19.7. 10

Und dann war es Montag. Ich trudelte etwas verspätet ins Büro und machte mich ans Abtragen von Papierbergen. Ich hasse das so, daß ich stapele bis alles umkippt.
Dann noch Recherche zum neuen Telefon/DSLanschluß, denn der alte, der hier liegt hat einen völlig überalterten Vertrag und eine indiskutable Datenrate.
Die Telekom ist mir zu teuer und ihr Geschäftsgebaren ist mir zu undurchsichtig. Rabatte über Rabatte, die dann doch nicht so hoch sind, weil sie doppelt und dreifach versprochen werden.
Arcor/Vodafone bietet nur 6.000 Mbit
1&1 bietet VDSL zu einem guten Preis, vor allem mit Fritzbox, will mich aber die Nummer nicht mitnehmen lassen, sondern hängt seine Telefondose daneben. Hm.

Am späten Nachmittag pickte ich dann die Frau Rosmarin am Bahnhof auf und wir verbrachten einen wunderschönen Sommerabend mit tollen Gesprächen im relativ kinderleeren Prenzlauer Berg.
Soviel zum mitunter in den Raum gestellten Vorwurf, Blogger hätten keine sozialen Kontakte. Seit ich blogge, habe ich Brüder und Schwestern im Geiste kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte.

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Neid!

Mit meiner Karriere als Regisseurin stylischer, feministischer Pornos ist es leider nichts geworden. Mein erstes Projekt „Grün, Blond & Blutig III“ hat zwei Aufführungen Gott sei Dank nicht überlebt.
Aber das hier:

Chore Damaris by Justin Anderson from Justin Anderson on Vimeo.

hätte ich gern gemacht. Hab ich aber nicht.

via

…und ich würde auch ganz gern wissen wollen, weshalb das Einbetten bei mir nicht klappt.

… geht doch!

Wobei ich mich immer wieder frage, wer auf solche „kein Arsch und kein Tittchen, sieht aus wie Schneewittchen“-Mädels steht.

17.7. 10

Die Abkühlung der Nacht war marginal, eine halbe Stunde Regen, der kaum die Erde erreichte, aber jeden Menge dicke Wolken.
Da ich kaum geschlafen hatte, weil ich immer auf dem Sprung war, die Fenster zu schließen (Gewitter und Regen) oder zu öffnen (zu heiß), ging ich den Morgen langsam an. Mit Kaffee und Zeitung im Bett und einem mittelprächtigen, kühlenden Sturzregen, später mit Wäsche waschen und putzen.
Als wir einige Stunden später auf dem Markt gingen, waren die Straßen schon wieder komplett trocken, aber der Staub war für einen Tag verschwunden.
Das ist eine Sache, die ich nicht verstehe. Berlin wird von Sommer zu Sommer trockener und damit staubiger. Es liegt in einem sandigen Umland, hat jede Menge Straßen, Verkehr und Menschen und damit Windkanäle, Reifenabrieb, Pollenflug, getrocknete Hundescheiße und banalen Dreck in der Luft. In Barcelona wird jeden Abend, bevor es dunkel wird, die ganze Innenstadt mit Wasser besprengt. Warum bekommt das hier keiner hin? Berlin steht auf Wasser, Mangel kann es nicht sein.
Ich verbrachte den Nachmittag mit einer Siesta und diesen ungezählten kleinen Handgriffen in einer Wohnung, die man nicht unbedingt sieht.
Am Abend gingen wir auf das Jazzfest am Schloß Charlottenburg. So richtig enthusiastisch machte mich das nicht. Gehobene Kirmesstimmung mit Dritte-Welt-Produkten und exotischen Essen. Dazu eine bombige Soulsängerin, die den Laden rockte. Aber es war alles recht beliebig.
Später saßen wir noch auf einen Wein vorm Pan delgli Angeli. Es war nett, aber zu teuer. Am Nebentisch berichtete ein Berliner Paar dem Paar, das aus der Provinz zu Besuch war darüber, was im Kit Kat Club so abginge. Hihihi.
Die Nacht versprach seit langem einmal erholsamen Schlaf.

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18.7. 10

Gut ausgeschlafen früh aufzustehen kann schön sein. Wir frühstückten und lasen in aller Ruhe Zeitung. Dann sattelte der Mann das Auto, denn es war windig. Ich blieb zu Hause. An einem kühlen Tag frierend einem Surfer beim Spaß haben zusehen war noch nie meins.
Ich leiste mir den Luxus, am frühen Mittag noch mal für ein Schläfchen ins Bett zu gehen. Mal scheuen, wann diese Mega-Schlaferei endlich vorbei ist. Wenn das ein anerkannter Beruf wäre, könnte ich viel Geld damit verdienen.
Den Nachmittag verbrachte ich mit dem Herrn Glamourdick auf seinem Dachbalkon, bei Kaffee und Törtchen.
Der Abend war häuslich. Antipasti vom Grill,
Werbepause.
TaATAAAA!
Weiter im Programm.
dazu gegrillte Hähnchenbrust in Zitrone mariniert.
Dann Bettwäsche bügeln. Sie bügelt sich übrigens schneller, wenn man sie mangelfeucht im Trockner für ein paar Stunden vergißt und kalt werden läßt, konnte ich gestern lernen.
Nachdem ich den auf dem Sofa eingeschlafenen Mann ins Bett bugsiert hatte, war dann auch Nachtruhe.

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