Und sonst…

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Merke, daß der Sommer in diesem Jahr an mir vorbeigerauscht ist. Da will ich doch wenigstens das letzte müde Zipfelchen noch greifen.
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Als Kind bin ich hintern Schrank gekrochen, wenn mich keiner mochte und mir drumherum alles zu viel war. Das mache ich heute in gewisser Weise auch noch.
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Ich halte die Trattoria a‘ Muntagnola für etwas überschätzt. (Das ist jetzt so ein arroganter Kennersatz, der mir garnicht zusteht.) Ich habe jahrelang in der Nähe gelebt und war nie da. Jetzt war ich da und es gibt sehr gute italienische Küche und – ja – es schmeckt wie bei Muttern. Heimatlich, ein bißchen salzarm und eingeübt, aber mit eßbaren Blüten dekoriert und auf angeschlagenem Steingut serviert. Das ist, als würde man irgendwo Rouladen, Klöße und Kaiserschmarrn vorgesetzt bekommen, die eine gute Seele in der Küche zaubert.
Ich kann mir vorstellen, daß dieses Restaurant vor 15 Jahren tatsächlich der einzige Lichtblick in einer Pizza-Hawaii und Sahnesaucen-Carbonara-Einöde war. Mit Erinnerungen an den Italienurlaub und die authentischen Restaurants.
Das Publikum war sehr bürgerlich. Entweder Kulturtouristisch oder mitteljung und schwul, mit beeindruckenden Oberarmen, dabei paarweise unterwegs oder älter, extrem gepflegt und attraktiv, schwul und allein. Faustregel: Wer allein sitzt trinkt mindestens eine Flasche ziemlich guten Rotwein, gern mehr.
War alles irgendwie zwiespältig.
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Ich liebe es, wenn das Denk-Chaos im Kopf sich irgendwann zu logischen Mustern sortiert, denn dann kanns weitergehen. Aber ohne diese (sehr anstrengende, auch wenn es nicht so aussieht) Chaosphase käme ich keinen Schritt weiter.
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Leistungssport ist so was von langweilig geworden, nachdem man sich bei jedem Sieg fragen muß, wie geschickt der Arzt war oder wie löchrig die Dopingkontrollen. Auch die Erkenntnis, daß leichte, dünne Ostafrikaner aus Gebirgsgegenden, die als Kinder zur Schule gerannt sind, für Siege physiologisch prädestiniert sind, ringt mir nicht mehr als ein „Aha“ ab. Das ist so, als würde man darüber referieren, warum Juden einen Großteil der weltweiten Intelligenzia stellen. Ist eben so.
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Ach so und von der Gesundheitsfront gibt es zu vermelden, daß da wohl in den ganzen Durchhängern ein Hashimoto-Schub mit von der Partie war. Meint jedenfalls meine gute, alte, sehr weise Ärztin. (Unter dem Titel: Liebling, ich habe meine Schilddrüse geschrumpft.)
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Ganz am Rande: Wenn ich etwas wirklich hasse, sind es offene Schränke und Klodeckel. Ich bin sogar in der Lage, im Halbschlaf noch mal aufzustehen, um die Tür vom Schlafzimmerschrank komplett zuzuschieben.
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Ich muß mich jetzt mal beschweren!

Nun weiß ich ja, daß ich keine Elfe bin. Nichts kichernd-irrlichterndes, kein entschwirrend-betörendes Geflatter.
Vielleicht bin ich nicht ganz so brachial wie eins von dieses Wagnerschen Weibern* (Frau Walküre hat den Namen schon belegt, deshalb gibts jetzt keine jokes damit).
Wenn ich bei den Analogien in der phantastischen Welt bleiben will, dann sehe ich mich irgendwo beim zauberisch komplett unbegabten Weibsvolk (von fliegen können mal ganz zu schweigen), das irgendwie immer in dramatische Situationen kommt und nicht zu Hause bleibt, obwohl Papi es gesagt hat. Fellkleidchen, Sandalen, ein nettes Messer und ein warmer Umhang, so kommt frau durch die Welt, da muß sie nicht auf die Frisur achten. Ab und zu kommt mal ein Superheld vorbei, aber meistens begegnet sie bei ihren mittelprächtigen Heldentaten prächtigen Typen, manchmal auch Schlitzohren und Diebsvolk und muß dann auf die Fresse anbieten.
Aber mir vier Miesbacher Jungbauern, anzudienen, die sogar zum Kühe hüten zu dämlich sind, wenn mir mal nach Tamerlan zumut ist. Tse, tse, tse. Dit is ja man ein bißchen einfach.
Aber irgendwann komm ich schon an den richtigen Ort.

*Nebenbei: fällt ihnen der Unterschied zwischen diesem allgegenwärtigen Pressefoto und der Realität auf?
Dazwischen liegen zwei Jahre, der Tod eines engen Mitarbeiters und sehr sehr viel (Behauptungs-)Arbeit. Ich frage mich, warum sie das nötig hat, dieses geschönte Shooting um die Welt zu schicken.

Und weiters hin nebenbei: Gestern flog den ganzen frühen Abend eine Schwalbe im Kreis, die wohl den Abflug ihrer Kumpels in Richtung Süden verpaßt hat. Glaaam??? Luckieeee??? Wart ihr mit der trinken und seid hinterher den Hügel runtergerollt? Die sollte doch rechtzeitig schlafen gehen.

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Game-Programmierer gesucht

Wer kennt einen, der noch keinen 16-Stunden-Tag hat bzw. sich in Goldbarren bezahlen läßt?
Das Konzept existiert, das Marketing hat Fachleute, die Ausführung braucht Beteiligung.

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Heute

kocht ich (Maisspaghetti mit Tomaten und Thunfisch),
morgen back ich (Pflaumenkuchen!!!!)
und übermorgen hol ich der Königin ihr Kind???
Nö. Ich hätte viel lieber …

ergänzen sie das mal selbst

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