22.09. 2020

Gestern waren Tag und Nacht gleich lang. Heute war es noch einmal warm und sonnig.
Ich fühlte mich heute nicht so richtig produktiv mit Nüsse sammeln, Wäsche machen und mal hier, mal da.
Zumindest schliff ich das Katzenhaus an, um es frisch zu streichen, um dann zu merken, daß die Wetterlasur alle ist. Shawn war entsetzt, als sein Nachtunterschlupf woanders stand, kein Dach mehr hatte und ausgeräumt war.
Der Graf machte weiter Heldenarbeit, er reinigte die Dachrinnen und klebte undichte Stellen zu. (Das hatte ich letztes Jahr zweimal gemacht, aber er macht das richtiger und besser. Man kennt das ;) Auf jeden Fall sind jetzt zwei viel zu enge Zugänge zu Fallrohren weiter gefräst. Das hätte ich tatsächlich nicht gekonnt.)

Bei einem Blick nach unten in den Park, weil die Kühe wieder schön im Bild stehen und sich scheinbar aktuell mit Bullen verlustieren dürfen, traf ich eine kleine Ringelnatter, die sich flugs tot stellte. So richtig mit Zunge raushängen lassen.

Und Mimi lenkte mich mal wieder vom Wäsche abhängen ab. Aber hübsch isse. Und sie war heute selig, weil sie auf meinem Schoß sitzen durfte.

Abends gab es wieder Gegrilltes aus dem zischenden, rauchenden Schrank und die Katzenschaft durfte Fettfetzchen naschen.

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21.09. 2020

Morgens dunstig und dann warm und sonnig und im Ganzen ein wilder Montag.
Heute sollte endlich die Kunst hier ankommen, die eigentlich schon Ende März avisiert war. Aber wie immer – die Situation.
Der Künstler fuhr sie selbst aus, weil er in Ostholstein, auf Rügen und auf dem Darß etwas zu tun hatte.
Ich schickte ihm morgens noch schnell den Hinweis, daß unsere Straße zwar offiziell immer noch gesperrt sei, aber man käme schon durch. Doch ausgerechnet heute hatte man irgendeine Baumaschine quer gestellt. Wir fuhren ihm entgegen, um ihn aufzupicken und zu uns zu geleiten. Da er es aber sehr eilig hatte, wurde die Kunst auf unseren Transporter umgeladen. Was ein irres Bild war. Zwei Autos unter einem Windrad im Nirgendwo, im Hintergrund Autobahnlärm und dann werden länglich verschnürte, lebensgroße Dinge ausgepackt und umgeladen. Mumienschmuggel oder so.
Wir fuhren wieder zurück und stellten die drei Holzskulpturen erst einmal provisorisch im Park auf, wir werden sie sicher noch einmal verrücken müssen.
Zwischendurch hängte ich Wäsche auf, sammelte Nüsse und Himbeeren für einen Eisbecher. Pakete fuhren wir auch noch zur Post.
Am frühen Abend strich ich das Eichenholz der Skulpturen mit Holzschutzlasur an. Es wimmelt im Park derzeit von Mücken. Die Holzlasur vertrieb sie gut.
Das Anstreichen war wie eine Begrüßung, jetzt kenne ich jeden Quadratzentimenter.



Der Graf hatte inzwischen heldenhaft Dachrinnen gesäubert und gesichtet.
Als es dämmerte, nutzten wir den noch milden Abend (Fledermäuse um uns herum, die die wildesten Kapriolen flogen, mit kurzen Abtauchern auf den Rasen) und warfen uns ein paar Würste auf den Grasgrill. Die Katzen waren wie durchgedreht. Es roch lecker nach Wurst und sie sahen nur einen zischenden Schrank!
Nachdem sich Mimi in die Küche geschlichen und dort einen Eierbecher zerdetscht hatte, gab es Schimpfe, aber auch etwas zu fressen. Sie essen gerade ziemlich viel, wahrscheinlich weil es nachts doch schon recht kalt ist.
Als es zu frisch wurde, schauten wir noch einmal in den Sternenhimmel und gingen rein. Den Rest des Abends verbrachten wir am Ofen im Herrenzimmer.

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20.09. 2020

Ein wunderschöner milder und goldiger Spätsommersonntag.
Morgens kippte ich mir erst einmal die übervolle Tropfschale der Kaffeemaschine auf die Füße, dann ging’s aber.
Ich putzte ein Bett, das wir von Freunden ein Dorf weiter bekommen hatten, sammelte Nüsse, harkte Gras und hing Wäsche auf.
Dann war es auch schon Abend und ich machte mir Nudeln mit einem Rest Tomatensalat, den ich noch im Kühlschrank fand.

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19.09. 2020

Morgens sehr früh aufgestanden, um noch mit den Herren Spontiv zu frühstücken, die in Richtung Heimat fuhren.
Da ich nachts sehr schlecht geschlafen hatte (der Verkauf vom Sommerhäuschen der Eltern rückt näher, ich dachte an die Erinnerungen meiner Mutter, die dort 30 Jahre lang den Sommer verbrachte und dazu an jemanden, der nun auch Berlin verläßt und mit dem mich viele schöne Erinnerungen verbinden), ging ich nach dem Frühstück für die Katzen wieder ins Bett und schlief bis mittags.
Ich duschte, wusch mir die Haare und frühstückte noch eine zweite Runde, las im Internet herum, sammelte Nüsse und goß Rosen und Tomaten.
Außerdem scheiterte ich am Webshop von H&M, der scheinbar völlig überlastet war. (Samstag Nachmittag geht man halt einkaufen.)
Dann fuhren der Graf und ich an die Ostsee und hatten Leergut von zwei Monaten im Gepäck für einen späteren Supermarkt-Besuch. In Barth am Hafen war ein Trödelmarkt, wir drehten eine Runde, der Graf kaufte zwei Franzosen und ich ein Schneiderkopierrädchen für die Freundin drei Dörfer weiter. Angesichts einer Kollektion Kastenschlösser (das Älteste handgeschmiedet) meinte der Graf, die wären sehr preiswert.
Dann aßen wir Fischbrötchen und ich schrieb der Freundin von drei Dörfer weiter, wir hätten Schlösser entdeckt, die ähnlich wären wie die, die sie schon gekauft hätten.
Langer Rede kurzer Sinn, wir kauften nach kurzer Abstimmung vier davon und fuhren weiter an die Ostsee.
Es war leer und klar und das Wasser stand niedrig. Am Horizont war Hiddensee zu sehen, das sieht man von dort nicht oft. Der Graf sprang mutig ins Wasser, kam aber bald wieder raus.
Wir fuhren zurück und machten bei der Freundin drei Dörfer auf Suppe und Pizza Station und lieferten die Schlösser ab. Im Dunkeln fuhren wir weiter Richtung Supermarkt, aber da ich meine Tasche vergessen hatte, drehten wir um und fuhren noch mal zurück. Für Flaschenpfand war es zu spät geworden, das mußte bis Montag warten.
Zu Hause erwarteten uns zwei hungrige Katzen, die schnell abgefüttert und wieder raus zum Mäusefang geschickt wurden. Sie bekommen langsam ihre Winterpelze und werden kuschlig und puschlig. Das brauchen sie auch. Letzte Nacht hatte es bei uns 3 Grad und an manchen Stellen gab es schon Raureif.
Ich machte eine zweiten Versuch mit H&M und hatte Glück. Frau Nahtzugabe hatte auf eine britische Künstlerin des 18. Jahrhunderts hingewiesen, deren Papier-Collagen gerade bei H&M Kissen zieren.
https://twitter.com/nahtzugabe/status/1306552503874596864
Dann saß ich noch etwas am warmen Ofen und nun geht es ins Bett.

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