WMDEDGT Februar 2020

Am Monatsfünften fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelte um 7:30 Uhr und ich wickelte mich noch etwas um den Grafen.
Um 8:00 Uhr stand ich auf und ging die Katzen füttern.
Gott sei Dank fiel mir noch ein, daß heute die Müllabfuhr kommt und ich raffte schnell alle Restmülltüten zusammen und fuhr die Mülltonne an die Straße.
Dann frühstückte ich Käse- und Wurstbrote.
Heute war Stadtfein angesagt. Ich zog einen Rock und ein Jackett an, machte mir eine bürgerliche Frisur und malte mir ein Gesicht auf.
Diesmal gab es nicht viel Gepäck. Ich trödelte noch etwas herum, da der Graf beschlossen hatte, erst um 11 Uhr loszufahren. Dann ließ ich die Katzen raus und wir fuhren nach Berlin.
Als wir gegen 14:30 Uhr ankamen, bemerkten wir, daß wir gar keinen Schlüssel für die Wohnung dabei hatten. Was jetzt keine Katastrophe war, denn die ist sowieso gerade ungeheizt und dafür waren wir nicht in Berlin.
Wir gingen die Kastanienallee entlang auf der Suche nach einem Café und sahen mal wieder, daß von den Kaffee-Frühstücks-Essens-Absturzkneipen nicht mehr viel da war. Kleine Kaffeeundkuchenbars hatten meist kein Klo, Restaurants öffneten um 18 Uhr und der Rest waren Läden für schnelles Essen im jeweils gehypten Style. Ganz eingerichtet auf Touristen und Berufstätige. Die Boheme wohnt nicht mehr hier.
Wir gingen vor bis zu An einem Sonntag im August, das genauso wie das Schwarzsauer mittlerweile merkwürdig aus der Zeit gefallen scheint. Aber auch die haben inzwischen eine Burgerkarte. Wir tranken Kaffee und Tee und der Graf zog sich um.
Dann liefen wir mit einem kurzen Zwischenstopp am Auto, um Gepäck loszuwerden, nach Mitte, zum Monbijoupark.
Dort fand um 16 Uhr die Fortsetzung der Dramameetings mit anderen Mitteln statt. Es tut ganz gut, wenn Profis am Werk sind. Durch sind wir noch lange nicht, aber dieses enervierende unprofessionelle Gewurstel kann man sich wirklich sparen.
Danach war es dunkel und wir gingen zum Zionskirchplatz zurück. Zwischendurch hielten wir für etwas zu Essen. Auch hier, ein altes Café in der Großen Hamburger Straße, das mittlerweile jede Menge vegane Gerichte aufgesattelt hat. Es gab aber auch Currywurst mit Bratkartoffeln.
Dann liefen wir weiter, holten uns noch ein Häppchen Kuchen in der Confiserie Reichert, hielten in der Weinerei an und stiegen ins Auto.
Der Graf mußte noch in den Baumarkt und so verbrachen wir die letzte halbe Stunde bis zum Rausschmiss wegen Ladenschluss im Bauhaus und kauften Dachlatten, Malerfolie und Big Bags.
Wir fuhren zurück. Nach chaotischem LKW-Rennen vor Wittstock wurde die Strecke Richtung Rostock immer ruhiger und wir hatten genug zu diskutieren.
Wir kamen um nach elf Uhr an, es war trotz Wolken sehr hell und Shawn begrüßte uns schon. Ich fütterte ihn und Mimi kam kurz danach durchs offene Fenster gesprungen, redete aber kein Wort mit mir.
Danach wurde der Ofen geheizt es war Zeit für ein Schälchen Schokopudding mit Eierlikör.

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04.02. 2020

Ein Sonnentag mit kalten Regenschauern und starkem Wind.
Zwecks Kräfteschonung, weil der Tag morgen anstrengend wird, hackte ich nur etwas Holz, machte die Rücksendung der Wildkamera fertig, wusch dem Gatten Hemden und werkelte in der Küche. Außerdem schaute ich gemeinsam mit einer Nachbarin nach ihrer entlaufenen Katze.
Ich kochte Blumenkohl-Süßkartoffel-Curry mit Hühnchen und buk einen Schokoladenkuchen, der ist immer so schnell alle.
Außerdem las ich einen Artikel über die Pestepedemien des Mittelalters, den die Freundin von drei Dörfer weiter geschrieben hat, der sehr interessant war.
Während ich kochte, raschelte es schon wieder hinterm Gipskarton. Der kleine Kartoffeldieb brachte sich in Stellung. Letzte Nacht war hungern angesagt, weil ich alles hochgestellt hatte. In der Zeit, in der wir aßen, wurde schon wieder eine Kartoffel angenagt und bis zum Durchschlupf geschleppt.
Ich ließ die Katzen, bevor ich sie schlafen legte, einmal durch die oberen Flure streifen. Sie fanden es sehr spannend und ich hoffe, der Geruch ihrer Pfötchenspuren ist eine Warnung.

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03.02. 2020

Die finsteren Tage scheinen vorbei zu sein. Wahrscheinlich kreiste Ende letzter Woche ein Schwarm Dementoren über dem Flußtal.
Am Vormittag planten wir die nächsten zwei Monate. Dann stiegen wir auf den Dachboden. Das feuchte, aber nicht frostige Wetter läßt im Park das Holz so schnell faulen, daß man dabei zusehen kann. Da auf dem Boden Arbeiten nötig sind, krochen wir bis in den Spitzboden, kontrollierten Balken und verglichen sie mit Fotos aus dem Sommer. Wir fanden eine Briefmarke mit Walter Ulbricht und ein Marderklo. Er k…t grundsätzlich nur auf ein Blatt Papier, das dort liegt.
Dann spaltete ich zu große Holzstücke und der Graf brachte sie ins Haus.
Die Katzen spielten anmutig in der Nähe und ich ließ sie kurz durchs Fenster rein, für einen Nachmittagssnack. Mimi galoppierte die Planke hoch, Shawn sprang mit einem Zwischenstopp auf dem Dach des Katzenhauses aufs Fensterbrett und binnen zwei Sekunden schlugen zwei gierige Fellbündel auf dem Fußboden auf und rasten, sich mit rutschenden Pfoten in die Kurve legend, in Richtung Futterplatz. (Sie fressen ohne Bremse, wenn sie Kugelbäuche haben, wollen sie trotzdem noch was. Die frühe Hungererfahrung läßt sich nicht überschreiben.)
Dann fuhren wir nach Rostock in den Baumarkt, gingen kurz zu Ikea und kauften zum Schluß noch ein paar Kleinigkeiten im Rewe.
Ich schaffte es leider nicht mehr, die Wildkamera fertig zu machen. Die Akkus waren heute gekommen. Das mache ich morgen.

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02.02. 2020

Sonntag! Ich habe Kuchen gebacken und die Freunde von drei Dörfer weiter kamen zu Besuch.
Es gab ein güldenes Geschenk.

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