Auch wenn es mir nicht so scheint (und die Gesundheitsbulletins viele mittlerweile langweilen könnten), in Woche zwei geht es aufwärts.
Ich bin zwar heute schon um 19 Uhr wegen Data Overload in der Horizontalen gelandet und konnte zunächst weder lesen, noch fernsehen, noch sporteln, aber nachdem ich mich ausgegrummelt hatte, fiel mir ein, daß 36 normal verlebte Stunden hinter mir lagen. Mit Autofahren, Arbeit, Handwerkerei, Besuch und Hausarbeit. In der vorigen Woche war das noch undenkbar.
Es wollen jede Menge längere Texte raus, das kommt auch wieder.
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Roll Back
Ich war darauf vorbereitet, daß es mich immer mal zurückkickt in alte Zustände und alte Zeiten. Es fühlt sich ziemlich sch… an, aber bei weitem nicht mehr aussichtslos, endlos und erschlagend.
Ich müßte einfach in mein Auto steigen und nach Schöneberg fahren, in die Wohnung vom Kind, die nun meine Wohnung ist, die ich mir einrichten werde. Mit Bett und Schreibtisch, Sessel, Tisch und Küche.
Möglichst unter Ausnutzung der sonntäglichen Leere auf den Straßen, weil ich seit Monaten nicht mehr Auto gefahren bin. Kriegen wir schon hin.
Währenddessen entwickeln sich die grünen Spargel, die ich am Donnerstag für einen Appel und ein Ei erwarb, zu kleinen Frühjahrsguerillakriegern.

Eine Woche später
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Platt wie eine Flunder. Nur noch in der Lage, Tiefseedokumentationen auf n-tv anzusehen.
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Vorhaben für nächste Woche: Mehr produktive Pausen. Spazierengehen, mehr Sport, nicht nur Schlafen.
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Die erste schlafmittelose Nacht brachte heftige Alpträume. Mal sehen, wie diese wird.
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Kampf gegen Rückzug und Maulfaulheit.
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Heute in Hefeteig geschwelgt. Der faßt sich so schön lebendig an. Habe leider vergessen, den Kirschkuchen zu fotografieren, der daraus wurde.
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Frage mich zunehmend, was denn nun alles unter Mißbrauch fällt. Prügelerziehung war doch in den 50ern noch normal. Das vergessen wir gern in den Zeiten des wohlmeinenden erzieherischen Psychoterrors.
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Nach Hause
Freitag, den 26. 02. 2010 hatte ich exakt ein Vierteljahr außerhalb meines gewohnten Universums verbracht. Mit WARPII ging es wieder auf den Heimatplaneten.

Wer drinnen geheilt erscheint und vor Energie anfängt, Blödsinn zu machen, ist draußen noch lange nicht voll einsatzfähig, das mußte ich (trotz vieler Ratschläge) an Samstagnachmittag dann auch begreifen, als ich mich fühlte wie im November kurz vor der Einlieferung.
Weitermachen wie bisher verbietet sich daher von allein.
Ich habe die Freiheit, viel zu verändern, mir ein Leben zurechtzuschneidern, das kein permanenter Kriegszustand ist. Geld verdienen ist nötig und wenn es über das Normalmaß hinausgeht, sogar angenehm. Aber es muß ja nicht gleich ein Job als Testpilot, Straßenhure oder Piratenkapitän sein.
Einige, die ich dort zurückließ, haben die Freiheit nicht. Wer als Beamter mit Familie lebt, steckt anschließend in der gleichen Mühle.
Ich habe in den letzten Monaten viele Grüße und Aufmerksamkeiten bekommen. Das hat mir gut getan und mich getragen, auch wenn ich oft nicht geantwortet habe und selten Besuch wollte. Es ging einfach nicht. Es war ein Augiasstall an Kopfmist wegzukarren.
Aber ich bin so dankbar für das Gefühl, in dieser Zeit nicht allein zu sein.