Risiken und Nebenwirkungen

längerer Blöcke zusammenhängender Freizeit sind nicht zu unterschätzen. Ich bin immer noch unverschämt entspannt und erlaube mir zusehends, das Leben und die Arbeit weniger verbissen zu sehen. Ob das gut geht? Ob es darauf hinausläuft, daß ich in Kürze einem Kunden erzähle, daß er ein aufgeblasenes A…loch ist? Das wollen wir doch nicht hoffen. Schließlich brauchen wir doch alle unsere Fähigkeit zu kleinen Alltagsgeschmeidigkeiten zwecks Erhaltung und Förderung des Kontostands.
Und eine Stimme ist mir zugelaufen. Keine Ahnung, was passiert ist. Nach fast drei Jahren Gesangsunterricht ist sie plötzlich da. Ein Mezzosopran mit Bums. Ich singe mühelos Töne, von denen ich früher nur geträumt habe und bin dabei noch nicht mal am Limit. Mein Gesangslehrer saß irgendwann mit einem fettem Grinsen am Klavier und haute in die Tasten. Tja, wird er sich gedacht haben, hat sich doch gelohnt, das angestrengte Gekreische so lange ertragen zu haben.

Und dann die blogroll. Wurde Zeit, mal vorzuzeigen, auf welchen Seiten ich mich rumtreibe und meinen Senf dazugebe.

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und überhaupt

lohnt es sich schon, zu lesen, was das andere ufer schreibt. auch wenn sie extrem verzickt sind, in einer hinsicht sind diese jungs wunderbar unkompliziert.
würde eine frau problemlos bloggen, daß sie grade nen leckeren kerl in der kiste liegen hat (und zugeben, daß der von sonntag nicht der von samstag ist) und deshalb wieder reinsteigt. und dann die grade dort laufende diskussion über primäre geschlechtsmerkmale. grins
da muß frau sich nur den weiblichen diskurs dagegenhalten: wenn ichs mir recht besehe: meine sieht aus wie eine lotusblüte träumen sie bitte weiter, frau studienrätin. sie sieht ganz normal aus, wie etwas, das der liebe gott eben im rohbau gelassen hat. is nich zum ankucken sondern zum benutzen.
und dann die heterovariante der promisken tour. Wie ein Werbespot für einen Baumarkt: bohr, stemm, flex, schraub, hämmer, nachmess, genau hinschau, vorleg, bieg, stemm, schmier, explodier, hechel, schweissabwisch, bieraufmach.

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return

Endlich schreiben, ohne daß im Internetcafé der Countdown läuft oder mich das UMTS arm macht. Blogistan wacht langsam wieder auf. Sie sind zurück und haben Geschichten im Gepäck. Witzige Synchronizitäten. Während Glamourdick im La Raclette mit dem Tresen umkippt, ordern wir drei Straßen weiter im Gorgonzola bittelnd und bettelnd die definitiv letzten zwei Portionen Carpaccio, der Koch wollte schon gehen. Sonst hätte ich auch ein Problem gehabt. Fliegerfrass ist einfach zu mehlhaltig.
Ich habe das Gefühl, schon alles gesagt zu haben. Bilder werden noch folgen. Der Rest ist nicht zu beschreiben oder wurde sorgfältig in kleinen eMail-Päckchen auf den Weg gebracht. Dann gibt es noch zwei Kladden, die entweder mit dem Nachlass verbrannt werden oder meinen Weltruhm begründen.
Die Zeit hat mich auch wieder. Meinen Arm ziert ein riesiges Eisen mit dunkelblauem Zifferblatt und kleinen Stoppuhren, die ich sowieso nicht bedienen kann. HeMan ist schon am Flughafen in Verzückung verfallen Endlich eine schöne Uhr. Hat wahrscheinlich ein Promille von den wunderschönen Dingern gekostet, die er so gern trägt, sieht aber genauso aus.
In meiner Halle erwarteten mich schon jede Menge Aufgaben, ungeduldig mit den Füssen scharrend. Ein Festmeter Briefpost war auch schon angeliefert. Zumindest der ist heute abend abgearbeitet. Und wenn dann die Wäsche gebügelt und die seit Dezember abgelagerten Schichten von unsäglichem Durcheinander weg sind, kann der Frühling kommen.
Wollen wir nicht alle gemeinschaftlich beschließen, die jedes Jahr konstant beschissenen zwei restlichen Wintermonate ausfallen zu lassen? Wir könnten einfach mit dem März weitermachen.

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Gestrandet

Seit gestern Nacht hat mich die Welt also wieder.
Im (Über)gepäck:
* eine Festplatte voll Fotos, vornehmlich von Wasser- und Bodenwellen.
* bereits leicht bätternde Sonnenbräune und Bikininegativ auf Vorder- und Rückseite
* die Zusage, ich dürfte in meiner abendlichen Stammkneipe gern als zweite Köchin anfangen (hab dem Koch nach dem Kosten des Zickleinbratens sein Rezept und die Zubereitung referiert)
* unconditional love, jede Menge
* ein Quader unerschütterlicher Gelassenheit in der Seele
* so Sachen, die derzeit keine Sau im kalten Deutschland braucht, T-Shirts, Jacken, Fleeceleibchen, FlipFlops
* jede Menge weissen Sand

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