27.10. 2019

Nachdem die Wettervorhersage für nächste Woche mit Kälte und Regen droht, wurde jeder halbwegs warme und sonnige Tag zum Draußentag erklärt.
Mein innerer Rhythmus stimmt wieder mit der Uhr überein. Mein Körper hatte die Zeit schon einen Monat vorher umgestellt.
Der Graf trug mit dem Freund aus dem Dorf eine Waschmaschine vom Obergeschoss ins Auto. Den Rest des Tages harkte ich Laub, baute den neuen Komposter auf, sortierte überreife Birnen aus und ließ die kleine bunte Katze neben mir spielen und die Welt erkunden. Eigentlich braucht sie Spielgefährten und wenn ihre Mutter sie wegjagt, doch wenigstens eine ältere Artgenossin, die sie mal ordentlich sauberwäscht und ihr beibringt, wie das geht. Ach seufz…
Abends warf ich Kartoffeln, Gemüse, Dosentomaten und Hirtenkäse in eine Auflaufform und schob diese in den Ofen. Der Freund aus dem Dorf aß auch mit, er brachte gerade das Auto wieder zurück, als das Essen fertig war.
Der Rest ist Stricken, Nachrichten sehen (Immer wenn mir ein Urteil zu aktuellen Wahlergebnissen entfahren will, denke ich an Brecht, der schrieb, die regierende Partei müsse sich wohl ein neues Volk wählen.)
Ansonsten Socken stricken und nachdenken.

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26.10. 2019

Murphys Law. Immer wenn richtig schönes Wetter ist, haben wir in Berlin zu tun.
Wir fuhren vormittags los, es war stauig mit Umfahrungen.
Der Versuch, quasi im vorbeifahren zwei Expedit-Regale über EBK einzusammeln, scheiterte leider.
Im Wolkenkuckucksheim war erstmal Gastherme streicheln angesagt. Die Elektroden waren verschlissen. Dann war eine Runde putzen dran.
Am frühen Abend fuhren wir schnell aus der Stadt heraus und rasten einmal quer durchs Bauhaus. Ein neuer Schnellkomposter mußte sein, weil in den alten die Wühlmäuse zwar nicht mehr von unten einsteigen können, weil ich Kükendraht druntergelegt habe, aber an der Seite ist er völlig aufgeplatzt. Bolzen für Türbänder, der Graf hat dem Hundezwingerholzlager eine neue Tür gebaut. Und 8 Ytongsteine für den neuen Bullerjan.
Auf dem Rückweg war die Autobahn bei Neuruppin voll gesperrt und wir hoppelten über die Dörfer. Der Graf zeigte mir das Haus, in dem er in den 90ern untergebracht war, als er nach dem Studium eine zeitlang nebenher Umschulungskurse gab.
Um ein Uhr waren wir zurück auf dem Dorf. Die Geschenke, die wir nächste Woche zum 70. Geburtstag brauchen, hatte die Postfrau zuverlässig deponiert.
Puh. Berlin brauche ich wirklich nicht mehr oft.

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25.10. 2019

Noch ein schöner milder Herbsttag. Wir räumten den Raum am Seiteneingang aus, aus dem wir damals die Küche herausgerissen hatten und der langsam zum wirren Holz- und Pappelager transformiert war.
Das Holz wurde sortiert und der Sperrmüll, der sich auch noch fand, separat gelegt. Der Graf schraubte Schrauben aus Brettern und Kanthölzern und ich zog Nägel aus Paneelen. Dann wurden die Bretter, so sie Brennholz waren, von ihm zersägt. Ich machte derweil den Raum zumindest oberflächlich sauber. So richtiger oller Dreck bringt mir meistens Kopfschmerzen im Stirnhöhlenbereich. Aber ich konnte immer mit der Luft draußen gegenarbeiten.
Dann wurde Brennholz extra gelagert und die noch verwendbaren Hölzer wieder aufgestapelt.
Die ganzen Stunden leistete uns die kleine bunte Katze Gesellschaft, die etwas frische Luft und Bewegung brauchte. Sie spielte mit Blättern, roch an den letzten Blümchen und balancierte auf kippeligen Hölzern. Ab und zu kam sie in ihre Box, sie sollte etwas schlafen, aber es war alles so aufregend, daß sie weder viel fraß noch schlief.
Schade, daß sie keine Spielgefährten mehr hat.
Als es dunkel wurde, waren wir endlich fertig.
Dann gab es das aufgewärmte Curry von gestern und ein Stündchen Stricken.

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24.10. 2019

Es ist immer noch warm und der Hochnebel blieb den ganzen Tag. Es ist sehr still, wenn es neblig ist.
Eine Aufgabe war die Wichtigste. Der Bullerjan in unserer Wohnung zog immer schlechter. Es war an der Zeit, ihn ordentlich sauber zu machen, bevor er den ganzen Tag geheizt würde.
Der Graf übernahm das mit seiner Akribie und räumte das Teil sehr gründlich aus. Das Ofenrohr wurde draußen mit Pressluft ausgeblasen, da kam eine schöne Rußfontäne raus.
Jetzt brennt er wieder fröhlich vor sich hin und raucht nicht mehr beim Nachlegen ins Zimmer.
Nebenher riß ich zwei Schubkarren Brennnesseln mit Wurzeln raus.
Dann gab es Kürbis-Blumenkohl-Curry und schon war es Abend.

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