12/714 Tagebuchbloggen

Der Anlass also, über den ich noch nicht schreiben kann. Ich verbrachte einen ganzen Tag im Friedrichshain, lernte Menschen in echt kennen, die ich im Internet schon gesehen hatte, es gab eine kurze, herzliche Wiederbegegnung, am Nachmittag hatte ich mal kurz und heftig Kreislauf und am Abend war ich ausgepowert und glücklich. Der Graf stand mir die ganzen langen Stunden mal von nah, mal von fern zur Seite. Wir gingen dann ein paar Schritte weiter ins Alt Wien und aßen etwas Gutes.
Den Rest des Abends hing ich rum und raffte mich dann doch auf, die Aprikosentarte zu backen, die ich seit Tagen mache wollte. Das war aber schon schaukelig, der Teig wurde kein Mürbteig, weil das Ei zu groß war, der Guss war dagegen etwas eierarm, weil zu viel Creme Fraiche, egal…
Ich fiel dann einfach ins Bett und träumte davon, Glamourdick und Frau Crafteln in einer riesigen, bergigen Stadt voller verwirrter, flüchtender Leute zu begegnen. Ich kampierte in einer Shopping Mall und trug eine Uhr, die Internet und andere schlaue Sachen konnte. Es regnete immer und die Straßen waren Flüsse. Sonderbares Hirn.

Nachtrag:
Das sind meine Leseempfehlungen für den Sonntag:
Journelle über die Liebe
Das Nuf über Ehrlichkeit zwischen nahestehenden Menschen
Diese beiden Blogposts haben nur  auf den ersten Blick nichts mit einander zu tun, auf den zweiten und dritten Blick aber eine ganze Menge.

Ach und den Spon-Artikel noch obendrauf.

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11/7/14 Tagebuchbloggen

Der ging erstmal ganz easy los, der Tag und dann kam die Nachricht, dass der Termin, der mich am Samstag im Nirvana des nicht zu Kommunizierenden verschwinden lässt, nicht wie vermutet, eine Stunde und etwas Wartezeit lang ist sondern viel viel länger und mit konzentrierter Arbeit verbunden.
Bis zum Nachmittag brauchte ich dann, zu realisieren, dass ich mal wieder wie so eine kleine Dampflok auf meiner Schiene rolle und mein Programm abarbeite und keinen Gedanken daran verschwende, wie weit ich mit meiner Energie komme, wenn wenn mal eben eine Bergfahrt dazu gekommen ist.
Und so sagte ich schweren Herzens den Geburtstagsumtrunk am Abend ab, obwohl ich mich so darauf gefreut hatte, legte meine Dinge für den Morgen zurecht und ging früh zu Bett.

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10/7/14 – Tagebuchbloggen

Irgendwie fehlen mir momentan immer ein paar Stunden am Tag. Obwohl der Graf schon Urlaub hat.
Gestern half er mir, Bänder für das neue Kleid auszusuchen. Dann gibt es halt keine Paspeln.
Spitze, Litze & Band
Am frühen Abend fuhren wir nach Kreuzberg. Die AMD lud zum zum Start eines neuen Studienganges zu einer Performance ein, incusive Bockwurstgläsern im Goodie-Bag. Wirklich eine sehr witzige Idee.
AMD Bock auf Design
Dann zogen wir weiter in den Sommerabend. Erst auf die Terrasse des FluxBau, dann etwas essen (Korean BBQ ist ja genau meins) und später noch auf einen Absacker ins Rio Grande. Im Gebäude finden sich übrigens höchst spannende Info-Tafeln des Wrangelkiez-Vereins. Am Ufer, wo jetzt das Rio Grande ist, war einmal eine Militärbadeanstalt (eine von ungefähr fünf auf zwei Kilometern Spree) und die Spree war wegen der Transportkähne, der Färbereien und der noch entwicklungsbedürftigen Kanalisation nicht wesentlich sauberer als heute.
Gegen Mitternacht radelten wir zurück und kamen in einen heftigen, aber wunderbaren lauen Sommerregen. Ein schöner Tag.

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