohn. Den ich nicht empfangen habe. Der fehlt. Jetzt hätte ich den Vater dafür. Der erste wirkliche Mann nach all den Jungs. Aber das Messer war schneller und hat mir diesen Weg abgeschnitten. So ist es.
ich habe
mich auch ins 2nd life gewagt.
wem in den letzten tagen ein dickes wesen namens sweetlady oh mit mißfarbenen haaren und einem unförmigen rock auffiel, das da durchs virtuelle trampelte, das war icke.
hab mich extra häßlich gemacht, damit mich auch niemand anmacht, frau hört ja via glam, was dorten alles passieren kann.
die koordination der maustasten muß ich noch lernen, laufen kann ich das noch nicht nennen.
und: wunderliche welt. sex sells. und glücksspiel auch. die adult-content-bereiche und die pokerhöhlen sind überfüllt.
bei ibm dagegen im house of horizons herrscht gepflegte leere. dasselbe bei einem hdtv-anbieter. bei sony ericsson dagegen treten sich die dienstleister beflissen auf die füße: hostessen, berater, roboter. heute früh 10 uhr schien ich die einzige am virtuellen messestand zu sein…
warum? liebesdienst. heman war zeitgleich in echt auf der cebit.