Au weia

So langsam wie die Schweizer? So träge und lasterhaft wie die Belgier?

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88%
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75%
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63%
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50%
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Veröffentlicht unter Exkurs

Metamorphosengefahr

Gestern in X-Berg. Ich reite im Halbdämmer mit meinem roten Nuttenauto vom Hof, fahre langsam aus der Ausfahrt. Rechts neben mir auf dem Fußweg kommt langsam eine junge Frau gelaufen. Als ich halb halb auf der Straße bin, hat sie mich erreicht und es kracht. Sie steht neben mir und schimpft und zetert.
Ich mache die Tür auf. Schon ziemlich geladen. Was los sei, frage ich sie. Ich wäre ihr vor die Füße gefahren und und. Aha.
Und mir bläht und regt sich etwas, das aussieht wie Hulk. Trotzdem steige ich erstmal wieder ein. Fahre weiter. Hulk in mir sagt: he, die Alte hat dir grade ans Auto getreten und dich beschuldigt, sie fast überfahren zu haben.
Rennfahrermäßig schere ich links auf die nächste Einfahrt ein und knöpfe mir mir die Dame noch mal vor. Was das eigentlich solle? Die Antwort ist einfach: Ich hätte zu warten, bis sie vorbeigelaufen sei. Wunderbar, sagt Hulk, bei dem Tempo der Fußgänger in Kreuzberg kannst du gleich im Hof bleiben. Irgendeine Nase mit ziemlich viel Zeit kommt immer vorbeigetrödelt. Und außerdem: Sie hat ans Auto getreten, an den teuren rotgoldenen italienischen Lack mit ihren verdammten Dreckbotten und dich angeschrieen!
Die Logikerin in mir beschäftigt sich indessen mit dem Problem, warum Fußgänger keine Nummernschilder haben und ob ich jetzt womöglich von ihr den Personalausweis verlangen sollte, um sie wegen Sachbeschädigung anzeigen zu können.
Ein paar aufgeregte Frauenphrasen fliegen hin und her und dann kracht es noch mal, sie hat gegen den anderen Kotflügel getreten. Nun übernimmt Hulk das Kommando und startet mit mir durch: Du gottverdammte V…, jetzt reichts!!!
Die Logikerin merkt an, daß man in der Dämmerung weder Kratzer noch Beulen sehen könne und daß es praktisch wäre, sie am Weggehen zu hindern, vielleicht die Schuhe wegnehmen bis die Sache geklärt ist…
Icke selba hab Lust, ihr einfach eine zu knallen für die Unverschämtheit und es dabei zu belassen.
Hulk meint: Prima, mach ich. Ich schmeiß die Alte auf die Erde, zieh ihr die Schuhe aus und dann hau ich ihr mal richtig eine rein!
Schluß, jetzt reichts! Meine Vernunftanteile ziehen die Reißleine, bevor sie völlig überstimmt werden. Du steigst jetzt sofort ins Auto zurück, beruhigst dich und tobst dich in der Muckibude aus.
Großstadt kann anstrengend sein.

Veröffentlicht unter Leben

Männerspiele

Der Schritt von innovativer Ausbildung von Rekruten zu Misshandlung ist kurz gewesen. Sehr kurz.
In der Besetzungsliste die üblichen Protagonisten: rationale Verwaltungsvorgänge, streberischer Diensteifer, Unteroffiziersdumpfheit und Machoattitüden. Auf Seiten der Opfer wie auf Seiten der Täter.
Der Tagesspiegel schreibt, es wäre ein Codewort vereinbart gewesen, im Grunde wie das Stop-Wort der SM-Akteure. Nur: keiner hat es benutzt. Keiner wollte als Schwächling dastehen.
Im Grunde mußte dieses Arragement eskalieren. Schütte eine paar Zutaten zusammen und du hast eine Bombe. Und du kannst hinterher nicht sagen, du hast das nicht gewollt. Wer kann eigentlich in dieser Gruppendynamik verantwortlich gemacht werden? Ein Unteroffizier oder ausführender Soldat ist nicht umsonst in diesem Dienstrang, er ist der ausführende, nicht denken sollende Depp. Die Befehlsgebenden geben eine Richtung vor, nicht die Praktik an sich.
Im Krieg sagt einem Soldaten auch keiner wie er kämpfen (töten) und was er womöglich dabei empfinden soll. In einer Kriegssimulation ist das nicht anders.
Es geht um etwas anderes. Darum, Offiziere aus ihrem Beamtentum mental herauszuholen. Ihr Bewußtsein dafür zu schulen, welches Gewaltpotential sie „verwalten“. Ihnen darzustellen, welche Verantwortung sie im Sinne emotionaler Intelligenz haben.

Veröffentlicht unter Exkurs

Formel Eins

ohne Michael Schumacher ist langweilig.
Sagt HeMan und verschwindet muffelnd in der Küche um sich ein Salamibrot und mir einen Kaffee zu machen. Wozu ist also der Wecker um 8 Uhr losgegangen?

Veröffentlicht unter Leben