Die Tage gerinnen

zu einer amorphen Masse. Eindrücke bis drei Uhr nachts. Zwischendurch essen, mal hinlegen. Ideen, Pläne, Koordination. Freunde, Klienten, neue Bekannte. Neues zu lernen, Altes refreshen, Querverbindungen weben.
Morgens lange Startzeit, der einzige Moment, wo noch Entspannung da ist.
Bälle zuwerfen. Gesehenes triggert. Die Welt öffnet sich. Das Leben spannt die Flügel.

Den Geburtstagsfestartikel muss ich erst mal nach hinten schieben. Schade! Es gibt doch noch von Herrn Glämmerdicks Fall in den Rosmarin zu berichten, von Wodka Pa-Pa-Partisan, der aus Iggy Pop in meinen Kopf Billy Idol machte und davon, dass der Besucheransturm am Anfang so heftig war, dass ich nicht mehr in der Lage bin, die mir innerhalb einer halben Stunde in die Hand gedrückten Geschenke nach dem Auspacken am Tag drauf einer schenkenden Person zuzuordnen. Shame on me!

Aber wisst ihr? Ich bin dankbar und glücklich, dass es euch alle gibt. Und ich bin glücklich über dieses Leben. Über die Waage zwischen Reife, Neugier, Gelassenheit, Nichtmehr und Schonwieder.

Veröffentlicht unter Leben

Coole Sachen

1. Blogmich-Nachdenk-Biertrink-Vorbereitungstreffen. Tolle Leute.

2. Stories & Places geht ab wie Schmidt’s Katze. Damit hat keiner von uns gerechnet. Wir dachten, wir müssen so alle Woche mal wieder um 10 Einträge werben. Einen herzlichen Dank an alle, die dabei sind, die uns Zuspruch gegeben und empfohlen haben!
Nach gut 6 Stunden schlugen übrigens die ersten Linkschleudern und SEO-Spammer auf. Hellauf begeistert natürlich, weil so nah kommt man dem Kunden sonst nie, zumindest nicht umsonst. Es ist schon erstaunlich, was sich so als Reiseblog und als nichtkommerzielle Veranstaltung ausgeben möchte und aussieht wie ein TUI-Katalog. Aber die Grenzen sind fließend.
Wir hatten uns mit Reisebloggern vorher nie beschäftigt. Es gibt tatsächlich eine Spezies, die rund um  die Welt reist und sich Blog-Artikel sponsern lässt. Nun gut, früher gab es die Reisebuchautoren.
Manchmal hat es auch seinen Vorteil, im eigenen Spaßprojekt Hausrecht zu haben. Was die Reiseblogger mit den fließenden Grenzen zur Kommerzialität betrifft, so wollen wir uns vorbehalten, wen wir zu Stories & Places passend finden oder nicht.
Und wenn jemand sich die Mühe nicht machen will, auf das Risiko hin, gelöscht zu werden, kann er vorher mal per Mail anfragen…

Veröffentlicht unter Leben

Rendezvous mit großen Tönen

P. kenne ich schon seit mehr als einem Dutzend Jahren. M. brachte seinen alten Jugendfreund ins Schauspieler – Regisseure – Autoren – Labor (Achtung, Vintage-Website!) mit und dort waren wir allesamt mit experimentieren, streiten und Schnitzelessen zugange. P. hatte hochinteressante Konzepte beizusteuern, auf die wir Filmdeppen erstmal nicht gekommen wären.
Dann brachte er mir das Singen bei. Hatte ich doch von Hause aus gar keine Stimme oder aber einfach eine Sperre im Kehlkopf, wie mans nimmt, jedenfalls nach zweieinhalb Jahren hatte ich einen okayen, wenn auch nicht umwerfenden Mezzosopran.
Zwischendurch kämpften wir an verschiedenen Fronten, heckten aber unter P.s Führung die Präsenzseminare mit Tutorial, Präsentationsübungen, Einzelcoaching und Videoauftritt aus. Das war ein ziemlicher Erfolg.
Jetzt geht jeder weiter, zu neuen Ufern. P. ist in der Kunst noch mal ein Stück weiter gekommen. Er macht so hinreißende Sachen, wie Grimms Märchen mit Gesang, Musik und Sandmalerei. Und er wird neue Türen beim Präsenztraining aufstoßen. Zu diesem Anlass trafen wir uns heute. Manchmal ist eine Zuhörerin nicht verkehrt. Nachdem ich eine Stunde kommende Projekte und Pläne angehört und kommentiert hatte, ging es ans Singen. Das hatte ich ja gut fünf Jahre nicht mehr richtig getan. P. meinte zwar zwischendurch immer mal, wenn wir zusammen ein Seminar machten, meine Stimme wäre höher geworden, aber ich habe es nie ausprobiert.
Dann ging es los, erst Felix Mendelsohn Bartholdy zum warm machen. Das war ein bißchen so, als würde man nach langer Zeit wieder Autofahren, der Gasfuß ist etwas eingerostet und man hat vergessen, wie ein Auto losschießen kann.
Halleluja, das ist ein heftig lautes Organ geworden. Früher musste ich lernen, Laut zu geben, heute darf ich piano üben. Und, ja, ich bin wohl jetzt ein Sopran. Als mir die Erkenntnis bei einem glockenhellen hohen Ton kam, den ich sonst immer gerissen habe, musste ich gleich erst mal ein bisschen heulen.
Das andere Repertoire muss erst wieder hochgeholt werden. Shirley Bassey hat so einen souveränen Stimmumfang, da kneifen meine Stimmbänder reflexartig. Außerdem werden wir neues Programm üben. Schlager.

Veröffentlicht unter Leben