24.09. 2020

Heute sollte der Regen beginnen, aber es war noch einmal warm und sonnig.
Wir trödelten uns in den Tag, mit noch mal ins Bett gehen und einen Spaziergang machen.
Dann harkte ich Gras Und Laub, machte dem Grafen einen Apfelpfannkuchen und flauschte Shawn.
Abends fuhren wir einkaufen. Die Straße zum Dorf ist jetzt wieder uneingeschränkt befahrbar, die Sperren sind weg. Die eingesunkene Straße an der sumpfigen Stelle liegt jetzt mehr als einen Meter höher und hat eine Drainage bekommen.

23.09. 2020

Nüsse gesammelt, Wäsche gewaschen, gemotorsenst und
FEUER gemacht. Mehr als 6 Stunden lang Zeugs verbrannt, sogar das Relikt vom Osterfeuer 2018 (das ja nie richtig brannte) verheizt.
Im Dunkeln noch lange mit dem Grafen davor gesessen. Mimi lange auf dem Schoß gehabt, die ganz entspannt gedöst hat.

22.09. 2020

Gestern waren Tag und Nacht gleich lang. Heute war es noch einmal warm und sonnig.
Ich fühlte mich heute nicht so richtig produktiv mit Nüsse sammeln, Wäsche machen und mal hier, mal da.
Zumindest schliff ich das Katzenhaus an, um es frisch zu streichen, um dann zu merken, daß die Wetterlasur alle ist. Shawn war entsetzt, als sein Nachtunterschlupf woanders stand, kein Dach mehr hatte und ausgeräumt war.
Der Graf machte weiter Heldenarbeit, er reinigte die Dachrinnen und klebte undichte Stellen zu. (Das hatte ich letztes Jahr zweimal gemacht, aber er macht das richtiger und besser. Man kennt das ;) Auf jeden Fall sind jetzt zwei viel zu enge Zugänge zu Fallrohren weiter gefräst. Das hätte ich tatsächlich nicht gekonnt.)

Bei einem Blick nach unten in den Park, weil die Kühe wieder schön im Bild stehen und sich scheinbar aktuell mit Bullen verlustieren dürfen, traf ich eine kleine Ringelnatter, die sich flugs tot stellte. So richtig mit Zunge raushängen lassen.

Und Mimi lenkte mich mal wieder vom Wäsche abhängen ab. Aber hübsch isse. Und sie war heute selig, weil sie auf meinem Schoß sitzen durfte.

Abends gab es wieder Gegrilltes aus dem zischenden, rauchenden Schrank und die Katzenschaft durfte Fettfetzchen naschen.

21.09. 2020

Morgens dunstig und dann warm und sonnig und im Ganzen ein wilder Montag.
Heute sollte endlich die Kunst hier ankommen, die eigentlich schon Ende März avisiert war. Aber wie immer – die Situation.
Der Künstler fuhr sie selbst aus, weil er in Ostholstein, auf Rügen und auf dem Darß etwas zu tun hatte.
Ich schickte ihm morgens noch schnell den Hinweis, daß unsere Straße zwar offiziell immer noch gesperrt sei, aber man käme schon durch. Doch ausgerechnet heute hatte man irgendeine Baumaschine quer gestellt. Wir fuhren ihm entgegen, um ihn aufzupicken und zu uns zu geleiten. Da er es aber sehr eilig hatte, wurde die Kunst auf unseren Transporter umgeladen. Was ein irres Bild war. Zwei Autos unter einem Windrad im Nirgendwo, im Hintergrund Autobahnlärm und dann werden länglich verschnürte, lebensgroße Dinge ausgepackt und umgeladen. Mumienschmuggel oder so.
Wir fuhren wieder zurück und stellten die drei Holzskulpturen erst einmal provisorisch im Park auf, wir werden sie sicher noch einmal verrücken müssen.
Zwischendurch hängte ich Wäsche auf, sammelte Nüsse und Himbeeren für einen Eisbecher. Pakete fuhren wir auch noch zur Post.
Am frühen Abend strich ich das Eichenholz der Skulpturen mit Holzschutzlasur an. Es wimmelt im Park derzeit von Mücken. Die Holzlasur vertrieb sie gut.
Das Anstreichen war wie eine Begrüßung, jetzt kenne ich jeden Quadratzentimenter.



Der Graf hatte inzwischen heldenhaft Dachrinnen gesäubert und gesichtet.
Als es dämmerte, nutzten wir den noch milden Abend (Fledermäuse um uns herum, die die wildesten Kapriolen flogen, mit kurzen Abtauchern auf den Rasen) und warfen uns ein paar Würste auf den Grasgrill. Die Katzen waren wie durchgedreht. Es roch lecker nach Wurst und sie sahen nur einen zischenden Schrank!
Nachdem sich Mimi in die Küche geschlichen und dort einen Eierbecher zerdetscht hatte, gab es Schimpfe, aber auch etwas zu fressen. Sie essen gerade ziemlich viel, wahrscheinlich weil es nachts doch schon recht kalt ist.
Als es zu frisch wurde, schauten wir noch einmal in den Sternenhimmel und gingen rein. Den Rest des Abends verbrachten wir am Ofen im Herrenzimmer.