Komasaufen – Der Nachtrag

Was passiert, wenn nach einigem Wein die Gastgeberin zum Singen genötigt wird sich nach einiger Ziererei sehr gern zum Singen im Duett mit dem glamourösen Herrn Dick nötigen läßt, sieht man hier.

Nachtrag: Wir sangen „Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehn“ in der Stimmlage von Zarah Leander. Ich grölte ob der Tiefe wie ein besoffener Bierkutscher.


Kitty endlich frontal und mit Meerschweinchen unter den Achseln wie dereinst Nena (eigentlich war ein langärmeliges Kleid geplant). Herr Dick nicht frontal, weil ich mir nicht sicher bin, ob er das wöllte.


Fotos: Ada von Gripsholm
Pelz: KKM via Glam
Robe: Anna Scholz

PS. Das webtaugliche Herunterrechnen der Fotos muß ich beim Mac noch lernen.

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Sofakartoffel

Eine Woche allein vor mir. Ich mutiere zum schwitzigen Nerd mit strähnigen Haaren und zerbeulter Jogginghose. Schließlich muß ich die Technik bis Montag zum Laufen bringen.
Über die Freude an dem Silberkästchen hinaus – allein schon das Auspacken ist ein Genuß – mag ich mich und die Welt gerade überhaupt nicht. Ich weiß nicht, was es ist, daß ich mich immer wieder nicht wohlgelitten und willkommen fühle, sondern unsicher, nur ertragen, geduldet und überflüssig. Daß ich immer wieder die „ich sollte eigentlich gehen, obwohl ich nicht will“-Anfälle habe und das Bedürfnis, mich in Luft aufzulösen, nur noch Hirn zu sein, nichts weiter als schwebende Gedanken. Und dazu den Körper von plötzlich doppelter und dreifacher Erdenschwere zu spüren, unförmig und häßlich.
Ich mag mit niemandem reden, ich mag das Haus nicht verlassen.
Ich werde mir heute abend eine große Portion Milchreis kochen. Mit Butter und Zimt und Zucker. Essen hilft meistens.

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Chronicle of Disaster (Epilog)

Wenn alles nach meinen frommen Wünschen gegangen wäre, dann würde ich heute mit einem Glas Rotwein auf dem Sofa sitzen und diesen Text in meinen guten alten dampfbetriebenen Reisevaio hacken. Ab und zu würde ich lächelnd auf einen Küchen- oder Wohnzimmerentwurf blicken und nicken. Ich würde mir beim Nachschenken in der Küche immer mal eine Schmuseeinheit abholen, hätte in den nächsten Jahren einige tausend Euro mehr auf dem Konto und viele Balkone in einer schicken Wohnung um mich herum, die ein Bad hat so groß wie ein Tanzsaal.
Das Leben sah anders aus.
Ich habe 4 Tage ohne PC gearbeitet, was bedeutet, daß ich weitestgehend arbeitsunfähig war. Der kleine Laptop bespaßt jetzt wahrscheinlich einen Kreuzberger Jungtürken. Der große bleibt mindestens noch eine Woche in der Werkstatt.
Unaufwendig Ersatz zu schaffen, war so eine Sache, denn eigentlich wollte ich nach Versagen eines Computers auf Mac umsteigen. Das stand so als Überlegung seit ein paar Wochen im Raum und das Schicksal meinte es leider wieder zu gut mit mir und hat scheinbar mal ein bißchen mit der Vorsehung geplaudert.
So bin ich denn seit gestern Abend Besitzerin eines Powerbooks, das ich mir derzeit eigentlich garnicht leisten kann.
Am Donnerstag mutierte ich dann zum HB-Frauchen. Die wunderbare Wohnungsplanerei, die Entscheidung zwischen 4, später 2, dann hoffentlich einem Objekt oder einem endgültigen Nein wegen mangelnder Kompatibilität des Angebotenen mit Möbeln und Träumen hatte ein abruptes Ende. Die 14 Tage ohne konkrete Zusage erschienen der Hausverwaltung dann doch zu lang, zudem jemand anderes den Mietvertrag ohne langes Gefackel unterschrieb. Verständlich und ärgerlich, war ich doch längst zu einer Entscheidung bereit, aber zum Zusammenziehen gehören nun mal mindestens zwei. Was mir als sinnlose Verschwendung meiner Lebensenergie und Zeit erschien – was ich auch klar und laut zum Ausdruck brachte – erstaunte mein Gegenüber. Natürlich wäre das Ereignis extrem ärgerlich, aber es wäre ohnehin alles noch alles im großen Bereich des Vielleicht gewesen, dann käme eben was neues. Argh. Ich habe wirklich andere Hobbies. Dann geht es wie geplant in einer Woche nach C-Burg in 110 qm und nicht in 10 Wochen nach Schmargendorf auf 180 zum Kampfpreis. Meine Geduld, das Thema Entscheidungsfähigkeit betreffend, ist allerdings endlich.
So bleibt mir zum Wochenende nichts anderes übrig, als mich an der Einrichtung des silbrigen kalifornischen Schmuckstücks zu erfreuen.

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Chronicle of Disaster

+++ Reise-Laptop im illegalen, nichtkonzessionierten Taxi liegengelassen.+++
+++Finanzamt will pfänden, weil Steuerberatermitarbeiterin krank wurde, bevor sie einen Brief schreiben konnte.+++
+++Arbeitslaptop wg. n-Verrenkung in der Klinik.+++

Mr. Lucky, gibt es auch ein HB-Frauchen?

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