26.12. 2020

Wir fuhren mittags an die Ostsee und tranken bei einem kleinen Flanierspaziergang am Strand eine Flasche (alkoholfreien) Sekt.
Leider waren auch jede Menge andere Leute dort unterwegs. So voll ist es dort sonst nur im Sommer tagsüber.

Dann setzten wir uns durchgefroren an den Ofen, aßen die Reste der Ente, dazu Schokolade und taten nichts.

Veröffentlicht unter Leben

25.12. 2020

Es wurde heute kälter.
Ich frühstückte ein paar Reste vom gestrigen Raclette und trank kurz entschlossen einen Aperol Spritz dazu.
Dann holten wir Holz und gingen eine Runde spazieren. Die Sonne schien sogar etwas.
Als es dunkel war, bereitete ich die Ente vor und schob sie in den Ofen. Sie paßte dann doch wider Erwarten in Omas alten Bräter und die beine hingen nicht raus.
Ich verbrachte die Zwischenzeit damit, zu stricken. Die Ente brauchte zweieinhalb Stunden und ich hatte ihr noch eine halbe Stunde draufgegeben, weil mir das etwas kurz erschien. Eine Dreiviertelstunde vorher machte ich die Sauce, die ich gestern schon vorbereitet hatte, mit ein paar Pfefferkuchen fertig und warf Klöße in warmes Wasser. Dann bräunte ich die Ente. (Alles nach dieser Anleitung.)
Ich war zwar etwas skeptisch, ob das Fleisch nicht noch zu hart ist (zehn Minuten länger wären gut gewesen), aber das Essen war phantastisch. Die Ente war schon ungebraten von hervorragender Qualität. Dagegen ist alles, was man auftaut, tropfender, müffelnder Sondermüll.
Die Katzen bekamen die zweite Hälfte der Innereien (Shawn ißt sie, Mimi leckt sie nur ab, sie mag nichts rohes) und das letzte Scheibchen Rinderfilet vom Raclette mit etwas Mozzarella, brüderlich geteilt. Danach sollte es zur Nachtschicht gehen, aber Shawn mußte intensiv an mir riechen. Ich roch nach Braten. Er wollte unbedingt auf den Arm und rausgetragen werden, weil er dann noch besser an mir riechen konnte. Man muß wissen, der Kater will sonst nie auf den Arm.

Veröffentlicht unter Leben

24.12. 2020

Irgendwie Weihnachten.
Mit Geschenke auspacken, den neuen Kaufmannsladen des Enkelkinds bewundern (über Facetime), den Katzen Enteninnereien bescheren, Raclette essen und Aperol Spritz trinken als Andenken an den Sommer, überfressen im Sessel sitzen und der Graf schnarcht schon leise.
Naja. Aber kann man mal machen.
(Ich war auch schon zu Weihnachten allein: mit einer Flasche Wodka in einem Hotel in Oslo, mit einer frischen OP-Narbe in einem Skiort im Riesengebirge, mit einem Sonnenstich im Bett in Fuerteventura, weil ich mich beim Wandern verlaufen hatte.) Nächstes Jahr gibt es wieder einen Weihnachtsbaum.

Veröffentlicht unter Leben

23.12.2020

Der Vorweihnachtstag brachte noch ein paar Aufräumarbeiten, ich putzte die Küche und harkte Laub.
Der Graf machte wieder einen langen Spaziergang bis es dunkel war.
Es kam Post aus Greifswald. Eine Übersetzung, ein Siebdruck, eine Erzählung und Postkarten. Menschen aus dem Internet, die zum Jahresende ihre kreativen Arbeiten verschicken. Das war für uns wirklich eine große Freude.
Abends kochte ich etwas und dann strickte ich, während ich mir einen Tim-Burton-Film im Fernsehen ansah.
Der Graf war von seinem Spaziergang müde und schlief im Sessel.

Veröffentlicht unter Leben