08.03.2019

Ein Wettertag. Erst goss es, dann stürmte es und die Sonne schien.
Einer der Lebensbäume hat sich weiter gesenkt (Gott sei Dank weg vom Haus), der wird bald Brennholz.
Unsere Bettwäsche war innerhalb von zwei Stunden trocken, allerdings musste ich noch mal nachklammern, sonst wäre sie über die Trebel geflogen. Herrlich weichgeprügelt war sie.

Der Tag war einem Ofen im dunklen Flur gewidmet. Eine Tätigkeit, bei der ich tatsächlich nur handlangern kann. Denn ein Podest so aufzubauen, dass der daraufzustellende Ofen normgerechte Abstände hat und das Ganze mit allseitig geradem Ofenrohr, das ginge mit meinem Kopfquark nicht zusammen.

Das Futter für Dresden liegt schon im Kühlschrank. Rippenbraten, Mettwurst und Eier. Nüsse darf ich nicht vergessen.

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07.03.2019

Heute morgen im Bett gestanden. Denn „ich bin dann halb 7 da“ ist nicht 7:30 Uhr. Und wenn man dann den „wo bleibt ihr denn?“-Anruf wegdrückt, weil man glaubt, das ist das Snooze vom Wecker. Meh. Peinlich.
Dann blieb ich gleich wach, schaute in Primaveras Mailprobleme, wusch Wäsche, machte Ablage und sortierte Belege.
Als die Sonne rauskam, hing ich Wäsche auf und harkte Laub. Nebenher filmte und fotografierte ich völlig ekstatische Bienen in einem Krokus.

Die Wäsche war in zweieinhalb Stunden trocken, denn es war sehr windig. Nachdem das Laub von allein aus dem Beet flog, nur nicht dorthin, wohin ich es wollte, hörte ich auf.
Dann assistierte ich dem Grafen bei einer Kernlochbohrung nach Art des Hauses in einen Schornstein und setzte ein Ofenfutter ein.
Vor dem Abendbrot noch lustiges Belege sortieren, dann gab es Pizza und Nudeln und anschließend eine Dusche.
Es hat heute einen wunderbar schwarzen Nachthimmel mit vielen funkelnden Sternen.

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06.03.2019

Endlich früher aufgestanden. Also, das ist relativ. Vor allem, wenn man erst um halb 3 Uhr nachts schläft.
Gefrühstückt, groß angekündigt, Gartenarbeit tun zu müssen und doch erst mal in Orga-Kram versackt: eine Spedition gebucht und vermisstes Geld aus einer Bestellungsrücksendung aufgefunden.
Dann Laub geharkt und weggefahren. Der Hahn auf dem Wirtschaftshof fand meine Arbeit bedrohlich und flatterte mit gesträubtem Halsgefieder auf den Zaun. Ein persönliches Assistenz-Huhn flatterte hinterher, fiel aber gleich wieder runter. Ich habe ihn in den Hof zurück gescheucht und er hat mir wenigstens ein dutzend Mal wütend hinterhergekräht. Das war der Tag der Tierzurechtweisungen. Danach habe ich dem wieder mal unangeleint ohne Begleitung herumstreunenden Bordercollie der übernächsten Nachbarn achtsam und gewaltfrei zeigen müssen, wer hier welches Revier hat. Der hat sich ordentlich erschrocken, weil er mich nicht kommen sah. Hoffentlich merkt er sich das.
Nachmittags den Ofen im Gartensalon angeheizt, viele Arbeitssachen gewaschen und aufgehangen und nach dem Essen am frühen Abend sollte eigentlich die nächste Schicht mit Buchhaltung und Korrespondenz weitergehen. Aber ich bekomme das nicht hin, ich bin einfach zu müde. Und eigentlich ist das gut. Zu viel arbeiten hatte ich schon mal.

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WMDEDGT März 2019

Frau Brüllen fragte wieder, was wir am Monatsfünften getan haben.

Ich wurde in der frühen Dämmerung wach, weil ich spätabends zu viel Tee getrunken hatte und ging ins Bad. Als ich auf das Handy tippte, um zu schauen, wie spät es ist (sechs Uhr), merkte ich, da war eine Gästenachricht von einer Stunde zuvor.
Ich rieb mir die verkleisterten Augen blank, setzte die Brille auf und las. In Berlin war im Abreisestreß eine Sicherung rausgeflogen. Ausgerechnet die, an der das fensterlose Bad hängt. Ich sammelte mein brüchiges Englisch zusammen und beschrieb, wo der Sicherungskasten ist.
Als ich ein Wort nachschlagen wollte, merkte ich, daß das WLAN tot war. Ich schaute nach. Kein Strom, da lag wohl ein Baum auf der Leitung. Und wenn ich den Ladestand meines Handys ansah, war er schon gegen ein Uhr nachts ausgefallen.
Dann versuchte ich, noch mal einzuschlafen.
Gegen halb 9 wurde ich wieder wach, schnöder Wochentagsluxus, der mir immer ein schlechtes Gewissen macht, aber der Tag würde noch lang.
Kurz mit Primavera geschrieben, ob sie nach dem Sturm noch ein Dach hat. Hat sie. Sie gefragt, ob es ihr zu viel Stress wäre, wenn sie diese Woche kommt. Ist es. Den Termin auf eine Woche später umgebaut.
Inzwischen hatte sich das Kind gemeldet. Es ist seit Mitte Januar immer jemand krank. Aktuell alle drei mit Magen-Darm. Die Kehlkopfentzündung hatte sie grade ausgestanden. Die Armen!
Dann stand ich auf, obwohl es keinen Kaffee gab, frühstückte mit kaltem Tee vom Vorabend und bestellte danach ein paar starke Männer für Montag früh in Dresden. Da steht ja immer noch der große schwere Rest der Heizung für uns.
Der Strom war um 11 Uhr wieder da, die Kühlfächer jammerten und der Router hatte sich verschluckt.

Gegen 12 Uhr ging es los in Richtung Berlin, mit Zwischenstopp in Velten bei Hornbach (Grassamen und Kabelbinder) und Holz Possling in Tegel (Dielen und Leisten ansehen). Ohne im üblichen Wurmloch zu verschwinden, das war eine Leistung.
In Berlin war um sechzehn Uhr schon Berufsverkehr. Eine halbe Stunde später war auch das ausgestanden.

Ich brauchte erst mal ein kurzes Nickerchen, dann begann die Putzaktion. Nachdem wir gegen neunzehn Uhr fertig waren, kauften wir noch Kaffee und Spüli und wollten bei Ketels Grill Currywurst essen. Aber kein Parkplatz, nirgends.
Also doch McDonalds in der Prenzlauer Allee.
Dann ging es nach Norden. Um halb eins trafen wir auf dem Dorf ein. Wunderbare Stille, klare Luft und viele viele Sterne am Himmel.
Jetzt brennt noch der Ofen durch und dann wird geschlafen.

Die anderen Tage finden sich hier.

(Sorry, für das neue Inlinkz bin ich zu blöd. Oder zu müde… Wobei vorher Die freundliche Anleitung lesen auch nicht schlecht gewesen wäre, Kitty. Sorry, Frau Brüllen,)