8.11.11

Es gibt Neuigkeiten von der Telekom. Das Facebokk-Troubleshooting-Team hatte nach ein paar Tagen herausbekommen, daß wohl irgendwas mit dem Auftrag schief gelaufen ist. – Oha!
Man stelle den Auftrag jetzt neu ein. – Das wäre dann das dritte Mal innerhalb von sechs Wochen. man darf gespannt sein. Zudem hat sich das ohnehin schneckenlangsame Internet noch mal verlangsamt auf 1.000 mBit/s. Eine ideale Veraussetzung, um online an Datenbanken und CMS zu arbeiten.(von Videos rauf- und runterladen mal ganz zu schweigen)

Gestern arbeitete ich deshalb schon im Nestchen. Aber wie das so ist mit Ortswechseln: Alles eingepackt, Schmutzwäsche, Technik, aber halt, das Netzkabel für den Rechner liegt noch in einem Zimmer, das Blick auf den Berliner Dom hat, statt im Schöneberger Hinterhof seine Dienste zu tun.
Also zurückfahren. Auf der einzigen praktischen Route, am Rand des Regierungsviertels entlang, wo dreimal täglich alles abgesperrt wird, weil schwarze Limousinen durchgeschleust werden müssen. Mit dem Fahrrad ist das eindrucksvoll, wenn plötzlich im Tiergarten alles ganz still wird. Im Auto sitzend, hilft nur tief durchatmen und entspannen.

Der beste Freund hatte sich am Abend angesagt. Wir hatten seit Anfang September versucht, einen Termin zu finden, alles nicht so einfach, wenn beide Seiten frisch verknallt sind. Neue Frau, neues Glück und er meint, er fühle sich endlich angekmmen, nach diesen vielen blöden Jahren Übergangsstadium.
Vielleicht sind wir das ja selbst gewesen. Klagten imer, daß alles nicht so läuft wie wir es wollen und steckten einfach nur völlig verpeilt mitten in der Midlife Crisis.

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7.11.11

Montag. Der Gasklepmner kam sehr früh, zu früh, in Anbetracht dessen, daß ich erst um zwei Uhr nachts schlafen gegangen war.
Ich hing so rum, Handwerker beaufsichtigen ist immer etwas blöde. Man kann nix helfen und allzusehr raushängen lassen, daß man wieder schlafen gehen möchte, ist auch ein wenig asozial.
Der Tag zog sich dann. Ich scheiterte am gefälligen Verpacken von Daten. Der Test war ja hier eine Weile zu sehen. Auf dem einen Server läufts, auf dem anderen nicht. Gnaaa!

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6.11.11

Ein Herbstsonntag, der uns mit seiner Milde nicht darüber hinweg täuschen sollte, daß sie Adventszeit fast vor der Tür steht.
Der Graf schlief lange und ich hatte wieder einmal einen schönen, ruhigen Morgen vor mir. Eine gute Zeit für Fellpflege und einfach nur faul sein.
Nachmittags machte wir eine Runde über den Flohmarkt am Kupfergraben. Bisher gab es keinen dieser Römer, wie ich ihn zerschlagen hatte. (klassisch, gerillter grüner Fuß und eingeschliffene Eichmarke)

Der Rückweg führte durch die Tucholskystraße zum Victoria. Das ist scheinbar so klein, daß ich es im Internet nicht finden kann, um es zu verlinken. Ein kleines Cafe mit drei Torten im Fenster, dazu Schokoladenküchlein und herrliche aromatisierte Fondantbonbons. Ich aß eine Kastanien-Baiser-Torte. Ein Gedicht: Kastanienkrümel, Baiserschichten und eine Buttercreme, die leicht und buttrig zugleich war. Der Graf nahm die Victoria-Orangen-Torte: Mousselinebiscuit in Schichten mit Orangenlikör getränkt und umhüllt von geflämmtem Baiser. Manchmal kann Esssen so gut sie wie Sex.

Nach einem Zwischenstopp bei Inder, um dem Blutzuckerspiegel wieder zu regulieren, verbrachte wir den Abend vor der Glotze. Claude Oliver Rudolph in selbstüberschätzender, besoffener Grandezza beim Promidinner. Ich hatte den Laptop auf dem Bauch, weil ich Videos konverieren mußte und das Ding wurde immer mal grenzwertig heiß.

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5.11.11

Im Gegensatz zu diesem sonderbaren Sommer wird uns ein schöner Herbst geschenkt. Das ist doch was!
Ich machte mich am Vormittag straßenfein, denn ständig möchte ich nicht im Sweatshirt unterwegs sein, und erledigte einige Samstagsvormittagsbesorgungen.
Zum Beispiel im Friseurgroßhandel Lockenschaum und schwarze Latexhandschuhe besorgen. Meine Haare brauchen Verstärkung, denn die Locken sind zwar vorhanden, hängen sich am zweiten Tag aber meistens aus.
Dann kamen noch Kleinigkeiten dazu: Waschpulver, Kleber, Batterien. In einem Affenzahn fliegt einem das Geld aus der Tasche.
Der Rest des Tages verging wieder einmal auf Freiberuflerart. Wäsche waschen, Mittagsschlaf, der aber keiner war, da ich zu hungrig war, kochen (Reispfanne mit Broccoli, Tofu und Frühlingszwiebeln) und pünktlich in der Dämmerung ab an den Rechner. Beide. Ein Auftrag mußte fertiggestellt werden, in dem wir unterschiedliche Felder beackerten. Ich Content und Videos, der Graf das Design und die diffizilen Pixelschubsereien. (Ist ja nicht so meins, mein Credo lautet: Keine Details.)
Ich verabschiedete mich gegen ein Uhr ins Bett, der Graf kam zwei Stunden später nach. Diese Zeitverschiebung ist normal, denn Mädchen brauchen viel mehr Schönheitsschlaf.

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