Stellen Sie sich vor, sie fahren mit einem schönen, flotten Auto. Die Landschaft braust vorbei, alles ist wunderbar.
Plötzlich wird die Strecke schlechter, sie beschleunigen, um schnell durchzukommen durch das Gerüttel. Doch es nimmt kein Ende. Sie gehen wieder vom Gas, es schlägt sie von einer Straßenseite zur anderen, es kracht und holpert, sie reduzieren die Geschwindigkeit noch mehr, sonst fliegt ihnen die Karre auseinander. Die Autobahn wird mehr und mehr zum engen, holprigen Feldweg, sie umkurven mit stotterndem Motor die Schlaglöcher, das Benzin geht zur Neige. Sie bremsen, es hat keinen Sinn mehr.
Dann steigen sie aus, mit weichen Knien, flauem Magen, rasendem Herzen und brausenden Ohren. Sie sind irgendwo im Nirgendwo. Eine bekannte Landschaft, die sie aber nie betreten haben. Ein Vogel singt, Wind rauscht.
Und nun?
Archiv der Kategorie: Leben
Am allerletzten Sommertag
Chablis Premier Cru
Zucchini-Lachs-Frittata
Radicchio mit Birnen, Feigen und gerösteten Pinienkernen
ein wenig Honig-Balsamico-Dressing
Gorgonzola
Auf einem kobaltblauen Leintuch im Glienicker Park. Unter einer riesigen Buche, die ihre pelzigen Fruchtschalen schon geöffnet hatte und bitter-süße Bucheckern freigab.
PS: Ich habe zu danken!
Plötzlich, in diesem letzten Sommer
Ich kann nicht nur drinnen hocken, sage ich mir. Aber draußen, da ist alles zu viel. Ich muß immer nur weinen, von dem, was ich sehe, von dem, was mir einfällt.
Die Ideen schlagen in mich ein wie ein Meteoritenstrom. Ich bin doch keine, die Ideen glatt lächelnd an sich abprallen lassen kann und weitermacht im Konsumleben.
Es gibt so viel da draußen und ich gehöre dazu.
Bewegung
Momentan bin ich ja nur dabei, Dinge vorsichtig auszusprechen und dann zu merken, wie sich das anfühlt. (Über die Magenschmerzen hinweg.)
Aussteigen
den Laden parken
weitermachen, wenn ich wieder beisammen bin
Sabbatical
Auszeit
was auch immer…
Vor fünf Monaten hätte ich noch nicht einmal den Gedanken daran zugelassen.
Jetzt geht es.
Allerdings habe ich auch einen Gesprächspartner, der mir klipp und klar sagt, daß ich wohl kaum den nächsten Abschnitt meiner beruflichen Wegstrecke erst taumeln und dann kriechen könnte.
Ja wie sähe das denn aus? Nee, gerobbt wird nicht, der aufrechte Gang ist schon was wert.