Spielzeug

Der Nerd in mir freut sich. Meine neues Handy ist da. 6 Monate Wartezeit, weil Sonyericsson Softwareprobleme hatte. Und nun folgt der Kampf mit der Technik. Es ist alles wunderbar vorbereitet, arbeitet fast von allein und in mir springt pflichtschuldigst das Mißtrauen an. Wenn das UMTS-Signal blinkt, heißt das, daß ich diese horrenden Gebühren zahlen muß???
Warum bucht sich das Ding sofort über den Vodafone-Account ins Internet ein, wenn die WLAN-Verbindung noch nicht steht? Warum gibts keine Meldung vorher? Das Manual ist mit alter Zuverlässigkeit mager und nur halb verständlich geschrieben. Und ich bin bereits daran gescheitert, das Ding aufzumachen, um den Akku einzusetzen. Ich mußte ein Messer zu Hilfe nehmen…
Aber genug der Klagen. Und ich verbiete mir konsequent den Gedanken, daß ich mit der Brotbüchse von Nokia besser zurecht gekommen wäre.

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Tage wie dieser

Müssen leider sein. Es ist Blätter- und Sandsturm in der Reichenberger und ich bekomme Migräne. Und bin darüber hinaus deprimiert, frustriert, wütend und träge. Bei der Arbeit kommt nix rum. D.h. zu tun ist genug, die Fotoauswahl noch mal von 100 auf 23 reduzieren. Aber meine Entscheidungskompetenz ist stiften gegangen, mein Hirn ist voll Knete und aus unerfindlichen Gründen steckt mir ein Schluchzer im Hals.
Die Zähne zusammenbeißen? Den namenlosen Frust runterschlucken? Mit Zweckoptimimus konditionieren?
Betrinken? Ins Bett gehen? Was Sündhaftes anstellen? Weißnich.
Also durch und wenn es bis ans Kinn reicht.
Und dabei möglichst niemand unter die Augen kommen. Oder vors Telefon. HeMan hab ich heute schon angefaucht. Der Arme.
Aber morgen ist ein neuer Tag…

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Being Snow White

Die letzte Nacht habe ich mit wichtigen Menschen aus meiner Kindheit und Jugend verbacht. Mit dem namenlosen Bösen und der Furie, die immer schöner sein wollte und mit vielen kleinen Männern. Darunter der, der einst den Satz prägte: Mit sieben Männern in einem Bett pennen, du bist mir ein ganz schönes Flittchen. Ach, einer fehlt noch, Mr. Panik, dessen wunderschönes Lied Cello in keiner Downloadbörse zu finden ist, was ich sehr schade finde.
Denen gehörte der Abend und der Tag brachte eine Wiederbegegnung mit dem Holzsoldaten aus dem Norden. Noch immer ist er autoritär und möchte von einer Frau beim Essen bedient werden. Jünger ist er auch nicht geworden. Mir schien sogar, das letzte Jahr war für ihn so schwer wie drei. Aber ich habe seine Geste verstanden. Sich für einen halben Tag außer Dienst zu stellen, um mir seine liebste Bar zu zeigen und mit mir um die Alster zu spazieren, das tut er selten. Er hat dafür einen Kuß bekommen. Von ganzem Herzen.

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Das letzte Mal?

Schon vor drei Wochen war ich zum letzten Mal in diesem Jahr im Schlachtensee schwimmen. Gestern habe ich es noch einmal gewagt. Erst eine halbe Stunde die Uferpromenade entlanggejoggt, vorbei an fetten Walkerinnen und Spaziergängern mit Kinderwagen und dann ab ins Wasser. Der befürchtete Schock blieb aus, auch wenn ich es nur 10 Minuten ausgehalten habe. Neben mir sind zwei Jungs über den See geschwommen.
Aber folgenlos war es nicht. Auch wenn ich danach sofort bei HeMan unter die heiße Dusche gegangen bin, zwickt und zwackt es hier und da. Aber egal, das war es wert.
Schade, daß ich nicht nächste Woche mit ihm an die Ostsee fahren kann. Ich würde gern noch einmal ins Meer springen.

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