Kurz nach dem Frühstück mußte ich erstmal auf der Anschaffung von Spezialwerkzeug bestehen. Da ich hier bei jedem doppelflügligen Fenster mit Oberlicht 40 Einzelscheiben putze, brauche ich einen Fenstersauger. Der, den es in diesem Hause bereits gibt (weiß-türkis) und der in Berlin gute Dienste leistet, ist zu breit, jetzt gibt es noch einen von der Firma mit den gelben Produkten.
Dann gab es eine Planungsrunde.
Bevor der Regen begann, machte ich noch eine Runde durch den Park, um das zu vertiefen, was wir gestern auf den Plan gezeichnet hatten. Es ist noch immer stimmig. Dann suchte ich eine neue Stelle, um Pflanzen zu parken, bevor sie ihren Platz gefunden haben, die alte ist zu trocken, da muß ich zuviel gießen.
Am Nachmittag, es regnete mittlerweile stark, baute der Graf noch die Basis der mittlerweile entfernten Leichtbauwände im Gartensalon zurück. Nach Entfernung zweier Ziegelschichten kam gestampfter Lehm als Basis für Balken und Dielen zum Vorschein. Wir hörten auf, als der Regen vorbei war und der Sturm begann.
Ich machte die Lasagne von gestern warm und wir gingen nach nebenan zum Duschen. Der Wind riß einem die Türen aus der Hand.
Wir setzten uns vor den Fernseher und irgendwann kam die Wiederholung eines angenehm absurden Tatorts. Mittlerweile ist es meine Aufgabe, frühzeitig zu sagen, wer der Mörder oder was der Plot ist. Diesmal hatte ich schon nach 5 Minuten gelöst. Nicht aus dramaturgischen Gründen, sondern weil man nicht für drei Szenen (1 Mordsituation, 2 Rückblenden), die sich an einem halben Tag drehen lassen, einen bekannten Schauspieler einkauft.
Jetzt hat der Sturm nachgelassen und es besteht Hoffnung auf lärmfreien Schlaf.
14.03.2019
Ein Tag mit Primavera im Park. Sie hat so wohltuend meine Hilflosigkeit, meinen Kopfquark und mein ständiges Inneres „Hä?“ sortiert, so daß es jetzt einen Plan gibt. In dem Plan sind Linien und Kurven und Schwünge, die Wege sind und mehrere Areale mit Rasen und Wiese und Obstbäumen und vielleicht sogar einem Teich und Feuer im Zentrum.
Ansonsten haben wir Lasagne gegessen und im Herrenzimmer gesessen.
13.03.2019
Früh aufgestanden, weil die Spedition ab 8 Uhr vor der Tür stehen könnte. Geheizt, gefrühstückt und den Grafen verabschiedet, der nach Rostock fuhr.
Viel Holz ins Haus geholt. Der Bullerjan, der gerade im Probelauf ist, frißt halbe Bäume.
Als ich mit einer Karre in Richtung Haus ging, kam die Spedition um die Ecke.
Jetzt stehen ein Pelletbrenner und ein Pufferspeicher gut verpackt in der Scheune und warten auf ihren Einsatz.
Kuchen beim Bäckerauto gekauft.
Wieder mal Turbowäschetrocknen im Sturm versucht, diesmal flog leider ein Bettbezug ins Laub. Der andere war innerhalb von anderthalb Stunden trocken.
Die Duschkabine im kleinen Haus geputzt, was ich ewig vor mir hergeschoben hatte. Durch das extrem kalkhaltige Wasser ist das ein Job für jemand, der Vater und Mutter erschlagen hat.
Pause gemacht, Kuchen gegessen.
4 Öfen gefüttert. Mit dem Grafen Decken an den Bodenverschlag gerackert. Ein Abendessen vorbereitet. Primavera begrüßt.
Gemeinsam gegessen und geplaudert.
Jetzt sehr sehr müde.
12.03.2019
Nach einer erholsamen Nacht und einem gemütlichen Frühstück von Dresden losgefahren.
Für mich war das eine Art Kurzurlaub.
Nach Berlin gefahren. Die Saubärenspuren der zwei Jungmänner beseitigt. Burger von Schiller Burger gegessen. Ein Nickerchen gemacht.
Eingekauft, da der Kühlschrank auf dem Dorf fast leer ist.
Nicht bedauert, daß wir den chaotischen Rad- und Autofahrern gleich wieder Adé sagen.
Nach Norden zurückgefahren, den Ofen hochgeheizt.
Und nun Gute Nacht!