Männerspiele

Der Schritt von innovativer Ausbildung von Rekruten zu Misshandlung ist kurz gewesen. Sehr kurz.
In der Besetzungsliste die üblichen Protagonisten: rationale Verwaltungsvorgänge, streberischer Diensteifer, Unteroffiziersdumpfheit und Machoattitüden. Auf Seiten der Opfer wie auf Seiten der Täter.
Der Tagesspiegel schreibt, es wäre ein Codewort vereinbart gewesen, im Grunde wie das Stop-Wort der SM-Akteure. Nur: keiner hat es benutzt. Keiner wollte als Schwächling dastehen.
Im Grunde mußte dieses Arragement eskalieren. Schütte eine paar Zutaten zusammen und du hast eine Bombe. Und du kannst hinterher nicht sagen, du hast das nicht gewollt. Wer kann eigentlich in dieser Gruppendynamik verantwortlich gemacht werden? Ein Unteroffizier oder ausführender Soldat ist nicht umsonst in diesem Dienstrang, er ist der ausführende, nicht denken sollende Depp. Die Befehlsgebenden geben eine Richtung vor, nicht die Praktik an sich.
Im Krieg sagt einem Soldaten auch keiner wie er kämpfen (töten) und was er womöglich dabei empfinden soll. In einer Kriegssimulation ist das nicht anders.
Es geht um etwas anderes. Darum, Offiziere aus ihrem Beamtentum mental herauszuholen. Ihr Bewußtsein dafür zu schulen, welches Gewaltpotential sie „verwalten“. Ihnen darzustellen, welche Verantwortung sie im Sinne emotionaler Intelligenz haben.

Auch das noch:

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