Letzter Tag der Auszeit.
Schlafen, stricken, Ofen heizen, Holz holen und Katzen flauschen. Nebenher Lasagne machen und die Küche aufräumen.
Abends dem tagelangen stakkatohaften Anteasern des neuesten Schirach-Films nachgegeben. Also, zwei Filme. Und damitbder Zuschauer die Sache auch richtig versteht, noch eine Dokumentation dazwischen.
Den ersten Teil aus der Sicht es Polizisten fand ich noch interessant, wenn auch brechtsch ruppig und karg. Die zwischengeschobene Dokumentation erklärte den Zuschauer schlicht für blöd. Der zweite Teil aus der Sicht des Strafverteidigers verärgerte mich zunehmend. Bräsig, eitel und dramaturgisch uninteressant. Weshalb sollte ich mir die gesamte Gerichtsverhandlung, die in einem Riesenmonolog des Verteidigers gipfelt und die Staatsanwältin und Richterin zu Statisten macht, noch einmal deckungsgleich anhören, wenn auch mit unterschiedlichen Kamerapositionen? Ein einziger dramaturgisch gut gebauter Film wäre wesentlich interessanter gewesen. Außerdem ist es mir ein Rätsel, warum in allen dritten Programmen der zweite Teil zeitgleich zum ersten Teil im ersten Programm lief.
Charmeoffensive für die Erhöhung des Rundfunkbeitrages? Ich hoffe, nicht.
Archiv der Kategorie: Leben
02.01. 2021
Spontan nach Oranienburg gefahren. Das Kind hatte Geburtstag und das Enkelkind geht an Montag wieder in die Kita, das Kind ins Büro und sie werden dann wieder viele Kontakte haben.
Wir gingen spazieren, der Graf rannte ausdauernd neben dem kleinen Mausebärchen her, das mit dem Laufrad lossauste. Das war ein sehr schöner Nachmittag.
01.01. 2021
Es geht wieder besser. Da der Tag so düster war, waren wir nur ein halbes Stündchen draußen in der frischen Luft und ansonsten schliefen wir und nerdeten etwas rum. Der Graf mit Code, ich mit Stricknadeln.
Abends kochten wir.
31.12. 2020
Kurz vor Mitternacht und ich liege im Bett, weil ich mich in den letzten Tagen scheinbar so konsequent überfressen habe, daß es mir nicht gut geht. Ich lerne das nie.
Der Graf ist allein vorm Schloß (wie man das Haus hier nennt) und ich fehle beim Silvestervideogruß, so er denn einen macht. Nachher stoße ich mit Kamillentee mit ihm an.
Kommt gut ins neue Jahr, paßt auf euch auf, wir wollen uns doch noch lange gegenseitig beim leben zusehen.