25.12. 2020

Es wurde heute kälter.
Ich frühstückte ein paar Reste vom gestrigen Raclette und trank kurz entschlossen einen Aperol Spritz dazu.
Dann holten wir Holz und gingen eine Runde spazieren. Die Sonne schien sogar etwas.
Als es dunkel war, bereitete ich die Ente vor und schob sie in den Ofen. Sie paßte dann doch wider Erwarten in Omas alten Bräter und die beine hingen nicht raus.
Ich verbrachte die Zwischenzeit damit, zu stricken. Die Ente brauchte zweieinhalb Stunden und ich hatte ihr noch eine halbe Stunde draufgegeben, weil mir das etwas kurz erschien. Eine Dreiviertelstunde vorher machte ich die Sauce, die ich gestern schon vorbereitet hatte, mit ein paar Pfefferkuchen fertig und warf Klöße in warmes Wasser. Dann bräunte ich die Ente. (Alles nach dieser Anleitung.)
Ich war zwar etwas skeptisch, ob das Fleisch nicht noch zu hart ist (zehn Minuten länger wären gut gewesen), aber das Essen war phantastisch. Die Ente war schon ungebraten von hervorragender Qualität. Dagegen ist alles, was man auftaut, tropfender, müffelnder Sondermüll.
Die Katzen bekamen die zweite Hälfte der Innereien (Shawn ißt sie, Mimi leckt sie nur ab, sie mag nichts rohes) und das letzte Scheibchen Rinderfilet vom Raclette mit etwas Mozzarella, brüderlich geteilt. Danach sollte es zur Nachtschicht gehen, aber Shawn mußte intensiv an mir riechen. Ich roch nach Braten. Er wollte unbedingt auf den Arm und rausgetragen werden, weil er dann noch besser an mir riechen konnte. Man muß wissen, der Kater will sonst nie auf den Arm.

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