Bei diesem Thema bin ich mir nicht sicher, ob es nur mir so geht.
Wer zur Ausbildung auf ein altes Segelschiff geht, sollte wissen, daß er in die Wanten klettern muß.
Daß Militär in den unteren Chargen nicht unbedingt mit freier Entfaltung des Individuums sondern mit dem Lernprozeß, daß Befehle ausgeführt werden müssen, zu tun hat, sollte auch klar sein. Wo Ängste nicht mit Händchenhalten und gut zureden, sondern mit Arsch zusammenkneifen überwunden werden. Sonst wärs nämlich eine gemischte Kampfsport-WG auf Diskussionsbasis.
Wer davon träumt, Ballerina zu werden, muß es aushalten, vor Hunger zu frieren, vor körperlicher Erschöpfung zu weinen und sich vom Ballettmeiser anschreien zu lassen, die Perspektive, vor Erreichen des vierzigsten Lebensjahres ein körperliches Wrack zu sein, inkludiert. Wer das nicht will, kann AusdruckstänzerIn werden.
Ich verstehs nicht.
…
Vor langer Zeit habe ich hier mal drüber geschrieben, vielleicht auch in einem Kommentar. Wie es sich anfühlen würde, wenn man aus dem Hamsterrad aussteigt und sich auf die Wiese fallen läßt.
Ich hätte nie gedacht, daß es so schwierig ist, sich aus dem Laufrad rauszuwinden. Ein Fuß ist schon draußen, dann macht man eben als Dreibeiner hinkend weiter und beim Langsamer machen treffen einen die weiterrasenden Speichen.
Der Doc hat mir gestern ein paar klare Worte gesagt. Nichts mehr ankochen. Das, was von selbst kommt, in Ruhe erledigen.
Aushalten, wenn garnichts an Vorhaben vor mir liegt.
Fade to Grey
So richtig weiß ich noch nicht, was ich mit der Welt da draußen anfangen soll, vor allem, wenn das womöglich bis zum März so weitergeht.
War das jedes Jahr so? Ich frag ja nur.
Derweil freß ich mich geduldig durch Berge von Papier. Eine kleine Raupe Nimmersatt. Wenn mal Schluß sein würde mit Briefen, die ich bekomme und auf die ich reagieren muß, das wäre toll. Aber dann bin ich wahrscheinlich tot.
Rückkehr
von der Insel der Glückseligen. Nachdem der Herr Lucky und ich auf Teneriffa problemlos in jeder Umgebung den Altersdurchschnitt heben senken (!) konnten, fühlten wir uns im Flieger von Nürnberg nach Berlin fürchterlich alt.
Jede Menge Kapuzenjacken- und Turnschuhträger waren „zur Bread“ (falls Ihnen das was sagt) unterwegs, um im Auftrag ihres namhaften Turnschuh- oder Kapuzenjackenherstellers zu checken „was so abgeht“.
Wir waren ein wenig melancholisch ob der grauen Berliner Realität, die uns unweigerlich erwarten würde und kippten ein warmes Sektchen auf den schönen Urlaub.
Auch wenn, werte Leserschaft, die ein wenig voreilig versprochenen irren Geschichten ausgeblieben sind, scheen wars und seeehr entspannend.