Tagebuchbloggen – 11. Oktober 2013

Nach 2 Wochen Ferienpause gab es wieder eine Biokiste und damit auch wieder meinen Frühstücksjoghurt mit Pflaumen, Trauben und Birnen.
Spät aufstehen, denn wir beide sind im Ferienrhythmus, heißt leider, dass der Tag schnell vorbei ist und so war es auch gestern.
Ich nähte den Anfang vom Kissen, hinten muss etwas gestückelt werden, weil so ein Rock hinten einen Schlitz und einen Reißverschluss hat. Danach brachen wir in Richtung Westen auf.

Es ist ja so eine Sache mit (den meisten) Männern und Kleidung. Haben sie etwas gefunden, das ihnen passt und gefällt – und das dauert!, wollen sie nie wieder etwas anderes anziehen. Allerdings ändert die perfide Kleidungsindustrie im Auftrag von etwas, das Mode genannt wird, immer wieder kleine Details an den Lieblingssachen. Da wird ein Hemd vier Zentimeter enger und hat keine Brusttasche mehr. Katastrophe. Wo es doch fast ein Jahr gedauert hat, das ideal passende Hemd zu finden! (Und dann hatte das Geschäft, in dem es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die alte Form noch gibt, Betriebsrat sei dank schon Old School um 19 Uhr geschlossen, das Geschäft machte also wieder mal der Onlinehändler.)
… von Hosen ganz zu schweigen, die getragen werden, bis sie vom süßen Arsch fallen. Frau erwartet das mit Grausen, denn dann sind wieder langwierige Hosenkaufbesichtigungstouren angesagt.
Also jedenfalls hatte ich am Ende der gestrigen Tour ein paar Schuhe (von denen ich hoffe, dass mir in ihnen die Füße nicht wehtun, denn sie sehen noch nicht ganz nach Gesundheitstretern aus) und der Graf leicht angedetschte Laune.

Danach gab es deshalb ein paar Therapiestunden:
1. Aufenthalt im Elektronikfachmarkt
2. Burger essen bei Zsa Zsa Burger
Wobei das mit Zsa Zsa Burger vor allem mein Plaisir war, ist es doch meine Lieblings-Buletten-Schmiede. So lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

 

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Tagebuchbloggen – 10. Oktober 2013

Huh, ein hirnfordernder Tag. Lesen und Schreiben. Brainstorming für ein Projekt und danach Konstruktionszeichnungen für eine komplizierte Kleinigkeit besprechen.
Nüdeln mit Hühn beim Asiaten und dann ging ich an meinen Nähtisch und fummelte ein Kissen zusammen (also erstmal die Einzelteile) aus Rock alt mach Kissen neu.

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Tagebuchbloggen – 9. Oktober 2013

Gott sei Dank, die Kopfschmerzen hatten sich verabschiedet, also wurde das gestern ein guter Tag. Weiter im Lesen und Schreiben. Weiter im Sommerbetten winterfest machen. Den Rest des Abends pflückte ich wieder alte Sachen für Patchwork auseinander.
Ich habe in den letzte  Wochen viele Seiten gesichtet, die sich mit Patchwork und selbstgemachten Heimtextilien beschäftigen. Auch wenn DIY demokatisch ist  (oder gerade deshalb), ein gut Teil der Sachen ist schlichtweg augenkrebserregend. Wer die Zeit aufwendet, Handarbeiten zu lernen, sollte auch – bitte bitte! – ein klein wenig Gestaltung lernen. Diese Kraut- und Rüben-Resteverarbeitung, hier noch ein paar Blümchen, da noch ein paar Rüschen und Borten, auch die völlig überteuerten Baumwolldruckstoffe, die nach Bauchgefühl und Laune zusammengemixt werden und wohl so eine Art Fifties-Hausfrauenfeeling erzeigen sollen, zähle ich dazu. (Ornament ist Verbrechen!) Das hatte ich schon bei meinen sparsamen Omas und Tanten und ich musste mich dann freuen, wenn mir solche kruden Staubfänger geschenkt wurden. Nix für mich oder eben nur ganz sparsam und als ironischer Akzent gedacht. Jetzt mal ganz ehrlich, dass etwas mit Liebe gemacht ist, kann nicht das einzige Kriterium sein. Das ist das „ich hab es doch nur gut gemeint“ unserer weiblichen Vorfahren, mit dem wir trefflich emotional erpresst wurden, damit wir etwas akzeptieren und loben. (Und Kritik unter Frauen ist ja ne ganz eigene Sache.)
Manchmal habe ich den Gedanken, dass das ganze feministische Handarbeitsgedöns eine Guerilla-Taktik ist, die Männer aus Angst vor weiterer superniedlichen Umhäkelung ihres Heims freiwillig in die paritätische Hausarbeit treiben soll, damit Frauen dann in Zukunft genug Zeit haben, in Ruhe an der Übernahme der Weltherrschaft zu arbeiten.
Ich kanns ja verstehen. Ich mache ja auch am liebsten ganz schnell los mit allem Material, das mir in die Hände fällt und statt darauf zu warten, dass ein Entwurf stimmt und mir dafür die richtigen Materialien zum richtigen Preis in die Hände fallen. Und den unbestechlichen Gestalterinnenblick habe ich schon gar nicht. Im Zweifelsfall muss ich La Primavera fragen, die kann das.

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Tagebuchbloggen – 8. Oktober 2013

Wie in der Zeitschleife: Aufwachen – Kopfschmerzen – einige Stunden „ein Indianer kennt keinen Schmerz“ – Kapitulation – Ibuprofen – 2 Stunden Schlaf am Vormittag – langsam kopfschmerzfrei wieder hochtouren und die liegengebliebene Arbeit erledigen.
Diesmal Lesen, Schreiben, Betten frisch beziehen und sämtliche Sommerdecken nach und nach waschen.
Gekocht habe ich auch noch. Hähnchenbrust mit Joghurt, Sellerie, Rosinen und Granatäpfeln, dazu Reis mit Erbschen. Ganz eigentlich war mir auf dem Gipfel „Bäh, ich kann nichts sehen, mein Kopf platzt, mir ist übel und das Leben ist furchtbar!“ nach Milchreis, aber mein Notfallmilchreis-Kit (Reis & Sahne) war leer.
Die Nacht war dann wie zu erwarten schlaflos. Ich hoffe, das pendelt sich nicht auf diesem Niveau ein.

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