13.11.11

Das ist schon problematisch mit der Kontinuität von gebloggtem Tagebuch in bewegten Zeiten. Allerdings muß ich zugeben, daß ich im Moment auch fürchterlich viel schlafe.
Der Herbst hat zugeschlagen. Am Samstag packte ich den Bambus warm ein, raufte das restliche Grün aus Thymian und Rosmarin und winkte der Kapuzinerkresse noch einmal zu. Lange wird die es bei diesen Temperaturen nicht mehr machen.
An diesem Tag passierte dem Grafen und mir ein Konsum-Explosion oder wie immer ich das nennen soll. Also, das war so. Wir saßen morgens im Bett.
Ickeso: Karottenkuchen… Soll ich mal Karottenkuchen backen?
DerGrafso: Au ja, den mag ich… Aber wie bekommen wir die Möhrchen klein?
Icksoso: Hm… (ließ die Reibeisen meiner und seiner Küche vor meinem geistigen Auge kreisen.) Ich hatte früher mal eine Küchenmaschine. Genius 2000 hieß die, die war toll, die hat die Möhrchen in zwei Minuten kleinbekommen. Aber nach 11 Jahren ging der Motor kaputt.
DerGrafso: (philosophiert inzwischen über den süßen Kern des Möhrchens) … und Karottensaft trinke ich auch total gerne.
Ickeso: Hachja, das konnte Genius 2000 auch, da war ein Entsafter dabei!
Nerds, die wir sind, googlen wir nebenbei auf den Ipads. Er nach einem Entsafter, ich nach einer raspelnden Küchenmaschine. Dann unternahmen wir einen Gang ins KaDeWe und zu einem Elektronikgroßmarkt. Das Ergebnis heißt Foodprozessor (wattn Name!) und hat 1000 Watt Motorleistung. Es kann neben vielen anderen Sachen Entsaften und Raspeln.
Und so begab es sich, daß ich Samstag nacht Karottenkuchen buk, während der Graf ein Glas Karottensaft trank.

Gestern waren wir in einem ganz alten Eckchen unterwegs: Durch den Grünauer Forst zum Langen See, von Hanffs Ruh nach Richtershorn und zurück und im Gasthaus gab es dann Soljanka. Die war auch bitter nötig, denn im Wald und am Wasser war es knackig kalt und dunstig. Wir saßen mit herrlich ostigem Publikum zusammen: freche blonde fransige Kurzhaarfrisuren, Dauerwellen, Schnauzbärte (ironiefreie, versteht sich!) und zugekämmte Glatzen – man war nach dem Wildschweinbraten schon beim Schnäpschen angelangt.
Auf dem Rückweg hielten wir noch am Ostbahnhof und kauften ein paar Kleinigkeiten für den Abend.
Mir fiel auf, daß der Sonntagsverkauf professioneller geworden ist. Als ich vor sechs Jahren mitunter versuchte, am Sonntag abend etwas im Miminal-Markt am Ostbahnhof zu erstehen, war der Laden meist leergekauft. Heute ist auch Sonntag abend ein normales Angebot in den Regalen.

Am Abend bastelte ich dann Kaninchenrücken in Weißweinsauce mit Rosmarinkartoffeln. Die Sauce, mit Gemüseteilchen und Tomatenmark aufgepeppt, schmeckte göttlich, die Kaninchenrücken gingen so. Die kleinen Biester sind halt so mager, ein Scheibchen Speck obendrauf hätte ihnen ganz gut getan. Und der Vermentino hatte leider nen Kork.

Zur Hebung von Anstand und Moral hier nun ein Zitat zum Thema „Sehr viel jüngerer Mann: Geht so etwas nicht?“:

Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, dass es überhaupt Männer gibt die an so etwas interesse zeigen.
Bedenke wenn Du Dich auf so etwas einläßt, es muss Dir klar sein, das irgendetwas mit ihm nicht stimmt und hoffe, dass sich das nur in seiner Sexualität bemerkbar macht.

Also, meine Damen, wenn Sie sich amüsieren, achten Sie darauf daß sie keinen Psychopathen in Ihre Bett lassen! Junge Männer, die zwischen den Schenkeln von älteren Frauen landen, müssen krank sein. (Wir sollten dringend mit Demi reden!)

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Einmal auf Anfang sozusagen, für alle, die die Null als Zahl nicht akzeptieren.

Vorgestern war ein heftiger Arbeitstag. Ich hatte eine Deadline gesetzt und wollte sie halten. Nur die Technik wollte nicht so, wie ich wollte und das dann auch noch mit dieser streikenden Internetverbindung. Dazu gab es noch einiges an Inhalten bearbeiten. Vor allem hieß das, uralte und unsäglich verzerrte Videos aus mannigfachen Formaten in ein einheitliches umrechnen, was immer wieder scheiterte.
Halb zwei Uhr nachts war ich fertig, nach 12 Stunden konzentrierter Arbeit und am Tag danach hatte ich den Salat: Diese böse Mischung aus aufgedreht und erschöpft sein, wo der Körper wegen Nichtrunterkommenkönnen dann irgendwann mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelanfällen rebelliert.
So brachte ich denn den gestrigen Tag vornehmlich in der Horizontale im Nestchen zu, obwohl mich der Papierkram hämisch angrinste.
Heute geht es dann schon. Ich durfte mich bei meinem Doc ausheulen. „Arbeitsfähigkeit immer noch nicht gegeben“ notierte er. Eigentlich wollte ich ja zu meinem 10:45 Uhr-Termin bei ihm mit Pappnase und Pfannkuchen aufschlagen. Aber wir sind beide humorlose Preußen, die das dann doch nicht so gut finden.
HeMan wird heute wieder den ganzen Tag Karnevalslieder singen.

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8.11.11

Es gibt Neuigkeiten von der Telekom. Das Facebokk-Troubleshooting-Team hatte nach ein paar Tagen herausbekommen, daß wohl irgendwas mit dem Auftrag schief gelaufen ist. – Oha!
Man stelle den Auftrag jetzt neu ein. – Das wäre dann das dritte Mal innerhalb von sechs Wochen. man darf gespannt sein. Zudem hat sich das ohnehin schneckenlangsame Internet noch mal verlangsamt auf 1.000 mBit/s. Eine ideale Veraussetzung, um online an Datenbanken und CMS zu arbeiten.(von Videos rauf- und runterladen mal ganz zu schweigen)

Gestern arbeitete ich deshalb schon im Nestchen. Aber wie das so ist mit Ortswechseln: Alles eingepackt, Schmutzwäsche, Technik, aber halt, das Netzkabel für den Rechner liegt noch in einem Zimmer, das Blick auf den Berliner Dom hat, statt im Schöneberger Hinterhof seine Dienste zu tun.
Also zurückfahren. Auf der einzigen praktischen Route, am Rand des Regierungsviertels entlang, wo dreimal täglich alles abgesperrt wird, weil schwarze Limousinen durchgeschleust werden müssen. Mit dem Fahrrad ist das eindrucksvoll, wenn plötzlich im Tiergarten alles ganz still wird. Im Auto sitzend, hilft nur tief durchatmen und entspannen.

Der beste Freund hatte sich am Abend angesagt. Wir hatten seit Anfang September versucht, einen Termin zu finden, alles nicht so einfach, wenn beide Seiten frisch verknallt sind. Neue Frau, neues Glück und er meint, er fühle sich endlich angekmmen, nach diesen vielen blöden Jahren Übergangsstadium.
Vielleicht sind wir das ja selbst gewesen. Klagten imer, daß alles nicht so läuft wie wir es wollen und steckten einfach nur völlig verpeilt mitten in der Midlife Crisis.

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7.11.11

Montag. Der Gasklepmner kam sehr früh, zu früh, in Anbetracht dessen, daß ich erst um zwei Uhr nachts schlafen gegangen war.
Ich hing so rum, Handwerker beaufsichtigen ist immer etwas blöde. Man kann nix helfen und allzusehr raushängen lassen, daß man wieder schlafen gehen möchte, ist auch ein wenig asozial.
Der Tag zog sich dann. Ich scheiterte am gefälligen Verpacken von Daten. Der Test war ja hier eine Weile zu sehen. Auf dem einen Server läufts, auf dem anderen nicht. Gnaaa!

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