Trotz schlimmer Müdigkeit (ein Uhr nachts zurückgekehrt, geheizt und nach Red Bull wg. Autofahren erst halb vier eingeschlafen) um acht aufgestanden.
Ich bereitete mich darauf vor, zum Frühstück alle drei Beteiligten wegen des Lehms zusammenzufalten, sah aber kurz vorher noch ins Tracking. Zweite Lieferung geplant. Geht doch.
Dann ging ich mit den neuen und den alten Schläuchen in den Garten und stöpselte sie zusammen. Es reichte tatsächlich bis in die Mitte der Senke. Als ich ihn dann an den Wasserhahn am Haus anschließen wollte, wurde beim Leitung andrehen im Keller klar, dass das nicht mehr geht. Der Außenwasserhahn hängt an den Leitungen eines demontierten Badezimmers, die beim Abbruch des Fliesenbodens kaputt gegangen waren.
Aber der Graf ist in der Hinsicht gut ausgestatteter Superman. Mit ein paar Handgriffen improvisierte er einen Anschluss an die nächste Badewanne.
Ich versetzte in den nächsten Stunden immer mal den Rasensprenger, säte nach und hängte Wäsche auf. Während wir in Berlin waren, hatten sich die Vögel mit Grassamen den Bauch vollgeschlagen.
Nachmittags kam der Lehm und steht nun im Garten.
Eigentlich sollte es nach dem Zusammenbau des Betts für meine Mutter mit Putzen weitergehen, aber nach einer Schüssel war alles an mir der Meinung, ein Nickerchen wäre jetzt gut. Nach drei Stunden wurde ich wieder wach, heizte den Ofen, schloß die Fenster und der Graf und ich machten zu Feier unseres sechsten Hochzeitstages mit der Bierflasche in der Hand eine große Runde im Mondschein durch den Park und zur Trebel. Jetzt kommen die vier Monate mit der ewig dauernden Dämmerung und in einem Monat geht so ein Spaziergang wegen der Mücken nicht mehr.
Danach war nur noch esssen, duschen und ausruhen angesagt.
15.04.2019
Derzeit habe ich einen Lauf. Am Freitag früh durfte ich den Containerdienst anzicken, weil es verschiedene Meinungen über den vereinbarten Zeitpunkt der Lieferung gab. Heute morgen dann eine Spedition. Wobei der Typ am Telefon schon von vornherein sehr unfreundlich war, das habe ich gern gespiegelt. Da ging eine Tonne Lehm raus und Freitag früh hieß es „wann das kommt, das kann ich Ihnen noch nicht sagen, rufen Sie Montag noch mal an“ und Montag früh hieß es „das ist schon in der Zustellung, alles andere kostet extra“. Bingo.
(Davon abgesehen, dass es bei Speditionslieferungen bisher immer üblich war, dass angerufen wurde, wann man liefern könne. Dass das nicht flexibel war, war im Bestellvorgang und danach nicht ersichtlich.)
Dann in Berlin geputzt und geräumt. Ein Eis in der Sonne sitzend gegessen.
Zwei Baumärkte besucht wg. Rasensprenger und Schlauch.
Nach Oranienburg gefahren, dem Enkelkind das Geburtstagsgeschenk überreicht und daraus vorgelesen. Zurück aufs Dorf gefahren. Es war kein Lehm da, trotz Abstellgenehmigung.
Also morgen auf zur zweiten Runde.
14.04.2019
Mal wieder dem Ruf als verdallerte Städter gerecht geworden. Bevor wir morgens in den Stiefeln und der Topf auf dem Feuer runtergedreht / der Schlüssel eingesteckt war, drehte der Traktor mit der Egge schon seine Runden.
Von Mittag bis Nachmittag machte ich das dann mit einer kleinen Sämaschine nach. (Dabei zog ich noch gut 50 m Weidedraht aus der Erde.)
Der Graf harkte Gewölle zusammen. Von den 10 kg Grassamen liegen jetzt 5 oder 6 auf der Erde. Mittags war sie noch feucht, nachmittags kam ein Wind auf und sie trocknete. Was in Zusammenhang mit der Wettervorschau heißt, bald zu wässern.
Ich verteilte noch ein Kilo Bienenweide im Obstgarten und bin gespannt, ob das nicht so mehr Vogelfutter ist.
Dann war ich 12 km gelaufen und ging in die Badewanne, bevor sich Zipperlein melden.
Am Abend ging es nach Berlin.
13.04.2019
Wenn man mit den Freunden zur Bodenbearbeitung verabredet ist und morgens sieht, daß es nachts geschneit hat – wenn auch nur 1-2 cm – dann ist das blöd.
Man darf sich daher erstmal mit Kram im Haus beschäftigen und hoffen, das taut weg und hinterlässt dabei nicht allzu viel stehende Nässe.
Am Nachmittag wurde es dann doch gewagt und in zwei(?) Stunden waren die Senke, der Holzplatz und die Streuobstwiese platt. Die Buckelpiste ist nur noch Erinnerung und das macht mich sehr sehr froh. Ich möchte jetzt übrigens auch einen Traktor. Wozu habe ich seit 35 Jahren den Führerschein Klasse T?
Als wir fertig waren, gab es Bier und Suppe. Danach ging es weiter zu den Pferden und wir machten die Runde bei den Nachbarn, um anzukündigen, daß es morgen auf den Sonntag noch mal laut wird. Das ist aber kein Problem.
Dann widmete ich mich der Wäsche und putzte das ausgeräumte Büro. Vorübergehend wird das Gästezimmer.
Ganz zuletzt kochte ich Suppe für morgen. Nebenher hatte ich fast den ganzen Tag geheizt als wäre es Februar und der scharfe Ostwind war erbärmlich kalt.
Übrigens, weil wir heute darüber sprachen: Wer das Auto immer nur so weit reparieren läßt, wie es nötig ist, weil es auch vor Altersschwäche urplötzlich versterben könnte, ist ganz doll selbst schuld, wenn sich mitten auf der Autobahn der Keilriemen verabschiedet.