Kalter Wind und Sonne. Unangenehm Schwindel hervorrufend.
Nur drinnen gearbeitet. Böden geputzt. Die Treppenkammer ausgeräumt. Putz dort abgeschlagen. GsD nicht so viel wie geplant, denn er ist fest und die Wand dahinter wider Erwarten trocken.
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13.04. 2020
Ein fauler Ostermontag.
Der Plan war eigentlich, die Katzen rauszuschmeißen und bis Mittags im Bett liegen zu bleiben. Aber der kalte stramme Wind hatte drei Kohlrabihütchen weggepustet (zwei davon dauerhaft abgängig)und schüttelte die Wäsche auf der Leine ordentlich durch. Also brachte ich die Hütchen und die Wäsche in Sicherheit, bevor ich mir alles im Dorf zusammensuchen durfte.
Dann aß ich im Bett Pudding und trank Kaffee.
Ansonsten habe ich den Tag heute so vertrödelt, daß ich garnicht mehr zusammenbekomme, was ich heute gemacht habe.
Das Bad geputzt, noch mal zwei Stunden geschlafen und gestrickt. Das wars.
Immer öfter merke ich, wie privilegiert wir leben und wie gut es uns geht. Ich denke an Freunde, die so schnell nicht in ihren alten Job zurück können, weil es da nichts zu tun gibt, manchmal hängt auch eine Firma mit Mitarbeitern dran. Freunde, die von Homeoffice und alle hocken zusammen nur träumen können, weil jemand im Krankenhaus ist.
Ich glaube, der allmähliche Neustart in ein paar Wochen führt uns in eine sich verändernde Welt. Es wird viel nicht mehr so sein, wie es einmal war.
12.04. 2020
Ein richtiger Ostersonntag, wir haben den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Weil es so schön warm war, hat der Graf die Dresdner Terrassenmöbel ausgemottet. Ich pimpte einen fertigen Käsekuchen auf und am Nachmittag saßen die Freunde von drei Dörfer weiter in gutem Abstand mit uns im Frühlingswind bei Kaffee und Kuchen. Danach wurden die Deckenbalken im Gartensalon und der angefaulte Sparren darüber besprochen.
Ansonsten habe ich noch etwas Wäsche aufgehängt (ich Heidenkind weiß ja nicht, daß das nicht gottgefällig ist) und Mimi einige Male von Tisch und Stühlen verjagt, es war zu interessant, was wir da essen.
Es gibt einen neuen Job für mich: An warmen Tagen morgens die Hütchen von den Kohlrabis nehmen und abends wieder aufsetzen.
11.04. 2020
Noch ein Sonnentag. Ich pflanzte einen Johannisbeerbusch um, machte Dutzende Maulwurfshaufen platt, die nach winterlichem Dauerregen und Trockenheit im Frühjahr steinhart waren, pflanzte Kohlrabi und setzte sie unter ein Hütchen, säte Mangold und sammelte Holz, viel Holz. Der Graf räumte die großen Holzmengen unter der 2017 in Sturm zerspellten Linde auf, ich das Kleinzeug.
Abends gab es ein schönes Feuerchen.